Schaukeln aus Rundholz oder Kantholz - welche Bauweise eignet sich für den Spielplatz?
Bei der Planung von Spielplätzen stellt sich häufig die Frage, ob Schaukelgestelle aus Rundholz oder Kantholz gefertigt werden sollen. Beide Varianten bieten spezifische Vorteile.
(IINews) - Die Wahl des Holzprofils bei Schaukelgestellen beeinflusst sowohl die Konstruktion als auch die Langlebigkeit und das Erscheinungsbild eines Spielplatzes. Kommunen, Planer und Betreiber stehen regelmäßig vor der Entscheidung, obSchaukeln und Schwinggeräteaus Rundholz oder Kantholz die geeignetere Lösung darstellen. Beide Bauweisen haben ihre Berechtigung und unterscheiden sich in mehreren wesentlichen Punkten.
Rundholz bezeichnet Holzstämme, die nach dem Entrinden und Trocknen ihre natürliche, zylindrische Form behalten. Diese Bauweise fügt sich optisch harmonisch in naturnahe Umgebungen ein. Parks, Waldspielplätze und landschaftlich geprägte Areale profitieren von der organischen Anmutung. Konstruktiv bietet Rundholz den Vorteil, dass die äußeren Holzfasern weitgehend intakt bleiben. Diese Fasern sind besonders widerstandsfähig gegen Witterungseinflüsse, da sie eine natürliche Schutzschicht bilden. Allerdings erfordert die runde Form spezielle Verbindungstechniken, und Maßtoleranzen durch den natürlichen Wuchs des Holzes müssen bei der Planung berücksichtigt werden.
Kantholz entsteht durch das Besäumen von Stämmen zu rechteckigen oder quadratischen Querschnitten. Diese Profilform ermöglicht präzisere Verbindungen und eine einfachere Montage. Schaukelgestelle aus Kantholz wirken geometrisch klar und eignen sich besonders für urbane Spielplätze oder Einrichtungen mit modernemGestaltungsanspruch. Die planen Flächen erleichtern zudem das Anbringen von Beschlägen und Zusatzelementen. Dem steht gegenüber, dass beim Besäumen die äußeren, widerstandsfähigeren Holzschichten teilweise entfernt werden, was einen sorgfältigeren konstruktiven Holzschutz erfordert.
Unabhängig vom gewählten Profil spielen die Holzart, die Trocknung und die Imprägnierung eine entscheidende Rolle für die Haltbarkeit. Gängige Hölzer im Spielplatzbau sind Lärche, Douglasie und Robinie, die sich durch natürliche Dauerhaftigkeit auszeichnen. Die Einhaltung der europäischen Norm EN 1176 ist bei beiden Bauweisen gleichermaßen verpflichtend und gewährleistet die sicherheitstechnischen Anforderungen.
Die Entscheidung zwischen Rundholz und Kantholz ist letztlich eine Abwägung zwischen gestalterischen Anforderungen, konstruktiven Rahmenbedingungen und dem jeweiligen Standort. Eine fachkundige Beratung hilft, die passende Lösung für das konkrete Projekt zu finden.OBRA Design, Ing. Philipp Ges.m.b.H.&Co.KGbietet als Hersteller von Spielplatzgeräten beide Varianten an und unterstützt Planer bei der Auswahl der geeigneten Konstruktionsweise.
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Datum: 29.06.2026 - 18:50 Uhr
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