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Stromerzeugung im 1. Quartal 2026 mehrheitlich aus erneuerbaren Quellen

ID: 2255995

(ots) -
- Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien steigt um 13,9 %, konventionelle Stromerzeugung sinkt um 1,8 % gegenüber dem Vorjahresquartal
- Insgesamt 6,0 % mehr Strom ins Netz eingespeist als im Vorjahresquartal
- Stromexporte steigen um 20,4 %, Stromimporte sinken um 15,5 % - Deutschland damit erstmals seit dem 4. Quartal 2023 wieder Netto-Exporteur von Strom

Im 1. Quartal 2026 wurden in Deutschland 126,6 Milliarden Kilowattstunden Strom produziert und in das Stromnetz eingespeist. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach vorläufigen Ergebnissen mitteilt, waren das 6,0 % mehr Strom als im 1. Quartal 2025 (119,5 Milliarden Kilowattstunden). Mehr als die Hälfte des inländisch erzeugten Stroms (53,3 %) stammte aus erneuerbaren Energieträgern. Insgesamt stieg die Stromerzeugung aus erneuerbaren Quellen gegenüber dem Vorjahresquartal um 13,9 % auf 67,5 Milliarden Kilowattstunden. Im 1. Quartal 2025 hatte der Anteil der Stromerzeugung aus erneuerbaren Quellen bei 49,6 % gelegen. Demgegenüber sank die Stromerzeugung aus konventionellen Energieträgern im 1. Quartal 2026 im Vergleich zum Vorjahresquartal um 1,8 % auf 59,1 Milliarden Kilowattstunden und einen Anteil von 46,7 % an der gesamten inländischen Stromproduktion (1. Quartal 2025: 50,4 %).

Mehr Strom aus Windkraft nach außergewöhnlich windarmem Vorjahresquartal

Der Anstieg der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien im 1. Quartal 2026 lag vor allem an einer deutlichen Zunahme der Stromerzeugung aus Windkraft. Im Vergleich zum Vorjahresquartal stieg die Stromproduktion aus Windkraft um 28,8 % auf 42,8 Milliarden Kilowattstunden, wodurch ihr Anteil am gesamten inländisch produzierten und eingespeisten Strom auf 33,8 % stieg (1. Quartal 2025: 27,8 %). Windkraft war damit im 1. Quartal 2026 weiterhin der wichtigste Energieträger in der Stromerzeugung. Im langfristigen Vergleich war die Stromerzeugung aus Windkraft im 1. Quartal 2026 allerdings durchschnittlich, die maßgebliche Ursache für den deutlichen Anstieg im Vorjahresvergleich war ein außergewöhnlich windarmes 1. Quartal 2025.





Im Gegensatz zur Windenergie sank die Stromerzeugung aus Photovoltaik im Vergleich zum Vorjahresquartal um 7,4 % auf 10,3 Milliarden Kilowattstunden. Damit sank ihr Anteil am gesamten Strommix auf 8,1 % (1. Quartal 2025: 9,3 %).

Weniger Strom aus Kohle, mehr aus Erdgas

Bei den konventionellen Energien sank die Stromerzeugung aus Kohle im 1. Quartal 2026 im Vergleich zum Vorjahresquartal um 5,1 % auf 30,5 Milliarden Kilowattstunden. Damit erreichte Strom aus Kohle einen Anteil von 24,1 % an der gesamten inländischen Stromerzeugung (1. Quartal 2025: 26,9 %) und blieb der zweitwichtigste Energieträger in der Stromerzeugung. Die Stromproduktion aus Erdgas stieg im Vorjahresvergleich um 3,2 % auf 25,4 Milliarden Kilowattstunden. Aufgrund der insgesamt gestiegenen erzeugten und eingespeisten Strommenge sank der Anteil von Erdgas am Strommix dennoch leicht auf 20,0 % (1. Quartal 2025: 20,6 %).

Mehr Stromexporte als -importe

Im 1. Quartal 2026 verzeichnete Deutschland einen Rückgang der Stromimporte um 15,5 % gegenüber dem Vorjahresquartal. Insgesamt wurden 16,4 Milliarden Kilowattstunden Strom importiert (1. Quartal 2025: 19,4 Milliarden Kilowattstunden). Die Stromexporte stiegen dagegen deutlich, um 20,4 % auf 19,5 Milliarden Kilowattstunden (1. Quartal 2025: 16,2 Milliarden Kilowattstunden). Mit einem Exportüberschuss von 3,1 Milliarden Kilowattstunden war Deutschland erstmals seit dem 4. Quartal 2023 wieder Nettoexporteur von Strom über ein gesamtes Quartal.

Methodische Hinweise:

In der Statistik werden alle Kraftwerke und Erzeugungsanlagen in Deutschland erfasst, die Strom in das Netz für die allgemeine Versorgung einspeisen. Nicht enthalten ist Strom, der in Industriekraftwerken erzeugt und direkt in den Industriebetrieben wieder verbraucht wird.

Die im Inland erzeugte und ins Netz eingespeiste Strommenge ist nicht gleichzusetzen mit dem Stromverbrauch, da auf dem Weg zu den Verbrauchsstellen sogenannte Netzverluste auftreten sowie der Saldo aus Stromimporten und -exporten zu berücksichtigen ist. Die Daten zu den im- und exportierten Strommengen beziehen sich auf die physischen Mengen an den Grenzübergangspunkten.

Daten zu den Preisen im- und exportierter Strommengen werden in dieser Statistik nicht erfasst.

Weitere Informationen:

Weitere Ergebnisse und lange Zeitreihen sind in der Datenbank GENESIS-Onlineüber die Tabelle stromeinspeisende Anlagen (Tabelle 43312-0001) verfügbar. Weitere methodische Hinweise und Ergebnisse bietet auch die Themenseite"Energieerzeugung"im Internetangebot des Statistischen Bundesamtes.

Diese Pressemitteilung ist, gegebenenfalls ergänzt mit weiteren Informationen und Verlinkungen zum Thema, veröffentlicht unter www.destatis.de/pressemitteilungen.

Weitere Auskünfte:
Energiestatistik
Telefon: +49 611 75 2929
www.destatis.de/kontakt

Pressekontakt:

Statistisches Bundesamt
Pressestelle
www.destatis.de/kontakt
Telefon: +49 611-75 34 44


Original-Contentvon: Statistisches Bundesamt,übermittelt durch news aktuell


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Datum: 09.06.2026 - 08:00 Uhr
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