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Holafly Global eSIM Index 2026: Deutschland erreicht Platz 8 weltweit und Platz 5 in Europa, wird aber durch Regulierung und lange Gerätezyklen ausgebremst

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(ots) - Die eSIM gewinnt weltweit an Bedeutung, doch ihre Nutzung ist je nach Markt unterschiedlich einfach. Das zeigt der neue Holafly Global eSIM Index 2026, der 50 Märkte und 171 Mobilfunkanbieter hinsichtlich ihrer eSIM-Reife untersucht. Deutschland erreicht mit 81,6 von 100 Punkten Platz 8 weltweit und Platz 5 in Europa. Der Index wurde von TeleSemana, einer führenden Fachplattform für den Telekommunikationssektor in Lateinamerika, im Auftrag von Holafly erstellt.

Die eSIM ersetzt die klassische SIM-Karte durch einen fest verbauten Chip, der per Software aktiviert wird. Für Nutzer bedeutet das: Mobilfunktarife können digital eingerichtet werden, ohne eine physische Karte einzulegen oder auszutauschen. Wie einfach das in der Praxis funktioniert, hängt jedoch nicht nur von der technischen Verfügbarkeit ab. Entscheidend sind auch Aktivierungsprozesse, regulatorische Vorgaben, Geräteverbreitung und Wettbewerb im Markt.

USA führen das Ranking an, Deutschland liegt knapp hinter Europas Spitze

Mit 90,2 Punkten führen die USA das Ranking an. Dort haben eine hohe Geräteverfügbarkeit, digitalisierte Aktivierungsprozesse und Apples Entscheidung, iPhones in den USA seit 2022 ohne physisches SIM-Fach zu verkaufen, die eSIM-Nutzung deutlich beschleunigt. Dahinter folgt ein enges Spitzenfeld: Estland erreicht mit 83,6 Punkten Platz 2, Großbritannien mit 82,8 Punkten Platz 3. Thailand und Kanada liegen mit jeweils 82,7 Punkten auf den Plätzen 4 und 5.

Deutschland kommt mit 81,6 Punkten auf Platz 8 weltweit. Innerhalb Europas liegen nur Estland, Großbritannien, die Schweiz und Finnland vor Deutschland. Damit zählt Deutschland zu den führenden eSIM-Märkten, zeigt aber zugleich: Technische Verfügbarkeit allein reicht nicht aus, um eine vollständig digitale Nutzung durchzusetzen.

Deutschland: technisch stark, regulatorisch gebremst

Deutschland profitiert von einem wettbewerbsintensiven Mobilfunkmarkt mit vier Netzbetreibern: Deutsche Telekom, Vodafone, O2 Telefónica und 1&1. Die Anbieter haben ihre eSIM-Angebote in den vergangenen Jahren ausgebaut und Aktivierungsprozesse zunehmend digitalisiert. Rund die Hälfte der aktiven Smartphones unterstützt bereits eSIM. Aufgrund seiner Marktgröße gehört Deutschland damit zu den wichtigsten eSIM-Märkten Europas.





Im Alltag bleiben dennoch Hürden. Paragraf 172 des Telekommunikationsgesetzes verbietet die anonyme Nutzung von Mobilfunk. Jede lokal aktivierte eSIM muss daher mit einem geprüften Ausweisdokument verknüpft werden. Hinzu kommt ein Smartphone-Erneuerungszyklus von rund 40 Monaten. Dadurch nutzt ein relevanter Teil derBevölkerung weiterhin Geräte, die eSIM noch nicht oder nicht vollständig unterstützen.

"Der Index zeigt, dass eSIM-Reife nicht allein von technischer Verfügbarkeit abhängt. Entscheidend ist, ob Nutzer einen Tarif schnell, digital und ohne zusätzliche Hürden aktivieren können. Deutschland ist hier bereits weit, hat aber wie viele entwickelte Mobilfunkmärkte noch Reibungspunkte", sagt Chris Hills, VP of Carriers and Network Operations bei Holafly.

Warum eSIM-Reife besonders für Reisende relevant ist

Auf Reisen zeigt sich der praktische Nutzen der eSIM besonders deutlich. Datentarife lassen sich vor der Abreise digital buchen, nach der Landung sind Reisende direkt online. Der Index zeigt jedoch auch, dass digitale Aktivierung nicht in jedem Markt gleich zuverlässig funktioniert. Lokale Registrierungspflichten, technische Vorgaben oder regulatorische Einschränkungen können die Nutzung internationaler Reise-eSIMs erschweren.

In der Türkei, Indien, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Oman werden internationale Reise-eSIM-Anbieter aktiv blockiert. In Russland können internationale eSIMs nach der Einreise bis zu 24 Stunden gedrosselt werden. Für Reisende lohnt sich daher vor der Abreise nicht nur ein Blick auf Preis und Datenvolumen. Sie sollten auch prüfen, ob digitale Aktivierung im Zielland tatsächlich möglich ist.

Über die Methodik

Der Holafly Global eSIM Index 2026 bewertet 50 ausgewählte Märkte anhand eines Punktwerts von 0 bis 100. Die Auswahl der Märkte erfolgte mit dem Ziel, unterschiedliche Regionen, Marktgrößen, Reifegrade und Regulierungssysteme abzubilden. Der Index ist damit kein vollständiges Ranking aller Länder weltweit, sondern ein repräsentativer globaler Querschnitt der eSIM-Landschaft.

Die Gesamtwertung setzt sich aus fünf gewichteten Kategorien zusammen: Marktreife der Anbieter mit 25 Prozent, Aktivierung und Support mit 25 Prozent, regulatorisches Umfeld mit 18 Prozent, Verbreitung und Wettbewerb mit 17 Prozent sowie qualitative Experteneinschätzung mit 15 Prozent. Märkte, in denen internationale Reise-eSIM-Anbieter strukturell blockiert werden, erhalten einen Strafabzug.

Über Holafly

Holafly ist eine globale eSIM-Plattform für Reisende und bietet mobile Konnektivität in mehr als 200 Reisezielen. Das Unternehmen ermöglicht die digitale Aktivierung von mobilen Datentarifen ohne physische SIM-Karte und bietet mehrsprachigen Support rund um die Uhr. Seit 2019 unterstützt Holafly Reisende dabei, unterwegs einfacher online zu bleiben.

Über Telesemana

TeleSemana.com ist die führende redaktionelle Medienplattform für die Telekommunikationsbranche in Lateinamerika. Seit 2003 berichtet das Portal über geschäftliche, regulatorische und technologische Entwicklungen bei Mobilfunk-, Festnetz- und Digitaldienstanbietern in den spanischsprachigen Märkten. Mit Reportern in der gesamten Region veröffentlicht TeleSemana.com täglich Analysen und Sonderberichte und organisiert Branchenveranstaltungen.

Pressekontakt:

holaflygermany(at)finnpartners.com


Original-Contentvon: Holafly,übermittelt durch news aktuell


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Telekommunikation



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