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Unternehmen investieren Milliarden in Weiterbildung - warum trotzdem oft wenig hängen bleibt

ID: 2256709

Die Schulung ist absolviert, der Nachweis liegt vor - und im Arbeitsalltagändert sich trotzdem nichts. Warum viele Weiterbildungen ihr eigentliches Ziel verfehlen.


(IINews) - Unternehmen investieren jedes Jahr Milliarden in Weiterbildung.

Mitarbeitende besuchen Schulungen, absolvieren E-Learnings und sammeln Zertifikate. Personalabteilungen dokumentieren Trainingsstunden, Auditoren prüfen Nachweise und Führungskräfte freuen sich über hohe Teilnahmequoten.

Trotzdem bleibt eine entscheidende Frage häufig unbeantwortet:

Kann die Person nach der Weiterbildung tatsächlich mehr als vorher?

Genau an dieser Frage scheitern viele Weiterbildungsmaßnahmen.

Denn Anwesenheit ist keine Kompetenz und ein Zertifikat ist noch kein Können.

Wir haben das Problem schon lange vor unserer Gründung beobachtet

Bevor wirl.i.d.gegründet haben, waren wir viele Jahre in der beruflichen Bildung tätig.

Wir haben u.a. Auszubildende begleitet, angehende Erzieherinnen und Erzieher unterrichtet, Betriebswirte auf Prüfungen vorbereitet und junge Menschen auf ihrem Weg ins Berufsleben unterstützt.

Dabei haben wir etwas erlebt, das viele Lehrkräfte, Trainer und Führungskräfte kennen:

Menschen lernen nicht automatisch, nur weil ihnen etwas erklärt wird.

Die besten Unterrichtseinheiten waren selten diejenigen mit den schönsten Präsentationen oder den meisten Informationen. _Die größte Wirkung entstand dort, wo Menschen selbst aktiv wurden, Dinge ausprobierten, Fehler machten, reflektierten und das Gelernte anwenden mussten._

Gleichzeitig haben wir erlebt, wie oft gute Ideen in bestehenden Strukturen verloren gingen.

Wer Bildungseinrichtungen kennt, weiß: Nicht jede Entscheidung wird danach getroffen, was für Lernende am besten wäre. Häufig spielen organisatorische Vorgaben, Zuständigkeiten und gewachsene Strukturen eine größere Rolle als die Frage, wie Lernen tatsächlich gelingt.





Irgendwann stellten wir uns deshalb eine einfache Frage:

Wenn wir wissen, wie Lernen funktioniert - warum machen wir es dann nicht konsequent so?

Unternehmen kämpfen mit dem gleichen Problem

Nach unserem Wechsel in die Unternehmenswelt wurde schnell deutlich:

Die Herausforderungen in Unternehmen sind erstaunlichähnlich. In Unternehmen wird Weiterbildung häufig über Kennzahlen gesteuert, die wenig über tatsächlichen Kompetenzaufbau aussagen.

Es wird gemessen:

* Wer teilgenommen hat.
* Wie viele Stunden absolviert wurden.
* Ob ein Nachweis vorliegt.

Deutlich seltener wird gemessen:

* Ob sich Verhalten verändert hat.
* Ob Prozesse sicherer laufen.
* Ob Mitarbeitende selbstständiger handeln.
* Ob Fehler reduziert wurden.
* Ob Wissen tatsächlich angewendet wird.

Dabei liegt genau dort der eigentliche Wert von Weiterbildung.

Ein Mitarbeitender wird nicht produktiver, weil er ein E-Learning abgeschlossen hat. Er wird produktiver, wenn er das Gelernte in seinem Arbeitsalltag sicher anwenden kann.

Wissen allein verändert keine Organisation

Die größte Fehlannahme vieler Weiterbildungsmaßnahmen lautet:

Mehr Wissen führt automatisch zu mehr Kompetenz. Doch Kompetenz entsteht nicht durch Konsum. Kompetenz entsteht durch Anwendung.

Jeder kennt dieses Phänomen aus dem Alltag.

* Wer zehn Videosüber das Fahrradfahren schaut, kann anschließend trotzdem nicht Fahrrad fahren.
* Wer eine Schulungüber Feedback besucht, führt noch lange keine besseren Mitarbeitergespräche.
* Wer ein Handbuch gelesen hat, beherrscht noch nicht automatisch den dazugehörigen Prozess.

Trotzdem werden viele Weiterbildungsmaßnahmen noch immer so konzipiert, als würde die reine Vermittlung von Informationen ausreichen.

Weiterbildung muss Probleme lösen

Aus dieserÜberzeugung heraus haben wirl.i.d.gegründet.

Unser Ziel war es, Weiterbildungsformate zu entwickeln, die einen Unterschied im Arbeitsalltag machen. Das bedeutet manchmal, Standardlösungen bewusst nicht einzusetzen.

Eines unserer ersten Projekte entstand beispielsweise für Führungskräfte mit technischem Hintergrund, die ihre Kommunikation im Arbeitsalltag verbessern wollten. Dafür gab es kein passendes Training"von der Stange".

Also entwickelten wir gemeinsam mit dem Kunden ein individuelles Lernkonzept, das technische Zusammenhänge, Kommunikation und konkrete Anwendungssituationen miteinander verband.

Genau solche Projekte haben unsereÜberzeugung weiter gestärkt:

Weiterbildung funktioniert dann am besten, wenn sie sich an realen Herausforderungen orientiert - nicht an Folienpaketen.

Qualität beginnt nicht mit einem Zertifikat

Weil wir Qualität nicht nur versprechen wollten, haben wir früh damit begonnen, unsere eigenen Prozesse systematisch aufzubauen und zu überprüfen.

Daraus entstanden unter anderem ein zertifiziertes Qualitätsmanagementsystem nach ISO 9001 sowie die internationale Akkreditierung durch Cognia. Beide Verfahren haben uns in unserer Überzeugung bestätigt:

_"Wirksame Weiterbildung braucht Struktur. Vor allem aber braucht sie einen klaren Fokus auf die Menschen, die lernen sollen."- Lea Wurm, Gesellschafterin l.i.d._

Die entscheidende Frage für die Zukunft

Der Fachkräftemangel, die Digitalisierung und der Einsatz von Künstlicher Intelligenz werden den Bedarf an Weiterbildung weiter erhöhen. Gleichzeitig wird es für Unternehmen immer wichtiger, den tatsächlichen Nutzen ihrer Lernmaßnahmen zu hinterfragen.

Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht:

"Wie viele Schulungen haben wir durchgeführt?"

Sondern:

"Was können unsere Mitarbeitenden heute besser als gestern?"

Wer diese Frage beantworten kann, hat Weiterbildung verstanden.

Und wer sie nicht beantworten kann, hat möglicherweise nur Wissen verwaltet.


Themen in diesem Fachartikel:


Unternehmensinformation / Kurzprofil:

Lea Wurm und Tobias Hombach sind die Gründer von l.i.d. (learn. interact. digital.). Das Unternehmen entwickelt digitale Weiterbildungslösungen und Wissensmanagement-Systeme für Unternehmen.

Mehr Informationen unter: learn-interact.digital/leistungen



Leseranfragen:

Zum Schlüchtern 39, 57482 Wenden



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Datum: 11.06.2026 - 12:50 Uhr
Sprache: Deutsch
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