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Aktuelles Stimmungsbarometer der VR Smart Finanz: Jedes fünfte Kleinunternehmen fürchtet um seine Existenz

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(ots) - Im Umfeld geopolitischer Krisen und Reformstau in Deutschland hat sich die Stimmung bei Kleinunternehmen in den vergangenen Monaten deutlich eingetrübt. Das zeigt das aktuelle Stimmungsbarometer der VR Smart Finanz zusammen mit dem Steinbeis-Institut. Die Investitionen sind zurückgegangen und finanzielle Engpässe unverändert hoch. Insbesondere der Blick in die Zukunft ist von Sorge geprägt: Fast ein Fünftel der Befragten fürchtet um den Bestand des eigenen Unternehmens.

Kleinunternehmerindex geht zurück

War in der Herbstbefragung noch ein leichter Optimismus und eine Belebung der Investitionstätigkeit zu verzeichnen, hat sich das Stimmungsbild im Frühjahr 2026 gedreht. Der Kleinunternehmerindex der VR Smart Finanz zeigt, dass die Befragten ihre wirtschaftliche Situation im Vergleich zu vor 12 Monaten schlechter bewerten als im Oktober 2025. Der Indikator für den 12-Monatsrückblick sinkt leicht um 3 Punkte auf -1. Für die Zukunft sind die Unternehmen nochmal deutlich pessimistischer: Der Zukunftsindikator fällt signifikant um 19 Punkte auf 11 Punkte.

Wirtschaftliche Situation ist angespannt

Auch ihre aktuelle wirtschaftliche Lage beurteilen die Befragten negativer als im Herbst. Nur noch 44 Prozent bewerten diese als gut oder sehr gut. Auch die Umsatz- und Gewinnentwicklung schätzen sie tendenziell schlechter ein. Gleichzeitig bleibt die Liquiditätssituation angespannt: Mehr als die Hälfte der Unternehmen (53 Prozent) berichtet von Liquiditätsengpässen. Der Anteil ist damit seit April 2025 gleichbleibend hoch. Das schwierige Marktumfeld macht sich aber auchin den Zukunftssorgen der Unternehmen bemerkbar. Neben Nachfragerückgängen befürchten die Befragten vor allem Energiekostensteigerungen. Gleichzeitig führen die geopolitischen Krisen zu großer Verunsicherung. Rund drei Viertel der Betriebe äußern Besorgnis über Iran- und Ukrainekrieg sowie die transatlantischen Wirtschaftsbeziehungen.

Investitionstätigkeit wieder gesunken





Diese Entwicklung spiegelt sich auch im Investitionsverhalten der kleinen Unternehmen wider. Trotz unverändert hohem Investitionsbedarf haben nur 47 Prozent der Unternehmen entsprechende Vorhaben wie geplant durchgeführt, 42 Prozent hingegen verschoben oder ganz abgesagt. Gründe dafür sind vor allem fehlendes Eigenkapital, zu hohe Kosten und die unsichere wirtschaftliche Entwicklung. Dennoch wollen die Unternehmen in den nächsten Jahren investieren, dabei setzen sie auch auf Vorhaben, die ihre Zukunftsfähigkeit betreffen. So planen gut drei Viertel der Befragten nicht nur Ausgaben für Geschäftsausstattung, sondern auch für Digitalisierung und Automatisierung. An Relevanz verlieren demgegenüber Investitionen in Nachhaltigkeit und Energieeffizienz. Nur noch knapp 60 Prozent der Kleinunternehmen planen entsprechende Investitionen in den nächsten Jahren.

Knapp ein Fünftel befürchtet Insolvenz

Damit diese Pläne nicht verpuffen und Unternehmen tatsächlich wieder mehr investieren, ist die Politik in der Pflicht. Neben einer verbesserten Nachfrage fordern die Kleinunternehmen vor allem geringere Steuern und Abgaben, konsequenten Bürokratieabbau sowie niedrigere Energiekosten. Die neuen degressiven Abschreibungsregeln haben zwar zu knapp 40 Prozent der Investitionen beigetragen, bleiben aber ein Tropfen auf dem heißen Stein. Ändern sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nicht grundlegend, sieht knapp ein Fünftel der Kleinunternehmen den Fortbestand seines Unternehmens gefährdet.

Alarmsignal für den Wirtschaftsstandort Deutschland

Es wird klar: Die aktuelle Situation der kleinen Unternehmen hierzulande ist ein Alarmsignal.Über 90 Prozent der Unternehmen in Deutschland stellen Kleinunternehmen mit bis 10 Millionen Jahresumsatz. Sie sind damit ein wichtiger Arbeitgeber und tragen wesentlich zu Wertschöpfung und Wachstum bei. Um dieses Unternehmenssegment nachhaltig zu stärken, ist die Politik gefordert, die notwendigen Reformen anzugehen und wieder investitionsfreundliche Bedingungen im Mittelstand und damit Voraussetzungen für mehr Wachstum in Deutschland zu schaffen.

Zur Studie: Das Stimmungsbarometer ist eine regelmäßige Studie, die die VR Smart Finanz seit 2019 gemeinsam mit dem CFin - Research Center For Financial Services der Steinbeis-Hochschule zur Situation und zu den Bedürfnissen von Kleinunternehmen erhebt. Die Befragung fand vom 01. bis 14. April 2026 unter 300 Geschäftskunden, Gewerbekunden, Soloselbständigen sowie Unternehmen aus dem kleineren Mittelstand mit einem Jahresumsatz bis zu sechs Millionen Euro statt.

Weitere Details zur Studie und ihre Ergebnisse gibt es unter https://www.vr-smart-finanz.de/stimmungsbarometer-2026-06.

Pressekontakt:

Annette Spiegel
Leiterin Vermarktung&Kommunikation
Tel. +49 6196 99 4385
annette.spiegel(at)vr-smart-finanz.de


Original-Contentvon: VR Smart Finanz AG,übermittelt durch news aktuell


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Datum: 09.06.2026 - 08:36 Uhr
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