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Pfingsten darf sich nicht wiederholen: DLRG warnt vor tödlichen Badeunfällen in der Hitzewelle

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(ots) - Angesichts der aktuellen Hitzewelle ruft die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) eindringlich zu Umsicht beim Baden und Schwimmen auf. Mit Blick auf die jüngste Unfallbilanz mahnt die Organisation für Wasserrettung, Gefahren nicht zu unterschätzen.

Am letzten sommerlichen Wochenende zu Pfingsten kamen von Samstag bis Montag deutschlandweit mindestens elf Menschen bei Badeunfällen ums Leben. Zwei weitere verunfallte Kinder konnten Retter noch reanimieren. Im weiteren Wochenverlauf verzeichnete die DLRG sieben zusätzliche tödliche Badeunfälle. Besonders auffällig: Nur eine der 18 verstorbenen Personen war weiblich; zwei von drei Opfern waren Männer zwischen 20 und 40 Jahren.

"Diese Zahlen sind alarmierend - und sie dürfen sich in den kommenden heißen Tagen nicht wiederholen", sagt DLRG Präsidentin Ute Vogt."Wir sehen immer wieder, dass gerade Männer ihre Fähigkeiten überschätzen und Risiken eingehen, die vermeidbar wären."

Erhöhte Unfallgefahr an heißen Tagen

Mit steigenden Temperaturen und wachsendem Andrang an Gewässern erhöht sich auch die Unfallgefahr erheblich. In Schwimmbädern sowie an Seen, Flüssen und Küsten ist in den kommenden Tagen vermehrt mit Notfällen zu rechnen. Hitze, Übermut und Selbstüberschätzung - oft auch in Verbindung mit Alkohol - bilden eine gefährliche Mischung.

Nach Auswertung der jüngsten Badeunfälle zeigt sich ein bekanntes Muster: Sprünge in trübe oder fließende Gewässer, Schwimmen in Flüssen mit Strömung, das Überschätzen der eigenen Ausdauer, mangelndes Schwimmvermögen sowie gesundheitliche Probleme im kühlen Wasser führen immer wieder zu lebensbedrohlichen Situationen.

"Es sind oft keine spektakulären Situationen, sondern folgenschwere Fehlentscheidungen. Ein falscher Sprung, eine überschätzte Strecke - und aus unbeschwerter Freizeit wird tödlicher Leichtsinn", erklärt Vogt und appelliert:"Lernen wir aus Pfingsten."




Regeln für einen sicheren Badespaß

Die DLRG appelliert eindringlich, einfache Grundregeln einzuhalten:


- Nur an bewachten Badestellen ins Wasser gehen
- Nieüberhitzt ins Wasser springen - vorher abkühlen
- Nicht unter Alkohol- oder Drogeneinfluss schwimmen
- Strömungen und unbekannte Gewässer meiden
- Eigene Leistungsgrenzen realistisch einschätzen
- Kinder immer beaufsichtigen
- Beim Paddeln, Surfen oder Bootfahren eine Schwimmweste tragen

Kampagne unterstreicht Verantwortung der Eltern

Wie schnell es zum Unfall kommen kann, haben Marlene und Leo im vergangenen Sommer erlebt. Das damals elfjährige Mädchen und der zwölfjährige Junge aus Nordheim (Kreis Heilbronn) standen auf dem Ein-Meter-Brett, als sich ein vierjähriger Junge an ihnen vorbeidrängelte. Er sprang, tauchte jedoch nicht wieder auf, sondern sank zum Boden des knapp vier Meter tiefen Beckens. Die beiden DLRG Juniorretter handelten ohne zu zögern und retteten dem Kind das Leben.

Immer wieder verunglücken Kinder, die noch nicht sicher schwimmen können - häufig in Momenten kurzer Unachtsamkeit. Mit ihrer Kampagne"Du bist die Aufsicht!"erinnert die DLRG auch in diesem Sommer Eltern und Begleitpersonen an ihre Verantwortung. Ute Vogt betont:"Auch Schwimmflügel oder die Anwesenheit einer Badeaufsicht ersetzen niemals die eigene Aufmerksamkeit."

Sicherheitstipps für Eltern und Aufsichtspersonen gibt es unter: dlrg.de

Über die DLRG

Die DLRG als private Wasserrettungsorganisation hat es sich zur Aufgabe gemacht, Menschen vor dem Ertrinken zu bewahren. Hierfür klären ihre ehrenamtlich Aktiven über Wassergefahren auf, bringen Menschen das Schwimmen bei und bilden sie im Rettungsschwimmen aus. Zudem wachen über 50.000 Rettungsschwimmerinnen und Rettungsschwimmer jährlich 2,6 Millionen Stunden über die Sicherheit von Badegästen und Wassersportlern. Sie engagieren sich darüber hinaus in der örtlichen Gefahrenabwehr und bilden Einheiten der rund 80 DLRG Wasserrettungszüge für den Bevölkerungs- und Katastrophenschutz. Die DLRG zählt derzeit über 640.000 Mitglieder. Mehr als 1,3 Millionen Förderinnen und Förderer unterstützen die lebensrettende Arbeit mit Spenden. Schirmherr ist Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier.

Pressekontakt:

Martin Holzhause
Leiter DLRG Pressestelle
Telefon: 05723 955 442
Mobil: 0162 175 12 04
E-Mail: presse(at)dlrg.de


Original-Contentvon: DLRG - Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft,übermittelt durch news aktuell


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Datum: 18.06.2026 - 07:13 Uhr
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