InternetIntelligenz 2.0

kostenlos Pressemitteilungen einstellen | veröffentlichen | verteilen

Pressemitteilungen

 

KI im Arbeitsschutz: Unterstützung statt Ersatz

ID: 2256065

(PresseBox) - Künstliche Intelligenz kann Unternehmen dabei helfen, Gefährdungen schneller zu erkennen, Unterweisungen zu verbessern und Verwaltungsaufwand zu reduzieren. Fachwissen und menschliches Urteilsvermögen bleiben dabei unverzichtbar, betont die Berufsgenossenschaft Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse (BG ETEM).

Künstliche Intelligenz verändert die Arbeitswelt - und damit auch den Arbeitsschutz. Immer mehr Unternehmen prüfen, wie sich digitale Werkzeuge nutzen lassen, um Informationen schneller zu finden, Prozesse zu vereinfachen oder Beschäftigte besser zu schützen.

In großen Unternehmen sind KI-Anwendungen häufig schon im Einsatz. Auch für kleine und mittlere Betriebe eröffnet die Technologie neue Möglichkeiten."Insbesondere wenn es um Bürokratieabbau geht und darum, Unternehmen einen möglichst einen niederschwelligen Zugang zum Arbeitsschutz zu ermöglichen, sehe ich deutliches Potenzial", sagt Dorothee Hübner, Referentin für digitale Transformation bei der BG ETEM.

So können KI-Anwendungen beispielsweise dabei helfen, erste Informationen für Gefährdungsbeurteilungen zusammenzutragen, Unterweisungen verständlicher aufzubereiten oder relevante Präventionsangebote zu identifizieren.

Vertrauen ist gut - Kontrolle bleibt Pflicht

Trotz aller Chancen sollten Unternehmen die Grenzen der Technologie kennen. Sprachmodelle liefern häufig überzeugend formulierte Antworten, sind jedoch nicht immer korrekt. Fachliche Prüfung und menschliches Urteilsvermögen bleiben deshalb unverzichtbar.

"KI ist nicht in der Lage, immer die richtigen Antworten zu liefern. Die Ergebnisse klingen oft professionell, enthalten aber mitunter Fehler", sagt Hübner. Gerade bei sicherheitsrelevanten Fragestellungen könne das problematisch werden.

Besonders deutlich wird dies bei der Auswahl geeigneter Schutzmaßnahmen. Ob ein bestimmter Schutzhandschuh für einen Gefahrstoff geeignet ist oder welche Schutzmaßnahmen auf einer Baustelle erforderlich sind, lässt sich nicht allein auf Basis einer KI-Empfehlung entscheiden."Man muss das Expertenwissen haben, zu beurteilen, ob das Ergebnisüberhaupt Sinn ergibt", betont Hübner.





Problem kennen - dann Werkzeug wählen

Und: Nicht jede Aufgabe profitiert automatisch von künstlicher Intelligenz."Am Anfang muss immer die Frage stehen: Welchen Prozess möchte ich eigentlich automatisieren oder vereinfachen - und was passiert anschließend mit dem Ergebnis?", sagt Hübner. Besonders sinnvoll kann der Einsatz dort sein, wo hoher organisatorischer Aufwand entsteht oder Risiken frühzeitig erkannt werden sollen. Unternehmen sollten sich dabei zunächst auf die größten Gefährdungen und die wichtigsten Handlungsfelder konzentrieren."Wo drückt der Schuh am meisten? Wo liegen die größten Gefahren? Mit diesen Fragen sollten Betriebe starten", empfiehlt Hübner.

Angebote für Mitgliedsbetriebe

Die BG ETEM stellt Mitgliedsunternehmenüber ihr Serviceportal"Meine BG ETEM"bereits maßgeschneiderte Informationen zur Verfügung - mit KI-Unterstützung."Der Algorithmus berücksichtigt unter anderem Betriebsgröße, Branche und Erkenntnisse zum Unfallgeschehen, um passende Angebote vorzuschlagen“, erklärt Hübner. Anschließend schlägt die Anwendung dann etwa passende Seminare oder Medien vor. Die BG ETEM baut das unter https://meine.bgetem.de/login verfügbare Portal sukzessive weiter aus.

