Stabiles Wachstum in herausfordernden Zeiten: KRAVAG setzt auf Branchennähe und Prävention

(ots) - Geopolitische Spannungen und wirtschaftliche Herausforderungen prägten das vergangene sowie die ersten Monate des laufenden Jahres. Mit einem Plus bei den Beitragseinnahmen von 3,8 Prozent in den ersten fünf Monaten 2026 konnten die KRAVAG-Gesellschaften ein stabiles Wachstum verzeichnen.
Selten waren die Rahmenbedingungen für den Transport- und Logistiksektor so herausfordernd wie jetzt: Konflikte und Kriege im Iran sowie in der Ukraine, US-Handelszölle, Künstliche Intelligenz, steigende Energiekosten."Die Branche operiert in einemäußerst anspruchsvollen Umfeld. Das spüren wir in unserem täglichen Geschäft", betont Nils Reich, Vorstandsvorsitzender der KRAVAG-Gesellschaften, bei der Delegiertenversammlung in Heidelberg."Vor diesem Hintergrund freue ich mich umso mehrüber den positiven Geschäftsverlauf."Die gebuchten Bruttobeiträge der KRAVAG-LOGISTIC stiegen in den ersten fünf Monaten 2026 auf 614 Millionen Euro. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verzeichnet der Spezialversicherer damit ein Plus von 4,8 Prozent. Ebenfalls positiv fiel das Wachstum der Beiträge bei der KRAVAG-ALLGEMEINE aus. Die Einnahmen stiegenin der Zeit von Januar bis einschließlich Mai um 19 Millionen Euro, ein Plus von 2,9 Prozent.
"Die KRAVAG ist nicht irgendein Versicherer, der von außen draufschaut. Wir sind Teil der Transport- und Logistikbranche", so Nils Reich."Fast jede zweite Sattelzugmaschine im deutschen Güterverkehr fährt mit uns. Das ist ein echter Vertrauensbeweis in uns als Versicherer."
KRAVAG-Gesellschaften: 2025 Deutliches Plus bei den Beitragseinnahmen
Mit einem deutlichen Wachstum der Beitragseinnahmen setzten die KRAVAG-Gesellschaften ihren erfolgreichen Kurs im Geschäftsjahr 2025 fort: Die Einnahmen stiegen um 9,2 Prozent auf knapp 2 Milliarden Euro. In einem herausfordernden Marktumfeld mit steigenden Kosten und sinkenden Margen konnte die KRAVAG somit ihre finanzielle Stärke weiter ausbauen und ihre Position für die Zukunft nachhaltig festigen.
KRAVAG-LOGISTIC: Positive Bilanz trotz steigender Kosten
Deutlich gestiegene Preise für Ersatzteile und Reparaturen - dieses Thema beschäftigt Transportunternehmen und Versicherer bereits seit geraumer Zeit. Auch im Geschäftsjahr 2025 sorgte der Anstieg der Werkstattkosten für höhere Schadenaufwendungen. Diese beliefen sich auf 892,6 Millionen Euro und lagen damit um3,8 Prozent über dem Vorjahreswert. Gleichzeitig konnte die KRAVAG-LOGISTIC ihre gebuchten Bruttobeiträge über alle Sparten hinweg auf 1.136,2 Millionen Euro steigern, was einem Wachstum von 6,5 Prozent entspricht. Trotz der gestiegenen Schadenkosten verbesserte sich somit auch die CombinedRatio von 96,8 auf 94,9 Prozent. Unter dem Strich erwirtschaftete das Unternehmen ein positives Ergebnis von 28,5 Millionen Euro. Der beitragsstärkste Zweig der KRAVAG-LOGISTIC bleibt nach wie vor die Kraftfahrtversicherung mit 78 Prozent des Gesamtgeschäftes.
