MaRisk-Risikoanalyse: Seminar zu neuen Anforderungen an Regulatory Compliance und Governance
Die Risikoanalyse zählt zu den zentralen Aufgaben der MaRisk-Compliance und gewinnt durch aktuelle regulatorische Entwicklungen weiter an Bedeutung. Mit dem BRUBEG, der 9. MaRisk-Novelle sowie denüberarbeiteten EBA-Governance-Leitlinien verändern sich die Anforderungen an Aufbau, Dokumentation und Weiterentwicklung von Compliance-Risikoanalysen in Kredit- und Finanzinstituten. Unternehmen stehen vor der Aufgabe, ihre Compliance-Prozesse risikoorientiert auszurichten und zugleich den steigenden Anforderungen an Nachvollziehbarkeit, Governance und Wirksamkeitskontrolle gerecht zu werden.

(IINews) - Neue regulatorische Rahmenbedingungen für die MaRisk-Compliance
Die regulatorischen Anforderungen an die Compliance-Funktion entwickeln sich kontinuierlich weiter. Insbesondere dieÜberführung zentraler Governance- und Kontrollanforderungen in das Kreditwesengesetz sowie die Anpassungen im Rahmen der 9. MaRisk-Novelle führen zu neuen Fragestellungen bei der Ausgestaltung der Risikoanalyse. Darüber hinaus rücken die EBA-Governance-Guidelines Themen wie Compliance-Risiken, Interessenkonflikte und Fit-and-Proper-Anforderungen stärker in den Fokus.
Für Institute bedeutet dies, dass Risikoanalysen nicht mehr ausschließlich als Dokumentationsinstrument verstanden werden können. Vielmehr bilden sie die Grundlage für eine wirksame Steuerung von Compliance-Risiken und die Ableitung angemessener Präventions-, Sicherungs- und Überwachungsmaßnahmen.
Herausforderungen bei Risikoanalyse und Governance
Die Umsetzung regulatorischer Vorgaben erfordert eine systematische Methodik zur Identifikation, Bewertung und Aggregation von Risiken. Gleichzeitig müssen Institute sicherstellen, dass Änderungen revisionssicher dokumentiert und regelmäßig überprüft werden.
Besondere Herausforderungen ergeben sich unter anderem durch:
- die risikoorientierte Ausgestaltung der Compliance-Risikoanalyse,
- die Berücksichtigung neuer Governance-Anforderungen,
- die Einbindung von Auslagerungen, Modellrisiken und ESG-Risiken,
- die Dokumentation vonÄnderungen und Anpassungen,
- die Festlegung geeigneter Aktualisierungs- undÜberprüfungszyklen,
- die Harmonisierung von nationalen und internationalen Regelwerken.
Vor diesem Hintergrund gewinnt der sogenannte Proportionalitätsansatz an Bedeutung. Compliance-Funktionen müssen Verfahren etablieren, die sowohl den regulatorischen Anforderungen entsprechen als auch der Größe, Komplexität und Risikosituation des jeweiligen Instituts angemessen Rechnung tragen.
Inhalte des Seminars
Das Seminar„MaRisk-Compliance III – Risikoanalyse: Regulatory Compliance fit and proper“ behandelt unter anderem folgende Themen:
- gesetzliche Verankerung der Risikoanalyse als Kernaufgabe der MaRisk- und Regulatory-Compliance,
- Anforderungen aus BRUBEG, MaRisk und EBA-Governance,
- Aufbau und Pflege eines Normeninventars,
Risikoidentifikation, Risikobewertung und Risikoaggregation,
- Turnus und Aktualisierung von Risikoanalysen,
MaRisk-Compliance-Life-Cycle von der Risikoanalyse bis zum Reporting,
- Ableitung von Präventions-, Sicherungs- und Überwachungsmaßnahmen,
- Governance-, Eskalations- und Reportingprozesse,
- Dokumentations- und Nachweispflichten im Compliance-Management.
Dabei wird die Verzahnung von Risikoanalyse, Maßnahmensteuerung, Monitoring, Reporting und kontinuierlicher Anpassung im Rahmen eines ganzheitlichen Compliance-Lebenszyklus betrachtet.
Für welche Zielgruppen das Thema relevant ist
Die Anforderungen an die Compliance-Risikoanalyse betreffen zahlreiche Funktionen innerhalb von Finanzinstituten. Relevanz besitzt das Thema insbesondere für Compliance-Officer, Mitarbeitende aus den Bereichen MaRisk-Compliance, Revision, Recht, Governance, Organisation und Beauftragtenwesen. Darüber hinaus richtet sich die Thematik an Projektverantwortliche, Beraterinnen und Berater sowie Prüferinnen und Prüfer, die mit regulatorischen Anforderungen und deren Umsetzung befasst sind.
Referierende mit Praxiserfahrung im Compliance-Umfeld
Tabea Jarocki ist Senior Compliance Officer bei der TARGOBANK AG. Ihre beruflichen Schwerpunkte liegen in den Bereichen MaRisk-Compliance, Governance und Auslagerungsmanagement. Darüber hinaus engagiert sie sich im fachlichen Austausch zu Best Practices und aktuellen Entwicklungen im Compliance-Umfeld.
Markus Müller ist Director Compliance bei der PAYONE GmbH und verantwortet dort die Weiterentwicklung der Compliance-Organisation sowie aufsichtsrechtliche Themen im Umfeld von MaRisk und ZAG. Seine berufliche Erfahrung umfasst insbesondere Regulatory Compliance, Risikoanalysen und Compliance-Governance.
Das Online-Seminar„MaRisk-Compliance III – Risikoanalyse: Regulatory Compliance fit and proper“ findet am 24. November 2026 statt.
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Ansprechpartner: Michael Klug
Datum: 05.06.2026 - 11:00 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 2255552
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Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: Michael Klug
Stadt:
Heidelberg
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Kategorie:
Banken und Versicherungen
Meldungsart: Produktankündigung
Versandart: Veröffentlichung
Freigabedatum: 05.06.2026
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