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Kirschenernte 2026 voraussichtlich 13,5 %über dem Zehnjahresdurschnitt

ID: 2259029

(ots) -
- Voraussichtlich 13,5 % mehr Kirschen als im Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre und 8,5 %über dem guten Erntejahr 2025
- Erwartete Süßkirschenernte übertrifft Zehnjahresdurchschnitt um 20,5 %
- Erwartete Sauerkirschenernte bedingt durch rückläufige Anbauflächen 6,8 % unter dem Zehnjahresdurchschnitt

Die deutschen Obstbaubetriebe erwarten in diesem Sommer eine höhere Kirschenernte als im Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach einer ersten Ernteschätzung zum Stichtag 10. Juni 2026 mitteilt, gehen die Betriebe für das Jahr 2026 von einer Gesamterntemenge für Süß- und Sauerkirschen von rund 51100 Tonnen aus. Damit wird die Kirschenernte voraussichtlich um 8,5 % höher ausfallen als im ertragreichen Vorjahr (47 100 Tonnen) sowie um 13,5 % über dem Durchschnitt der Jahre 2016 bis 2025 (45 200 Tonnen) liegen.

Erwartete Süßkirschenernte voraussichtlich 20,5 % über dem Zehnjahresdurchschnitt

Die bundesweite Süßkirschenernte wird 2026 nach ersten Schätzungen mit rund 40 300 Tonnen voraussichtlich 20,5 % über dem Durchschnitt der vergangen zehn Jahre liegen. Im Vergleich zur überdurchschnittlich guten Süßkirschenernte des Vorjahres erwarten die Baumobstbetriebe 2026 eine noch höhere Erntemenge (+8,2 %). Bezogen auf die Anbaufläche von rund 5 600 Hektar ergibt sich ein erwarteter Durchschnittsertrag von rund 7,1 Tonnen je Hektar. Damit wird das durchschnittliche Ertragsniveau der letzten zehn Jahre von 5,8 Tonnen je Hektar um rund 23,9 % übertroffen.

In Baden-Württemberg, dem bedeutendsten Bundesland für den Süßkirschenanbau, werden dieses Jahr auf einer Anbaufläche von 2 600 Hektar voraussichtlich 19 200 Tonnen Süßkirschen (+9,2 % zum Vorjahr) geerntet. Die Obstbaubetriebe in Niedersachsen erwarten auf einer Anbaufläche von 500 Hektar eine Süßkirschenernte von voraussichtlich 5 100 Tonnen (+2,0 % zum Vorjahr). In Rheinland-Pfalz wird auf einer Anbaufläche von 660 Hektar eine Süßkirschenernte von rund 3 800 Tonnen (+2,4 % zum Vorjahr) erwartet.





Sauerkirschenernte voraussichtlich 9,6 % höher als im Vorjahr

Nach ersten Schätzungen beläuft sich die bundesweite Sauerkirschenernte im Jahr 2026 auf rund 10 800 Tonnen bei einer Anbaufläche von etwa 1 500 Hektar. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem Anstieg von 9,6 %. Im Vergleich zum Durchschnitt der vergangen zehn Jahre fällt die diesjährige Sauerkirschenernte voraussichtlich um 6,8 % geringer aus. Dieser Rückgang hängt damit zusammen, dass die Anbaufläche für Sauerkirschen seit 2016 um rund 25,2 % gesunken ist. Ungeachtet dieser Flächenentwicklung fällt die diesjährige Ertragsleistung voraussichtlich überdurchschnittlich gut aus: Mit einer Ertragserwartung von 7,1 Tonnen je Hektar wird der Durschnitt der vergangen zehn Jahre von 6,5 Tonnen je Hektar um rund 9,8 % übertroffen.

Das bedeutendste Bundesland für den Anbau von Sauerkirschen ist Rheinland-Pfalz mit einer erwarteten Erntemenge von 3 100 Tonnen (+17,8 % zum Vorjahr) auf einer Anbaufläche von rund 450 Hektar. Es folgen Baden-Württemberg mit 2 700 Tonnen (+52,7 % zum Vorjahr) auf rund 240 Hektar Anbaufläche sowie Thüringen mit 1600 Tonnen (-14,9 % zum Vorjahr) auf etwa 160 Hektar.

Methodische Hinweise:

Für die Ernteschätzung der wichtigsten Baumobstarten berichten die Ernte- und Betriebsberichterstatterinnen und -erstatter zu verschiedenen Zeitpunkten über die erwarteten beziehungsweise erzielten Erntemengen und Hektarerträge von Äpfeln, Birnen, Pflaumen/Zwetschen, Mirabellen/Renekloden sowie Süß- und Sauerkirschen. Zwischen den Schätzungen in den Monaten Juni, Juli, August und November kann es etwa aufgrund von Witterungsbedingungen, Krankheiten oder Schädlingen noch zu erheblichen Änderungen kommen.

Die letzte Schätzung der Kirschenernte erfolgt im August, die letzte Schätzung der anderen Baumobstarten im November.

Die Flächenangaben basieren auf der zuletzt 2022 durchgeführten Baumobstanbauerhebung und werden in einzelnen Ländern aktualisiert. Aufgrund der Darstellung gerundeter Werte können Differenzen zwischen der Addition von Einzelwerten und der entsprechenden Summe entstehen.

Weitere Informationen:

Detaillierte Ergebnisse zum Baumobst sind in der Datenbank GENESIS-Online (Tabellen 41243) sowie auf der Themenseite"Obst, Gemüse und Gartenbau"im Internetangebot des Statistischen Bundesamtes verfügbar.

Diese Pressemitteilung ist, gegebenenfalls ergänzt mit weiteren Informationen und Verlinkungen zum Thema, veröffentlicht unter www.destatis.de/pressemitteilungen.

Weitere Auskünfte:
Baumobstanbau und -ernte
Telefon: +49 611 75 8660
www.destatis.de/kontakt

Pressekontakt:

Statistisches Bundesamt
Pressestelle
www.destatis.de/kontakt
Telefon: +49 611-75 34 44


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Datum: 29.06.2026 - 08:00 Uhr
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