IHK vernetzt Unternehmen mit Spitzenforschung
Wirtschaft meets angewandte KI-Forschung
(PresseBox) - Wie gelingt der Transfer von Künstlicher Intelligenz aus der Forschung in die unternehmerische Praxis? Diese Frage stand im Mittelpunkt der Veranstaltung „Wirtschaft meets angewandte KI-Forschung“, zu der die IHK Heilbronn-Franken am 8. Juni gemeinsam mit den Fraunhofer Heilbronner Forschungs- und Innovationszentren(HNFIZ) eingeladen hatte. Rund 150 Führungskräfte und Unternehmensvertreter kamen in der IHK zusammen, um sich über aktuelle Entwicklungen zu informieren und konkrete Anwendungsfälle kennenzulernen.
„Unser Ziel ist es, Wirtschaft und angewandte Wissenschaft eng miteinander zu verbinden und so Innovationen schneller in die Praxis zu bringen“, betonte Kirsten Hirschmann, Präsidentin der IHK Heilbronn-Franken, in ihrer Begrüßung. Im Zentrum der Veranstaltung standen deshalb auchneben Impulsvorträgen der direkte Austausch und das Erleben von KI-Anwendungen. An zahlreichen Ständen präsentierten die beteiligten Fraunhofer-Institute Demonstratoren und konkrete Praxisbeispiele, teilweise gemeinsam mit Unternehmenspartnern. Die Teilnehmenden nutzten intensiv die Gelegenheit, mit Wissenschaftlern sowie Anwendern ins Gespräch zu kommen und eigene Fragestellungen zu diskutieren.
In seiner Keynote hob Prof. Dr. Wilhelm Bauer (Fraunhofer HNFIZ) die wachsende Bedeutung von KI für die Wettbewerbsfähigkeit hervor: „Künstliche Intelligenz ist mittlerweile in den meisten Unternehmen angekommen und bringt spürbare Fortschritte.“ Er empfahl den Unternehmensvertretern fokussiert bei dem Thema vorzugehen und bis Jahresende ein konkreten Anwendungsfall umzusetzen.
Auch die weiteren Impulse zeigten, dass die KI-Entwicklung rasant voranschreitet. So gehen die Experten davon aus, dass bis 2028 rund ein Drittel der Software agentenbasiert sein wird. Im Bereich KI und Robotik wird bis 2030 ein starkes Wachstum erwartet. Thomas Renner (Fraunhofer) verdeutlichte die Dynamik insbesondere im Maschinen- und Anlagenbau. Durch agentische KI-Systeme könnten Serviceprozesse künftig deutlich stärker automatisiert werden. „Wir sehen hier Potenziale für Self-Service-Quoten von 40 bis 70 Prozent“, so Renner. Gleichzeitig betonte er, dass KI im Innovationsbereich vieler Unternehmen noch unterrepräsentiert sei und hier nachhaltige Wettbewerbsvorteile entstehen könnten.
Einen wichtigen Gegenpol setzte Katharina Hochfeld (Fraunhofer CeRRI), die den Faktor Mensch und Management in den Fokus rückte. Sie machte deutlich, dass Unternehmen aktuell mit einer Vielzahl paralleler Transformationen konfrontiert seien, die stärker ganzheitlich gedacht werden müssten. Auch die wirtschaftlichen Aspekte wurden diskutiert. Zwar gebe es derzeit einen intensiven Wettbewerb unter den großenAnbietern, gleichzeitig steigen die Kosten der Tokens deutlich.
In der abschließenden Gesprächsrunde richtete IHK-Hauptgeschäftsführerin Elke Döring den Blick gezielt auf die Perspektive der Unternehmen: „Für die Betriebe ist entscheidend, welche konkreten Empfehlungen sich ableiten lassen und mit welchen Kosten sie rechnen müssen.“
Beim anschließenden Networking, unter anderem im Rahmen der „Management Journey“, vertieften die Teilnehmenden die Gespräche, knüpften neue Kontakte und nahmen zahlreiche Impulse für die eigene Unternehmenspraxis mit.
Bereitgestellt von Benutzer: PresseBox
Datum: 09.06.2026 - 14:19 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 2256205
Anzahl Zeichen: 0
Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: Andreas Lukesch
Stadt:
Heilbronn
Telefon: +49 (7131) 9677-106
Kategorie:
Bildung & Beruf
Dieser Fachartikel wurde bisher 3 mal aufgerufen.
Der Fachartikel mit dem Titel:
"IHK vernetzt Unternehmen mit Spitzenforschung"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Industrie- und Handelskammer Heilbronn-Franken (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).



