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Reformprogramm setzt wichtige Impulse - jetzt müssen alle Zukunftstechnologien profitieren

ID: 2259986

(ots) -
- Mehr Tempo bei Außenwirtschaft, Genehmigungen und Bürokratieabbau
- Photonik als Basistechnologie und Medizintechnik stärker einbeziehen

Mit ihrem heute vorgestellten Reformprogramm setzt die Bundesregierung wichtige wirtschaftspolitische Impulse für den Industriestandort Deutschland. Insbesondere die angekündigte Stärkung der Außenwirtschaft, der Abbau von Bürokratie sowie schnellere Genehmigungs- und Verwaltungsverfahren greifen zentrale Herausforderungen der mittelständischen Hightech-Industrie auf. Entscheidend wird nunsein, dass die angekündigten Maßnahmen schnell Wirkung entfalten und Unternehmen spürbar entlasten.

"Die deutsche Hightech-Industrie braucht verlässliche Rahmenbedingungen, damit Unternehmen wieder mehr investieren, Innovationen vorantreiben und international wachsen können. Das Reformprogramm enthält dafür wichtige Ansätze. Jetzt kommt es darauf an, diese zügig und konsequent umzusetzen", erklärt Jörg Mayer, Geschäftsführer des Deutschen Industrieverbands SPECTARIS.

Mit der angekündigten neuen Außenwirtschaftsstrategie setzt die Bundesregierung auf offene Märkte, resilientere Lieferketten und einen wirksameren Schutz vor unfairem Wettbewerb. Die geplante Diversifizierung der Handelsbeziehungen stärkt zudem die wirtschaftliche Resilienz gegenüber geopolitischen Risiken. Für die überwiegend exportorientierten Mitgliedsunternehmen von SPECTARIS sind offene Märkte, belastbare Handelsbeziehungen und verlässliche Rahmenbedingungen entscheidend. Die angekündigte Außenwirtschaftsstrategie weist deshalb in die richtige Richtung. Nun kommt es darauf an, diesen Kurs rasch mit konkreten Maßnahmen zu füllen. Gerade für exportorientierte Hightech-Unternehmen bleibt die Beschleunigung von Ausfuhrgenehmigungen ein entscheidender Hebel zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit.

Auch beim Bürokratieabbau enthält das Reformprogramm wichtige Ansätze. Das geplante Berichtsentlastungsgesetz, die vorgesehene Beweislastumkehr bei staatlichen Berichtspflichten sowie die Genehmigungsfiktion im Verwaltungsverfahren können Unternehmen entlasten, Investitionen beschleunigen und Innovationsprozesse vereinfachen.





Damit die angekündigte Förderung von Zukunftstechnologien ihre volle Wirkung entfalten kann, müssen alle Schlüsseltechnologien berücksichtigt werden. Dazu gehört insbesondere die Photonik. Als strategische Basistechnologie ermöglicht sie Innovationen in der Medizintechnik, der Halbleiterfertigung, den Quantentechnologien sowie der Verteidigungs- und Sicherheitstechnik."Wer Zukunftsbranchen stärken will, muss auch die Technologien stärken, die diese Innovationen erst ermöglichen. Die Photonik ist eine strategische Basistechnologie für den Industriestandort Deutschland und sollte bei der Ausgestaltung der angekündigten Förderinstrumente ausdrücklich berücksichtigtwerden", stellt Mayer fest.

Eine Lücke bleibt aus Sicht von SPECTARIS bei der Medizintechnik. Während die Pharmaindustrie ausdrücklich als Zukunftstechnologie genannt wird, findet eine der innovationsstärksten Industrien Deutschlands im Maßnahmenpaket keine entsprechende Berücksichtigung. Dabei leistet die Medizintechnik einen wesentlichen Beitrag zur Gesundheitsversorgung, zur technologischen Souveränität und zur internationalen Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland.

Mit Blick auf die angekündigten Personaleinsparungen in der Bundesverwaltung wird es darauf ankommen, die Handlungsfähigkeit zentraler Einrichtungen zu erhalten. Gerade exportorientierte Hightech-Unternehmen sind auf zügige Genehmigungen des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) angewiesen. Das gilt insbesondere für zahlreiche Dual-Use-Produkte der Photonik- und Präzisionsoptikindustrie. Auch Einrichtungen wie die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) oder Projektträger der Forschungsförderung sind unverzichtbare Partner für Innovation und Technologietransfer. Personelle Engpässe würden ausgerechnet dort Fortschritte bremsen, wo das Reformprogramm mehr Tempo schaffen will.

"Deutschland kann seine wirtschaftliche Stärke nur sichern, wenn Innovationen wieder konsequent in den Mittelpunkt der Wirtschaftspolitik rücken", ergänzt Mayer."Innovation entsteht nicht von allein. Sie braucht technologieoffene Rahmenbedingungen, leistungsfähige Behörden und den politischen Willen, die gesamte Hightech-Industrie in ihrer Breite zu stärken."

SPECTARIS ist der Deutsche Industrieverband für Optik, Photonik, Analysen- und Medizintechnik mit Sitz in Berlin. Der Verband vertritt rund 400 überwiegend exportorientierte, mittelständisch geprägte deutsche Unternehmen. Die vertretenen Branchen - Consumer Optics (Augenoptik, Fernoptik, Fototechnik), Photonik, Medizintechnik sowieAnalysen-, Bio- und Labortechnik - erzielten im Jahr 2025 einen Gesamtumsatz von 91 Milliarden Euro und beschäftigten rund 360.000 Menschen. Eine Studie (https://www.spectaris.de/verband/themen/zukunftsbranchen) der FutureManagementGroup zählt diese Felder zu den zehn chancenreichsten Zukunftsbranchen.

Pressekontakt:

Deutscher Industrieverband SPECTARIS e. V.
Christof Weingärtner
Leiter Kommunikation

Postanschrift:
Robert-Koch-Platz 4,
D-10115 Berlin

Besucheradresse:
Hannoversche Str. 19,
D-10115 Berlin

Tel.: +49 30 414021-66
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Datum: 02.07.2026 - 12:59 Uhr
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