Die häufigsten Angriffswege in Unternehmen: Erkenntnisse aus Offensive Security und echten Kundenszenarien
Die größten Risiken für Unternehmen entstehen selten durch spektakuläre Hackerangriffe, sondern durch alltägliche Schwachstellen, die Angreifer gezielt miteinander kombinieren.

(PresseBox) - Cyberangriffe beginnen selten so spektakulär, wie viele Unternehmen vermuten. Während häufig über hochkomplexe Hackerangriffe oder Zero-Day-Exploits diskutiert wird, zeigt die Praxis ein anderes Bild: Angreifer nutzen meist bekannte Schwachstellen, unzureichend geschützte Zugänge oder menschliche Fehler, um sich Zugang zuUnternehmensnetzwerken zu verschaffen.
Genau diese Realität erlebt Fabian Mosch, Head of Offensive Services bei r-tec als Teil der accompio Unternehmensgruppe, täglich in Penetrationstests und Angriffssimulationen. Im Interview gibt er Einblicke in typische Angriffswege, wiederkehrende Schwachstellen und erklärt, warum viele Sicherheitsmaßnahmen zwar sinnvoll, allein aber nicht ausreichend sind.
Das Wichtigste in Kürze
Die meisten erfolgreichen Angriffe beginnen nicht mit hochkomplexen Exploits, sondern mit bekannten Schwachstellen. Phishing, schwache Passwörter oder fehlende Multifaktor-Authentifizierung gehören nach wie vor zu den häufigsten Einstiegspunkten für Angreifer.
Angreifer betrachten immer den gesamten Angriffsweg. Während Unternehmen häufig einzelne Systeme absichern, kombinieren Angreifer mehrere kleine Schwachstellen, um schrittweise ihre Berechtigungen auszuweiten.
Viele kritische Risiken entstehen durch alltägliche Fehlkonfigurationen. Historisch gewachsene Berechtigungen, Standardkonfigurationen oder unzureichend geschützte Identitäten sind in der Praxis oft gefährlicher als einzelne Software-Schwachstellen.
Einzelne Security-Produkte verhindern keine erfolgreichen Angriffe. Entscheidend ist das Zusammenspiel aus Technik, Prozessen, Identitätsmanagement und regelmäßiger Überprüfung der tatsächlichen Angriffswege.
Offensive Security macht reale Risiken sichtbar. Angriffssimulationen zeigen nicht nur einzelne Schwachstellen, sondern decken auf, wie ein echter Angreifer diese miteinander kombinieren würde.
Die häufigsten Angriffswege in Unternehmen: Experteninterview mit Fabian Mosch, Head of Offensive Services bei r-tec (Teil der accompio-Gruppe)
Welche Angriffswege Fabian Mosch in Penetrationstests immer wieder beobachtet, welche Schwachstellen Unternehmen häufig unterschätzen und wie sich Risiken mit Offensive Security gezielt reduzieren lassen, erfahren Sie im vollständigen Video-Interview.
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Cyberangriffe beginnen meist einfacher als erwartet
Viele Unternehmen gehen davon aus, dass erfolgreiche Angriffe hochkomplexe Sicherheitslücken oder bislang unbekannte Schwachstellen voraussetzen. Die Realität sieht deutlich unspektakulärer aus.
In Offensive-Security-Projekten zeigt sich immer wieder, dass Phishing-Kampagnen, schwache Passwörter oder fehlende Multifaktor-Authentifizierung häufig den ersten Schritt eines erfolgreichen Angriffs bilden. Gleichzeitig konzentrieren sich viele Unternehmen auf einzelne Risikobereiche und verlieren andere potenzielle Angriffswege aus dem Blick.
Der gefährlichste Fehler: Nur einzelne Schwachstellen betrachten
Ein Angreifer sucht selten nach einer einzigen kritischen Schwachstelle. Stattdessen kombiniert er mehrere kleinere Schwächen miteinander.
Ein unsicheres Passwort, eine unzureichend geschützte VPN-Verbindung oder eine unauffällige Fehlkonfiguration reichen oft aus, um sich schrittweise weiter im Unternehmensnetzwerk auszubreiten. Genau diese Verkettung verschiedener Schwachstellen macht viele Angriffe so erfolgreich.
Deshalb reicht es nicht aus, einzelne Systeme regelmäßig zu prüfen. Entscheidend ist die Frage, welche Angriffspfade sich über verschiedene Systeme hinweg ergeben.
