Griechenland im Schatten des Massentourismus
Griechenland verzeichnet Rekordzahlen im Tourismus. Doch der Boom belastet Inseln wie Santorini und Mykonos massiv und zwingt die Regierung zum Handeln.

(IINews) - Griechenland erlebt seit Jahren einen beispiellosen Tourismusboom. Während im Jahr 2005 noch rund 15 Millionen Urlauber das Land besuchten, waren es 2025 bereits etwa 43 Millionen Touristen Mit Einnahmen von knapp 24 Milliarden Euro zählt der Tourismus zu den wichtigsten Wirtschaftszweigen des Landes. Doch der Erfolg hat auch seine Schattenseiten.
Vor allem beliebte Urlaubsziele wie Mykonos, Santorini, Korfu oder Kreta leiden zunehmend unter den Folgen des Massentourismus.Überfüllte Ferienanlagen, Tavernen und Geschäfte prägen in der Hochsaison vielerorts das Bild. Für die Einheimischen bedeutet dies häufig erhebliche Einschränkungen im Alltag. Gleichzeitig geraten Natur und Landschaft immer stärker unter Druck.
Besonders deutlich wird die Situation auf Santorini. Laufen an einem einzigen Tag drei Kreuzfahrtschiffe in die Bucht ein, strömen tausende Besucher gleichzeitig in die Inselhauptstadt Thira. Die engen Gassen sind dann oft kaum noch passierbar. Auch auf Mykonos nimmt die Belastung weiter zu: Allein in diesem Jahr werden dort 768 Kreuzfahrtschiffe mit rund 1,5 Millionen Passagieren erwartet.
Lange Zeit verlief die touristische Entwicklung nahezu unkontrolliert. Immer neue Hotelanlagen entstanden, häufig auf Kosten wertvoller Naturräume. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, hat die griechische Regierung nun einen neuen Raumordnungsplan verabschiedet. Künftig sollen Hotelneubauten auf maximal 100 Betten begrenzt werden. Ziel ist es, die weitere Zerstörung der Landschaft einzudämmen und den Tourismus nachhaltiger zu gestalten.
Ob diese Maßnahmen ausreichen, um die Balance zwischen wirtschaftlichem Nutzen und dem Schutz von Natur und Lebensqualität wiederherzustellen, bleibt jedoch abzuwarten.
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Datum: 29.06.2026 - 11:00 Uhr
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