Automatisierung im Bestand ganz praktisch: Vom Flickenteppich der Insellösungen zum durchgängigen System.
Die Automatisierung der Produktion ist der Schlüssel zu Effizienz und Flexibilität in der Druck- und Verpackungsindustrie. Schon mit gezielter Teilautomatisierung und etappenweiser Umsetzung steigern Unternehmen ihre Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig.

(PresseBox) - Wie viele andere Branchen auch steht die Druck- und Verpackungsindustrie unter Druck. Und das von mehreren Seiten: Der Mix aus schwieriger Gesamtwirtschaftslage, internationaler Konkurrenz, steigenden Lohn-, Energie- und Betriebskosten und gleichzeitig wachsenden Anforderungen an die Liefergeschwindigkeit und Qualität sorgen für steigenden Kostendruck. Gleichzeitig wird es durch den demografischen Wandel und den Fachkräftemangel immer schwieriger, die notwendige Personalstärke zu halten. Um diese Herausforderungen bewältigen zu können, müssen Unternehmen effizienter und flexibler werden. Die klassischen Optimierungsmaßnahmen aus dem betriebswirtschaftlichen Werkzeugkasten reichen dafür aber oft nicht mehr aus. Denn die anstehenden Transformationen verlangen oft nicht weniger, als die Fertigung von Grund auf neu zu denken. Und das bedeutet: Automatisierung.
Die Automatisierung ist der strategische Wettbewerbsfaktor
Galt die Automatisierung lange beschränkt auf neue Anlagen von Großunternehmen, wird dieses Thema mehr und mehr auch für mittelständische und kleinere Unternehmen und deren vorhandene Produktionsanlagen relevant. Denn Automatisierung bedeutet nicht zwingend Vollautomatisierung. Oft reichen maßgeschneiderte Teilautomatisierungen ausgewählter Bereiche und standardisierte Prozesse aus, um die Produktivität zu steigern, Fehlerquoten zu reduzieren und Mitarbeitende zu entlasten.
Automatisierung im Bestand: vom Flickenteppich zum System aus einem Guss
So klar die Vorteile einer Automatisierung sind, so unklar ist oft, wie man diese Aufgabe konkret im eigenen Betrieb umsetzen soll. Denn meist ist die Produktion kein von Anfang bis Ende durchgängiges System, sondern ein gewachsenes Neben- und Nacheinander unterschiedlicher Produktionsanlagen unterschiedlicher Hersteller und Baujahre. Das ist die Erfahrung von Valentino Parisi von derKrifft&Zipsner GmbH. Das Unternehmen aus Steinebach/Sieg entwickelt und fertigt Lösungen in den Bereichen Intralogistik, Systemintegration und Steuerung für die Automatisierung der Produktion. „Unsere Kunden wollen ihre Produktion automatisieren und daraus einen durchgängigen Prozess aus einem Guss machen. Sie stehen aber immer wieder vor der Frage, wie sich das konkret umsetzen lässt: Also, was ist überhaupt wirtschaftlich möglich? An welchen Ebenen kann man ansetzen? Wo fängt man an? Und wie lässt sich der Bestand bei möglichst kurzen Stillstandzeiten ertüchtigen?“
Der Materialfluss ist meist der entscheidende Faktor für die Effizienz
Betrachtet man solche gewachsenen Produktionsanlagen und die Prozesse in ihrer Gesamtheit, stellt sich häufig heraus, dass der Materialfluss ein Engpass und der limitierende Faktor ist. Denn Maschinen arbeiten häufig schneller als die innerbetriebliche Logistik und manuelle Transporte verursachen Wartezeiten und Stillstände. Hier durch Automatisierung einen durchgängigen, bedarfsgesteuerten Materialfluss zu schaffen, steigert die Effizienz und Flexibilität meist deutlich.
Die entscheidende Vorarbeit dafür ist eine optimierte Planung der Abläufe und Stoffströme in der Fertigung: „Die Umgestaltung dieser Abläuft ist eine Aufgabe, die ein hohes Maß an Erfahrung voraussetzt. Und hilft auch unser Blick von außen dabei, neue Wege und Möglichkeiten zu entdecken,“ berichtetFlorian Nitschke von Krifft&Zipsner.„Um diese komplexe Aufgabe in Teilen zu automatisieren, entwickeln wird aktuell ein Tool, das Fertigungsabläufe simulieren und die Auswirkungen von Änderungen darstellen kann. Damit lassen sich auch die Bottlenecks identifizieren und eliminieren.“
Automatisierung Ebene für Ebene und Schritt für Schritt umsetzen
Um eine Automatisierung mit möglichst geringen Auswirkungen auf die Produktion und sukzessive umsetzen zu können, unterteilt Krifft&Zipsner dieses Vorhaben in verschiedene Leistungsebenen:
Logistikkomponenten: Die erste Ebene ist die Hardware für den Materialfluss. Krifft&Zipsner greift dabei auf Lösungen aus eigener Produktion wieStapelwender,Fördertechnikund fahrerlose Transportsysteme (FTS) zurück, genauso wie auf Automatisierungslösungen anderer Anbieter.
Systemintegration: Die zweite Ebene ist, den Materialfluss und die Fertigungsmaschinen zu einem funktionierenden Gesamtsystem zu verbinden.
Steuerung: Der letzte Schritt ist, einMaterialfluss-Steuerungssystemfür die gesamte Intralogistik zu installieren. Damit lassen sich alle Prozesse und Anlagen herstellerübergreifend in einer Instanz in Echtzeit überwachen, steuern und an andere IT-Systeme weitergeben.
Dadurch entsteht ein durchgängiges und flexibel skalierbares Gesamtsystem. Und diese Transformation muss nicht in einem Schritt erfolgen, sondern lässt sich auch stufenweise umsetzen und so längere Produktionsunterbrechungen vermeiden.
Zum Beispiel lassen sich in einem ersten Schritt einzelne Prozessschritte digitalisieren. Im nächsten Ausbauschritt werden die Anlagen vernetzt. Dann erfolgt die Integration von FTS. Und am Schluss entsteht durch die Integration einer Materialfluss-Steuerung ein durchgängiges digitales System.
Damit eignet sich dieses Vorgehen besonders für die Automatisierung bestehender Anlagen
Fazit: Automatisierung sichert die Wettbewerbsfähigkeit und ist machbar
An der Automatisierung führt für die allermeisten Unternehmen kein Weg vorbei, denn Fachkräftemangel und Kostendruck werden Druck- und Verpackungsindustrie auch in Zukunft dauerhaft begleiten. Durch sukzessives Vorgehen und die Ertüchtigung der vorhandenen Anlagen lassen sich die Unterbrechungen der Produktiongeringhalten und der Return-on-Invest optimieren. Wichtig dabei ist der ganzheitliche Blick auf Produktion und Intralogistik. Denn Automatisierung endet nicht an der Maschine: Erst das Zusammenspiel aus Produktionsanlagen, Fördertechnik und Fahrerlosen Transportsystemen ermöglicht einen effizienten, zukunftsfähigen Materialfluss.
Vertiefende Informationen zu diesem Thema bietet bietet Krifft&Zipsner in dieserBroschüre.
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Datum: 17.07.2026 - 09:42 Uhr
Sprache: Deutsch
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