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SaxoCell Conference 2026: Von der Forschung zur Anwendung–neue Impulse für Zell- und Gentherapien

ID: 2258560

Dresden, Juni 2026–Die SaxoCell Conference 2026 brachte erstmals führende Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Klinik, Industrie und Politik zusammen, um die Zukunft der Zell- und Gentherapie zu gestalten. Unter dem Leitthema„From Lab to Life“stand insbesondere die Frage im Mittelpunkt, wie innovative Therapien schneller, sicherer und kosteneffizienter den Weg in die klinische Anwendung finden [1]


(IINews) - Dresden, Juni 2026– Die SaxoCell Conference 2026 brachte erstmals führende Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Klinik, Industrie und Politik zusammen, um die Zukunft der Zell- und Gentherapie zu gestalten. Unter dem Leitthema „From Lab to Life“ stand insbesondere die Frage im Mittelpunkt, wieinnovative Therapien schneller, sicherer und kosteneffizienter den Weg in die klinische Anwendung finden [1]

SaxoCell ist ein vom BMBF gefördertes Innovationscluster in Sachsen, das führende Akteure aus Forschung, Klinik und Industrie zusammenbringt, um neue Zell- und Gentherapien zu entwickeln.

Ziel ist es, sogenannte„Living Drugs“ schneller vom Labor in die klinische Anwendung zu überführen und langfristig für Patientinnen und Patienten zugänglich und bezahlbar zu machen. [2]

Die Konferenz zeigte eindrucksvoll, dass die Entwicklung sogenannter„Living Drugs“ zunehmend einen integrativen Ansatz erfordert: Neben wissenschaftlichen Durchbrüchen spielen regulatorische Strategien, skalierbare Produktionsprozesse und neue Plattformtechnologien eine entscheidende Rolle. So wurde deutlich, dass frühzeitige regulatorische Planung ein zentraler Erfolgsfaktor für die klinische Translation ist.

CAR T Zelltherapien jetzt auch bei Autoimmunerkrankungen erfolgreich
Im Bereich der klinischen Innovationen sorgten insbesondere Fortschritte bei CAR T-Zelltherapien für Aufmerksamkeit. Neue Daten belegen, dass diese Therapien nicht nur in der Onkologie, sondern auch bei Autoimmunerkrankungen langfristige, therapiefreie Remissionen ermöglichen können und damit einen Paradigmenwechsel in Richtung potenziell kurativer Ansätze markieren.
Führend sind hier die Universitäten in Erlangen und Magdeburg. Prof. Dimitrios Mougiakakos, aus Magdeburg und Prof. Fabian Müller aus Erlangen, stellten die Ergebnisse vor. [3]

Regenerative Medizin: Zelltherapien bei Makula Degeneration
Weitere Impulse kamen aus der regenerativen Medizin: Prof Mike Karl vom Center für regenerative Therapien in Dresden, zeigte neue präklinische Modelle auf Basis humaner Organoide auf. Diese eröffnen realitätsnähere Testsysteme und ermöglichen erstmals die gezielte Entwicklung personalisierter Zelltherapien, etwa zur Wiederherstellung der Sehkraft bei retinalenErkrankungen. [4]





Stammzellbanking: Perinatale Zellen auf dem Weg zur klinischen Anwendung
Auf dem Weg zur Anwendung eingefrorener perinataler Stammzellen, berichtete Tomasz Baran, der medizinische Vorstand der FamiCord AG, von einem grundlegenden Wandel im Bereich des Stammzellbankings. Unter dem Konzept„Cord Blood Banking 2.0“ entwickelt sich die Einlagerung perinataler Stammzellen aus Nabelschnurblut, Nabelschnurgewebe und Plazentagewebe, zunehmend zu einer vielseitigen Plattform für die Entwicklung von Advanced Therapy Medicinal Products (ATMPs). Perinatale Zellen zeichnen sich durch ihre hohe biologische Potenz und Plastizität aus und bieten damit ideale Voraussetzungen für innovative Therapieansätze.

Baran zeigte, dass moderne Technologien zur Zellvermehrung inzwischen eine bis zu 50 fache Expansion ermöglichen und damit eine zentrale Limitation klassischer Anwendungen überwinden. Gleichzeitig erweitern sich die klinischen Einsatzgebiete deutlich über traditionelle hämatologische Indikationen hinaus. Anwendungen in der regenerativen Medizin – etwa bei neurologischen Erkrankungen wie Zerebralparese – verdeutlichen das wachsende Potenzial dieser Plattform. [5]

Mit ihrer Kombination aus globaler Infrastruktur, integrierter ATMP Produktion und klinischer Erfahrung positionieren sich Stammzellbanken zunehmend als Schlüsselinfrastruktur für die industrielle Entwicklung personalisierter Therapien. Die Ergebnisse der Konferenz machen deutlich, dass zukünftige Innovationen nicht nur aus einzelnen wissenschaftlichen Durchbrüchen entstehen, sondern vor allem aus der intelligenten Verknüpfung von Forschung, Regulierung und Produktion.

Die SaxoCell Conference 2026 unterstreicht damit die Rolle des Innovationsclusters als zentralen Treiber für die Entwicklung und Implementierung von Zell- und Gentherapien in Deutschland – mit dem klaren Ziel, diese Therapien langfristig für eine breite Patientengruppe zugänglich zu machen.


Quellen:
1.Saxocell conference 2026: SaxoCell Conference– Saxocell
2.SaxocellHome– Saxocell
3.Weltweit erste CAR-T-Zell-Therapie bei einem Kind mit Lupus - Uniklinikum Erlangen
4.Karl— Center for Regenerative Therapies Dresden (CRTD) — TU Dresden
5.Finch Edmondson M, Paton MCB, Webb A, Ashrafi MR, Blatch Williams RK, Cox CS Jr, et?al.
Cord Blood Treatment for Children With Cerebral Palsy: Individual Participant Data Meta-Analysis. Pediatrics. 2025;155(5):e2024068999.


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Über Vita34: Vita 34 ist eine Marke der FamiCord AG. Die FamiCord AG ist ein 1997 gegründetes Unternehmen mit Hauptsitz in Leipzig und ist nicht nur die führende Stammzellenbank Europas, sondern auch die drittgrößte weltweit. Angetrieben durch den Leitgedanken, allen Menschen eine gesündere Zukunft zu ermöglichen, erbringt die FamiCord AG als Full-Service-Anbieter mit weltweit rund 800 Mitarbeiter:innen alle Leistungen rund um die Gesundheitsvorsorge mit Nabelschnurblut und Nabelschnurgewebe.



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Datum: 24.06.2026 - 15:16 Uhr
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Freigabedatum: 24.06.2026

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