Warum Identitäten heute das wichtigste Angriffsziel sind
Ein großer Teil moderner Angriffe richtet sich nicht mehr gegen einzelne Server, sondern gegen Benutzerkonten und Berechtigungen.
Schwache Passwörter, fehlende Multifaktor-Authentifizierung oder zu weitreichende Berechtigungen ermöglichen es Angreifern häufig, sich innerhalb kurzer Zeit weitreichenden Zugriff auf Unternehmensressourcen zu verschaffen. Gerade Cloud-Dienste, VPN-Zugänge oder Kollaborationsplattformen bieten dabeiattraktive Einstiegspunkte.
Identitäten sind damit zu einem der wichtigsten Schutzgüter moderner IT-Sicherheit geworden.
Kleine Schwachstellen mit großer Wirkung
Viele Unternehmen investieren erhebliche Summen in moderne Sicherheitslösungen und übersehen dabei alltägliche Risiken.
Historisch gewachsene Konfigurationen, Standardberechtigungen, unzureichend gepflegte Systeme oder veraltete Softwareversionen eröffnen Angreifern häufig deutlich einfachere Wege als spektakuläre Sicherheitslücken. Besonders kritisch wird es dann, wenn mehrere dieser Schwachstellen zusammenwirken.
Offensive Security zeigt den tatsächlichen Angriffsweg
Klassische Schwachstellenscans liefern wertvolle Hinweise auf technische Risiken. Sie zeigen jedoch meist nur einzelne Schwachstellen.
Ein Penetrationstest oder eine realistische Angriffssimulation geht deutlich weiter: Hier wird untersucht, welche Auswirkungen verschiedene Schwachstellen im Zusammenspiel haben und ob sich daraus tatsächlich ein erfolgreicher Angriff entwickeln lässt.
Genau diese Perspektive ermöglicht es Unternehmen, ihre Sicherheitsmaßnahmen nach tatsächlichem Risiko statt nach Einzelbefunden zu priorisieren.
„In unseren Angriffssimulationen denken und handeln wir wie echte Angreifer. Genau dadurch finden wir die Schwachstellen, die klassische Prüfungen häufig übersehen.“
— Fabian Mosch, Head of Offensive Services bei r-tec (Teil der accompio-Gruppe)
Nicht jedes Security-Produkt reduziert automatisch das Risiko
Immer wieder begegnet Fabian Mosch der Annahme, dass der Einsatz eines bestimmten Herstellers oder einer modernen Security-Lösung automatisch zu einem hohen Sicherheitsniveau führt.
In der Praxis hängt die Wirksamkeit jedoch wesentlich davon ab, wie Lösungen konfiguriert, integriert und betrieben werden. Auch moderne Endpoint-Detection- oder Antivirus-Lösungen können umgangen werden, wenn grundlegende Sicherheitsmaßnahmen fehlen oder Angriffswege nicht ganzheitlich betrachtet werden.
Technologie ist deshalb immer nur ein Baustein einer wirksamen Sicherheitsstrategie.
Angriffswege verändern sich kontinuierlich
Cloud-Plattformen, Remote Work und der zunehmende Einsatz künstlicher Intelligenz verändern die Angriffsmöglichkeiten kontinuierlich.
Während Unternehmen ihre Infrastruktur modernisieren, entstehen gleichzeitig neue Angriffsflächen. Hinzu kommt, dass Angreifer KI zunehmend nutzen, um Schwachstellen schneller zu identifizieren oder Angriffe effizienter vorzubereiten. Umso wichtiger wird es, Sicherheitsmaßnahmen regelmäßig an die tatsächliche Bedrohungslage anzupassen.
Offensive Security für Ihre IT-Infrastruktur
accompio unterstützt Unternehmen dabei, Ihre Sicherheitsstrukturen zu analysieren und zu bewerten. Wir erkennen Schwachstellen, bevor Sie genutzt werden.
Zu unseren Leistungen
Fazit: Wer Angriffswege versteht, kann Risiken gezielt reduzieren
Sicherheitslücken entstehen selten durch einzelne spektakuläre Fehler. Entscheidend ist vielmehr die Kombination aus technischen Schwachstellen, organisatorischen Versäumnissen und menschlichen Faktoren.
Unternehmen, die ihre Sicherheitsstrategie konsequent an realistischen Angriffswegen ausrichten und diese regelmäßig überprüfen, schaffen die Grundlage für eine wirksame Cyberabwehr. Offensive Security liefert dafür wertvolle Erkenntnisse – nicht erst nach einem Sicherheitsvorfall, sondern präventiv.
