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Erholung trifft auf wachsenden Gegenwind: Immobilienpreise im 2. Quartal trotz schwieriger Bedingungen weiter gestiegen

ID: 2259580

(ots) - Die aktuelle Ausgabe des immowelt Preiskompass für das 2. Quartal zeigt:


- Immobilienmarkt trotzt Gegenwind: Einfamilienhäuser und Wohnungen verteuern sich bundesweit um jeweils 1,0 Prozent
- Häusermarkt überrascht: Preise steigen in 14 der 15 größten Städte, nachdem sie zu Jahresbeginn vielerorts noch nachgegeben hatten
- Wohnungspreise erhöhen sich in 13 von 15 Städten
- Ausblick: Hohe Finanzierungskosten und sinkende Leistbarkeit dürften Spielraum für Anstiege zunehmend begrenzen

Eigentlich sprechen die Rahmenbedingungen seit geraumer Zeit gegen steigende Immobilienpreise. Hohe Bauzinsen, eine deutlich verschlechterte Leistbarkeit und wirtschaftliche Unsicherheiten belasten den Markt bereits seit Monaten. Dennoch sind die Angebotspreise von Wohnimmobilien im 2. Quartal 2026 erneut gestiegen. Besondersüberraschend entwickelt sich der Häusermarkt: Nachdem die Preisentwicklung zu Jahresbeginn in mehreren Großstädten noch spürbar an Dynamik verloren hatte, ziehen die Preise inzwischen wieder nahezu flächendeckend an. Bundesweit verteuerten sich sowohl Einfamilienhäuser als auchEigentumswohnungen zwischen April und Juni um jeweils 1,0 Prozent.

Das geht aus der aktuellen Ausgabe des immowelt Preiskompass für das 2. Quartal 2026 hervor. Darin wurde analysiert, wie sich die Angebotspreise von Bestandshäusern und Bestandswohnungen in Deutschland sowie in den 15 größten deutschen Städten mit mehr als 500.000 Einwohnern entwickelt haben.

"Der Immobilienmarkt zeigt sich derzeit erstaunlich widerstandsfähig. Trotz schwieriger Finanzierungsbedingungen steigen die Angebotspreise weiter und gerade bei Häusern hat sich der Anstieg zuletzt sogar beschleunigt", sagt immowelt Geschäftsführer Theo Mseka."Gleichzeitig haben sich die Rahmenbedingungen nicht verbessert - im Gegenteil. Angesichts hoher Finanzierungskosten und einer erschwerten Leistbarkeit dürfte es für den Markt zunehmend schwierig werden, die aktuelle Dynamik aufrechtzuerhalten."





Häusermarkt trotzt dem Gegenwind

Die auffälligste Entwicklung des 2. Quartals zeigt sich im Segment der Häuser. In 14 der 15 größten deutschen Städte legten die Angebotspreise von Einfamilienhäusern zu, nachdem es im 1. Quartal in etlichen Städten noch zu Rückgängen gekommen war. Besonders deutlich verteuerten sich Bestandshäuser zwischen April und Juni in Leipzig (+4,0 Prozent auf 3.195 Euro pro Quadratmeter), Duisburg (+3,7 Prozent auf 2.822 Euro) und Düsseldorf (+3,2 Prozent auf 5.478 Euro).

Auffällig ist zudem, dass mehrere Städte nach Preisrückgängen zu Jahresbeginn wieder steigende Angebotspreise verzeichneten. So drehten München (+1,8 Prozent auf 9.083 Euro pro Quadratmeter), Frankfurt (+1,2 Prozent auf 5.026 Euro), Stuttgart (+0,7 Prozent auf 5.975 Euro) und Essen (+2,0Prozent auf 3.987 Euro) wieder ins Plus. In Berlin (4.855 Euro) beschleunigte sich der Anstieg mit 1,3 Prozent im Vergleich zum Vorquartal (+0,4 Prozent) spürbar. Lediglich Köln bildet mit einem Rückgang von 0,6 Prozent auf 4.905 Euro pro Quadratmeter eine Ausnahme.

Eine mögliche Erklärung für die Preisanstiege ist das weiterhin knappe Angebot. Der Neubau liegt seit Längerem deutlich unter dem Bedarf und auch die Zahl der Fertigstellungen ist zuletzt weiter gesunken. Zwar ziehen die Baugenehmigungen langsam wieder an, kurzfristig sorgt dies jedoch noch nicht für spürbar mehr Angebot am Markt.

Wohnungspreise entwickeln sich weiterhin stabil

Bei Eigentumswohnungen setzte sich der moderate Aufwärtstrend fort. In 13 der 15 größten deutschen Städte erhöhten sich die Angebotspreise im 2. Quartal. Besonders kräftige Anstiege verzeichneten Dortmund (+4,0 Prozent auf 2.605 Euro pro Quadratmeter), Hannover (+3,4 Prozent auf 3.564 Euro) und Leipzig (+3,0 Prozent auf 2.636 Euro).Gleichzeitig legten auch hochpreisige Standorte wie Frankfurt am Main (+2,2 Prozent auf 5.564 Euro) und Berlin (+2,0 Prozent auf 4.981 Euro) weiter zu. Rückläufig entwickelten sich die Wohnungspreise lediglich in Stuttgart (-1,3 Prozent auf 4.310 Euro) und München (-0,2 Prozent auf 8.078 Euro).

Ausblick: Steigende Preise treffen auf wachsende Belastungen

Die Preisentwicklung steht zunehmend im Kontrast zu den Rahmenbedingungen am Immobilienmarkt. Die Bauzinsen sind von ihrem zwischenzeitlichen Tiefstand Ende 2024 bei rund 3,15 Prozent in Richtung 4 Prozent gestiegen und die Europäische Zentralbank hat den Einlagenzins im Juni erstmals seit 2023 wieder angehoben. Gleichzeitig ist die Leistbarkeit von Wohneigentum deutlich gesunken: Der Kaufkraftindex liegt mittlerweile bei rund 107 finanzierbaren Quadratmetern, nachdem Ende 2024 noch etwa 122 Quadratmeter möglich waren.

Angesichts hoher Finanzierungskosten und einer eingeschränkten Leistbarkeit wächst das Risiko, dass die aktuelle Preisdynamik in den kommenden Monaten nachlässt. Der Immobilienmarkt zeigt sich derzeit zwar erstaunlich robust, die Spielräume für weitere Preiszuwächse dürften jedoch geringer werden.

Daten für alle 15 Großstädte sowie weiterführende Analysen finden Sie im immowelt Preiskompass für das 2. Quartal 2026. Die aktuelle Ausgabe steht hier zum Download zur Verfügung. (https://content.cdn.immowelt.com/iw_group2/import/Redaktion/Pressemitteilungen/2026/Der_immowelt_Preiskompass_Q2_2026.pdf)

Detaillierte Informationen zum aktuellen Preisniveau in den unterschiedlichen Regionen Deutschlands liefert die immowelt Price Map (https://www.immowelt.de/immobilienpreise/deutschland).

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Datum: 01.07.2026 - 08:52 Uhr
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