Darüber hinaus entwickelt die BG ETEM digitale Assistenten für die Gefährdungsbeurteilung. Ziel ist es, Unternehmen Schritt für Schritt durch den Prozess zu führen und den Dokumentationsaufwand zu reduzieren. Die Grundlage dafür bildet ein besonderer Wissensschatz:"Die Expertinnen und Experten der BG ETEM habenüber Jahrzehnte Gefährdungen, Arbeitsprozesse und passende Schutzmaßnahmen systematisch erfasst. Dieses Fachwissen fließt in unsere Anwendungen ein", sagt Hübner. Letztlich entscheide nicht die Technologie über den Erfolg von KI im Arbeitsschutz, sondern ihr sinnvoller Einsatz:"Menschliche Erfahrung, Fachwissen und KI müssen zusammenspielen."

Podcast zum Thema

Wie Unternehmen KI im Arbeitsschutz sinnvoll einsetzen können, erläutert Dorothee Hübner in der aktuellen Folge von"Ganz sicher", dem Podcast der BG ETEM für Menschen mit Verantwortung. Der Podcast der BG ETEM ist auf der Webseite der BG ETEM unter der Adresse www.bgetem.de/ganzsicher zu finden. Ebenso bei Spotify, YouTube Music, Deezer, RTL+, Pocket Casts sowie Apple Podcasts. Zur Folge"Gewusst wie: KI im Arbeitsschutz"geht es hier.

Die BG ETEM ist die gesetzliche Unfallversicherung für rund vier Millionen Beschäftigte in gut 200.000 Mitgliedsbetrieben. Sie kümmert sich um Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz in den Mitgliedsbetrieben sowie um Rehabilitation und Entschädigung von Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten. Für ihre Mitgliedsunternehmen übernimmt die BG ETEM die Haftung für die gesundheitlichen Folgen von Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten gegenüber den Beschäftigten und stellt diese auch untereinander von der Haftung frei.

Unternehmensinformation / Kurzprofil:

Die BG ETEM ist die gesetzliche Unfallversicherung für rund vier Millionen Beschäftigte in gut 200.000 Mitgliedsbetrieben. Sie kümmert sich um Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz in den Mitgliedsbetrieben sowie um Rehabilitation und Entschädigung von Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten. Für ihre Mitgliedsunternehmenübernimmt die BG ETEM die Haftung für die gesundheitlichen Folgen von Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten gegenüber den Beschäftigten und stellt diese auch untereinander von der Haftung frei.



drucken  als PDF  an Freund senden  Ein Hub für die Zukunft der KI Resilient@Campus: Großer Fördererfolg für die Hochschule Hannover
Bereitgestellt von Benutzer: PresseBox
Datum: 09.06.2026 - 10:10 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 2256065
Anzahl Zeichen: 0

Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: Christian Sprotte
Stadt:

Köln


Telefon: +49 (221) 3778-5521

Kategorie:

Bildung & Beruf



Dieser Fachartikel wurde bisher 4 mal aufgerufen.


Der Fachartikel mit dem Titel:
"KI im Arbeitsschutz: Unterstützung statt Ersatz"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

Berufsgenossenschaft Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

Mitgliedsunternehmen der BG ETEM zahlen weniger ...

Der Vorstand der BG ETEM hat in seiner Sitzung am 13. Mai den Beitragsfuß von 2,80 auf 2,77 gesenkt. Damit sinkt der durchschnittliche Beitrag der Betriebe von 77 auf 76 Cent je 100 Euro von dem Betrieb an die Beschäftigten gezahlter Lohnsumme.„W ...

Fachkräfte halten und Vielfalt nutzen ...

Menschen mit Behinderungen oder gesundheitlichen Einschränkungen bringen Erfahrung, Fachwissen und Perspektiven in Unternehmen ein. Damit Inklusion im Arbeitsalltag gelingt, braucht es passende Rahmenbedingungen, Offenheit und individuelle Lösungen ...

Hektische Vorgesetzte sind gefährlich ...

Bei Arbeiten in der Höhe wird Hektik schnell zur Gefahr. Warum Zeitdruck das Unfallrisiko erhöht und wie Planung, Teamarbeit und bewusstes Tempo für mehr Sicherheit sorgen, zeigt eine neue Folge des Podcasts „Ganz sicher“ der Berufsgenossensch ...

Alle Meldungen von Berufsgenossenschaft Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse



 

Wer ist Online

Alle Mitglieder: 50.299
Registriert Heute: 0
Registriert Gestern: 0
Mitglied(er) online: 0
Gäste Online: 94


Bitte registrieren Sie sich hier. Als angemeldeter Benutzer nutzen Sie den vollen Funktionsumfang dieser Seite.