Erdbeben in Venezuela: Caritas leistet intensive Nothilfe und plant für den Wiederaufbau

(ots) - Tausende Menschen noch vermisst - Hilfen der Caritas Venezuela haben mehr als 72.000 Menschen erreicht - Caritas plant Wiederaufbau und bittet um Spenden
Die Akuthilfen der Caritas laufen auch in der dritten Woche nach den Erdbeben in den venezolanischen Bundesstaaten La Guaira, Caracas und Carabobo unvermindert weiter."Tausende Menschen werden immer noch vermisst, viele Obdachlose müssen nach wie vor auf der Straße schlafen. Das gilt trotz der zahlreichen improvisierten Unterkünfte, wie sie kirchliche Einrichtungen bereitgestellt haben", beschreibt Jonas Brenner, Nothilfekoordinator von Caritas international, die Situation. Der Mitarbeiter der Deutschen Caritas ist seit einer Woche im Erdbebengebiet und unterstützt die Caritas Venezuela bei der Koordination der Hilfsmaßnahmen.
"Die Mitarbeitenden der Caritas Venezuela und Tausende Freiwillige haben in den ersten beiden Wochen eine tolle Arbeit geleistet", bilanziert Jonas Brenner. Insgesamt wurden 9.000 Tonnen Hilfsgüter, darunter 5.000 Lebensmittelpakete und 3.000 Hygienekits an rund 72.000 Menschen verteilt. Zudem hat die Caritas Venezuela mehr als vier Millionen Liter Wasser und über 73.300 medizinische Hilfsgüter an die Erdbebenopfer ausgegeben, geplant sind darüber hinaus Bargeldverteilungen, damit sich die Menschen selbst versorgen können."Das sind beeindruckende Zahlen", sagt Brenner."Sie erzählen von der Solidarität im Land, aber auch von der guten Vernetzung der Caritas im Krisengebiet. Nur dadurch können wir den Menschen so gut und effektiv helfen."
Sorgen bereitet dem Nothilfekoordinator von Caritas international, dem Hilfswerk der deutschen Caritas, weiterhin die vielen Kinder, die nach dem Beben ihre Eltern suchen."Die sehr hohe Anzahl an Vermissten nach gut zwei Wochen lässt leider nichts Gutes für die Kinder erahnen", reflektiert Brenner beunruhigt.
Außer der Verteilung von Hilfsgütern unterstützt die Caritas die zum Teil stark traumatisierten Menschen mit psychosozialen Angeboten."Die Bewohner der Erdbebenregionen haben Schlimmes erlebt. Sie aufzufangen und ihnen neuen Mut zu machen, ist eine wichtige und herausfordernde Aufgabe der Caritas. Wir planen daher bereits für den Wiederaufbau. Es ist ein klares Signal an die Menschen, dass es nach der Katastrophe für sie eine Perspektive und eine Zukunft gibt."
Der Wiederaufbau braucht einen langen Atem."Wir sind sehr dankbar für die Solidarität der vielen Spenderinnen und Spender, aber wir sind auf weitere Spenden angewiesen, um unsere Arbeit langfristig fortsetzen zu können", sagt Brenner. Caritas international hat bislang eine Million Euro für die Erdbebenopfer in Venezuela bereitgestellt.
Jonas Brenner, Nothilfekoordinator von Caritas international steht für Interviews in Caracas zur Verfügung. Bitte wenden Sie sich an die Pressestelle.
Caritas international ruft dringend zu Spenden für die Betroffenen des Erdbebens in Venezuela auf. Stichwort: CY02337 Erdbeben Venezuela (https://www.caritas-international.de/spenden/online/formular#xcampaignid:23399)
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