KRAVAG-ALLGEMEINE: Wachstum bei Beiträgen und stabile Schadenentwicklung
Die KRAVAG-ALLGEMEINE konnte im Jahr 2025 ihr Beitragsvolumen deutlich steigern. Mit gebuchten Bruttobeiträgen von 836,2 Millionen Euro übertraf der Kfz-Versicherer den Vorjahreswert (738,3 Millionen Euro) um 13,3 Prozent. Auf der Schadenseite zeigte sich eine leicht rückläufige Entwicklung. Die Aufwendungen für Versicherungsfälle sanken von 658,7 Millionen Euro auf 636,2 Millionen Euro. Vor diesem Hintergrund verbesserte sich auch die Combined Ratio und erreichte einen Wert von 90,5 Prozent. Der Jahresüberschuss belief sich auf 9,9 Millionen Euro und lag, bedingt durch Schwankungsrückstellungen, leicht unter dem Vorjahresergebnis von 12,7 Millionen Euro. Die Anzahl der Kfz-Haftpflichtverträge ging im Jahresverlauf von 1.479.586 auf 1.436.727 zurück.
Phantomfrachtführer: Schadenprävention im Fokus
Neben den schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sieht sich die Transport- und Logistikbranche immer stärker mit einer weiteren Herausforderung konfrontiert: Sogenannte"Phantomfrachtführer", auch"Fake Carrier"genannt, entwenden professionell und in einem internationalen Netzwerk organisiert wertvolle Ware."Phantomfrachtführer haben sich in den vergangenen Jahren von einem eher selten auftretenden Einzelfall zu einem der bedeutendsten Betrugsrisiken im Straßengüterverkehr entwickelt", erklärt Anja Ludwig, Leiterin KRAVAG KompetenzCenter Logistik und Mobilität."Sowohl die Anzahl der Schadensfälle als auch die daraus resultierenden Schadensummen steigen spürbar an. Jeden dritten Tag verschwindet in Deutschland eine komplette Lkw-Ladung."In Zusammenarbeit mit der KRAVAG und den Straßenverkehrsgenossenschaften entwickelt die SVG-Akademie, Partner der Straßenverkehrsgenossenschaften für digitale Weiterbildungen und E-Learnings, derzeit eine Onlineschulung. Das Angebot wird gezielt auf Disponenten sowie weitere Mitarbeitende in Speditionen und Transportunternehmen zugeschnitten sein und sie dabei unterstützen, Phantomfrachtführer frühzeitig zu erkennen.
KUSS: Elektrifizierung bringt neue Herausforderungen mit sich
Mit der KRAVAG Umweltschutz und Sicherheitstechnik GmbH (KUSS) bietet der Hamburger Spezialversicherer seit mehr als 35 Jahren spezielle Services bei Individual-, Groß- und Komplexschäden an. Besonders Mineralöl- und Gefahrgutspeditionen vertrauen der KUSS als spezialisiertem Partner für schnelles Schadenmanagement. Im Jahr 2025 wurden rund 5.000 Aufträge von der KUSS bearbeitet, darunter etwa 910 Notfälle und Akutschäden, bei denen schnelleHilfe unmittelbar nach dem Schadenereignis erforderlich war.
Neben Schäden, die während eines Transports entstehen können, gehören Pannen und Unfälle zu den größten möglichen Risiken im Straßengüterverkehr. Der Service LKW bergen + abschleppen ist daher ebenfalls Teil des Komplettpaketes der KUSS. Rund 340-mal wurde die für viele KRAVAG-Kunden kostenlose Dienstleistung im Jahr 2025 in Anspruch genommen. Eine neue Herausforderung stellt dabei das Bergen von E-Lkw dar. Werden bei einem Unfall Akkus beschädigt, können die Bergungskosten deutlich höher als bei einem Diesel-Lkw sein. Der Grund: Für die Bergung eines Elektrofahrzeugs gibt es andere Sicherheitsvorschriften und Herstellervorgaben, unter anderem darf die Arbeit nur von fachkundigen Betrieben übernommen werden."Doch darauf sind wir eingestellt", sagt Oliver Morgenstern, Geschäftsführer der KUSS."Momentan machen E-Lkw noch nicht die große Masse der Transportfahrzeuge aus. Doch die Zulassungszahlen steigen stetig."
Ein Foto von Dr. Nils Reich finden Sie hier (https://www.kravag.de/ueber-uns/vorstaende-aufsichtsratsvorsitzende).
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Datum: 25.06.2026 - 14:30 Uhr
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