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Orientierung in unsicheren Zeiten / Beim 125. Verbandstag des GVB bekennen sich Bayerns Genossenschaften zu ihrer Verantwortung für das Land

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(ots) - In einer Zeit anhaltender geopolitischer Spannungen, wirtschaftlicher Unsicherheit und tiefgreifender Veränderungen haben die bayerischen Genossenschaften Zuversicht und Gestaltungswillen demonstriert. Anlass war der 125. Verbandstag des Genossenschaftsverbands Bayern (GVB) auf dem Münchner Nockherberg, auf dem rund 900 Vertreterinnen und Vertreter der genossenschaftlichen Gruppe sowie Gäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zusammenkamen.

Gerhard Walther, Vorsitzender des GVB-Verbandsrats und ehrenamtlicher Verbandspräsident, bezeichnete den Verbandstag als sichtbares Zeichen der Stärke des genossenschaftlichen Verbunds:"Zum 125. Mal bringt die bayerische Genossenschaftsorganisation Menschen zum Verbandstag zusammen, die Verantwortungübernehmen und ihre Regionen gestalten. Diese Verbindung ist ein wesentlicher Grund dafür, warum Genossenschaften auch in schwierigen Zeiten Stabilität und Orientierung geben können."

GVB-Präsident und Vorstandsvorsitzender Stefan Müller stellte die Zukunftsfähigkeit des genossenschaftlichen Modells heraus. Gerade in Zeiten großer Umbrüche seien Organisationen gefragt, die langfristig denken, Verantwortung übernehmen und nah an den Menschen bleiben.

"Genossenschaften liefern Antworten auf die Fragen von heute und morgen. Sie finanzieren Unternehmen, sichern regionale Wertschöpfung, schaffen Wohnraum, organisieren Versorgung und stärken den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Diese Stärken müssen wir selbstbewusst zeigen", forderte er.

Zugleich mahnte Müller bessere wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen an. Deutschland brauche mehr Vertrauen in Unternehmertum:"Nicht zusätzliche Vorschriften machen unser Land wettbewerbsfähiger. Was wir brauchen, ist weniger Bürokratie, bessere Regulierung und mehr Freiräume für diejenigen, die Verantwortung übernehmen und investieren wollen."

Die Genossenschaften seien bereit, einen noch größeren Beitrag zur Bewältigung zentraler Zukunftsaufgaben zu leisten - von der Finanzierung des Mittelstands über den Wohnungsbau bis hin zur Energiewende. Dafür brauche es jedoch politische Rahmenbedingungen, die Innovation ermöglichen statt ausbremsen."Wir haben in vielen Bereichen die Lösungen bereits entwickelt. Jetzt geht es darum, Hindernisse abzubauen und unternehmerische Initiative wieder stärker zu ermöglichen", sagte Müller.





Den größeren Rahmen, in dem Politik und Wirtschaft dieser Tage agieren, zog der Regensburger Politikwissenschaftler Stephan Bierling in seinem Festvortrag. Darin analysierte der Professor für internationale Politik die Folgen der aktuellen geopolitischen Umbrüche für Deutschland und Europa."Der Angriff Putins, Xis und Trumps auf die liberale internationale Ordnung trifft Deutschland ins Mark. Wir haben mehr profitiert von Freihandel und US-Verteidigungsgarantie als jedes andere Land der Erde. Und wir sind auf die böse neue Welt nicht vorbereitet, nicht sicherheitspolitisch, nicht ökonomisch, nicht mental."

Warum auch auf diese Herausforderung Genossenschaften eine Antwort sein können, diskutierten Erich Lehmair (HVG), Julia Graeber (Vedes) und Ulrike Brouzi (DZ BANK) und Müller am anschließenden Geno-Stammtisch. Sie tauschten sich über die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland, digitale Transformation und die Zukunft genossenschaftlicher Geschäftsmodelle aus.

Der Verbandstag machte deutlich: Genossenschaften warten nicht auf politische oder gesellschaftliche Impulse - sie gestalten Veränderung aktiv mit. Ob Mittelstandsfinanzierung, Energieversorgung, Digitalisierung oder gesellschaftlicher Zusammenhalt: Das genossenschaftliche Modell verbindet wirtschaftliche Stärke mit Verantwortung für die Regionen und bleibt damit ein verlässlicher Motor für die Zukunft Bayernsund Deutschlands.

Fotos vom 125. Verbandstag stehen unter diesem Link (https://www.gv-bayern.de/pressemitteilungen/2026/7/orientierung-in-unsicheren-zeiten.html) als Download zur Verfügung.

Pressekontakt:

Dr. Gerald Schneider
Pressesprecher
Telefon: +49 89 / 2868 - 3401
E-Mail: presse(at)gv-bayern.de


Original-Contentvon: Genossenschaftsverband Bayern e.V.,übermittelt durch news aktuell


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Datum: 16.07.2026 - 11:30 Uhr
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