Fabian Mosch
Head of Offensive Services, r-tec
Über den Autor
Fabian ist Security-Experte und kennt Verhaltensweisen von Hackern sowie die Sicherheitslücken, die sie nutzen, genau.
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FAQ: Häufige Fragen zu Angriffswegen in Unternehmen
Wie gelangen Hacker am häufigsten in Unternehmen?
Die häufigsten Einstiegspunkte sind Phishing, schwache oder wiederverwendete Passwörter, fehlende Multifaktor-Authentifizierung sowie öffentlich erreichbare Systeme mit bekannten Schwachstellen. In vielen Fällen kombinieren Angreifer mehrere dieser Faktoren, anstatt nur eine einzelne Sicherheitslücke auszunutzen.
Was ist der häufigste Angriffsweg bei Cyberangriffen?
Phishing gehört nach wie vor zu den erfolgreichsten Angriffswegen. Daneben spielen kompromittierte Benutzerkonten, falsch konfigurierte Cloud-Dienste und unzureichend geschützte Remote-Zugänge eine zentrale Rolle. Welcher Weg tatsächlich genutzt wird, hängt jedoch immer von der jeweiligen Unternehmensumgebung ab.
Was passiert nach einem erfolgreichen Erstzugriff?
Nach dem Initial Access versuchen Angreifer in der Regel, ihre Berechtigungen zu erweitern, weitere Systeme zu kompromittieren und sensible Daten oder Administratorkonten zu erreichen. Ziel ist es, sich möglichst unbemerkt innerhalb der Infrastruktur auszubreiten.
Warum reichen Schwachstellenscans allein nicht aus?
Schwachstellenscanner erkennen bekannte technische Schwachstellen. Sie zeigen jedoch meist nicht, wie sich mehrere kleine Schwachstellen miteinander kombinieren lassen. Genau diese Angriffspfade werden in Penetrationstests oder realistischen Angriffssimulationen untersucht.
Welche Rolle spielen Passwörter und Multifaktor-Authentifizierung?
Identitäten gehören heute zu den wichtigsten Angriffszielen. Schwache Passwörter oder fehlende Multifaktor-Authentifizierung ermöglichen Angreifern häufig einen direkten Einstieg in Unternehmensnetzwerke oder Cloud-Dienste. Ein wirksames Identitätsmanagement zählt deshalb zu den wichtigsten Schutzmaßnahmen.
Warum sind Penetrationstests so wichtig?
Penetrationstests simulieren das Vorgehen realer Angreifer. Sie zeigen nicht nur einzelne Schwachstellen, sondern machen sichtbar, welche Angriffswege tatsächlich erfolgreich wären und welche Auswirkungen diese auf das Unternehmen hätten.
Welche Sicherheitsmaßnahmen reduzieren das Risiko am stärksten?
Besonders wirksam sind ein konsequentes Patch-Management, starke Authentifizierung mit Multifaktor-Authentifizierung, regelmäßige Sicherheitsüberprüfungen, ein durchdachtes Rollen- und Berechtigungskonzept sowie die Sensibilisierung der Mitarbeitenden gegenüber Phishing und Social Engineering.
Kann moderne Sicherheitssoftware Cyberangriffe vollständig verhindern?
Nein. Endpoint Protection, EDR oder Antivirus-Lösungen sind wichtige Bausteine einer Sicherheitsstrategie, bieten jedoch keinen vollständigen Schutz. Entscheidend ist das Zusammenspiel aus Technologie, sicheren Prozessen, Identitätsmanagement und regelmäßigen Angriffssimulationen.
Welche Auswirkungen haben Cloud und Remote Work auf Angriffswege?
Cloud-Plattformen und mobiles Arbeiten schaffen zusätzliche Einstiegspunkte, wenn Identitäten, Zugänge oder Konfigurationen nicht ausreichend geschützt sind. Gleichzeitig gewinnen Identitäts- und Zugriffsmanagement sowie kontinuierliche Sicherheitsüberprüfungen weiter an Bedeutung.
Wie können Unternehmen ihre tatsächlichen Angriffswege erkennen?
Am zuverlässigsten gelingt dies durch Offensive-Security-Ansätze wie Penetrationstests oder Red-Teaming. Dabei werden reale Angriffsszenarien simuliert, um Schwachstellen, Fehlkonfigurationen und mögliche Angriffspfade frühzeitig zu identifizieren und gezielt zu schließen.
Bereitgestellt von Benutzer: PresseBox
Datum: 09.07.2026 - 08:53 Uhr
Sprache: Deutsch
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Kategorie:
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