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Neue Studie zur Wachstumsbranche Tiefkühlwirtschaft / dti feiert 70. Geburtstag

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(ots) - 18 Grad Celsius verbinden weltweit eine Branche, die mit ihrer Technologie und ihren komplexen Lieferketten eine bedeutende Rolle für die Lebensmittelversorgung spielt. Die Tiefkühlwirtschaft als eigener Wirtschaftszweig wird dennoch medial und politisch bisher wenig sichtbar. Die neue Studie"-18 Grad. Die Tiefkühlwirtschaft in Deutschland."will das mit einer systematischen Bestandsaufnahmeändern. Das Branchenporträt wurde vom Deutschen Tiefkühlinstitut e. V. (dti), Spitzenverband der Tiefkühlwirtschaft, bei der AFC Consulting Group in Auftrag gegeben. Es soll dazu beitragen, eine Lücke in der amtlichen Wirtschaftsstatistik zu schließen, die die Tiefkühlwirtschaftbisher nicht als eigenständige Branche erfasst. Das Branchenporträt erscheint im Jubiläumsjahr des Verbands: Am 6. Juni 2026 feiert das dti seinen 70. Geburtstag.

"Die Tiefkühlwirtschaft ist in nahezu jedem Haushalt und in unzähligen Profiküchen präsent. Sie ist ein eigenständiger, investitionsstarker, innovativer Lebensmittelzweig", sagt Simon Morris, dti-Vorstandsvorsitzender."Das Branchenporträt macht sichtbar, wie stark die Tiefkühlwirtschaft heute in Handel, Heimdiensten und der Außer-Haus-Verpflegung vertreten ist - und welchen wichtigen Beitrag sie für Versorgung, Wertschöpfung und Wettbewerbsfähigkeit leistet."

Tiefkühlwirtschaft: einer der größten Zweige der Ernährungsindustrie

Die Studie unterstreicht das wirtschaftliche Gewicht der Tiefkühlwirtschaft und zeigt sie als Wachstumsbranche im Markt. Als eigenständige Branche gehört sie zu den vier größten Zweigen der Ernährungsindustrie und ist wichtiger Partner von Landwirtschaft, Handel und Gastronomie.

Zwischen 2015 und 2024 stieg der nominale Inlandsumsatz der Branche um rund 70 Prozent von 13,3 auf 22,6 Milliarden Euro. Die Absatzmengen erhöhten sich von 3,5 auf 4,1 Millionen Tonnen (+ 17 Prozent). Preisbereinigt legte der Umsatz deutlich zu: real von 14,6 auf 17,0 Milliarden Euro (+ 16,6 Prozent). Das Wachstum ist also vor allem mengengetrieben. Die Ernährungsindustrie wuchs im gleichen Zeitraum zwar nominal, real musste sie jedoch einen Verlust von 10,2 Prozent hinnehmen. Die Tiefkühlwirtschaft konnte ihren Anteil am Inlandsumsatz nach eigenen Berechnungen von rund 12 Prozent (2015) auf gut 15 Prozent (2024) ausbauen.





Als integrierte Wertschöpfungskette aus Produktion und Logistik sichert die Tiefkühlwirtschaft eine hochwertige, ganzjährig verfügbare Lebensmittelversorgung - und verbindet dabei Effizienz mit Qualität und Nachhaltigkeit.

Der wirtschaftliche Erfolg der Tiefkühlwirtschaft basiert auf einer dualen Marktstrategie: feste Verankerung in regionalen und europäischen Beschaffungsmärkten und starke Präsenz auf dem heimischen sowie den internationalen Absatzmärkten. Die EU ist der wichtigste ausländische Beschaffungsmarkt und spielt auch fürden Export eine wichtige Rolle.

Großbetriebliche Strukturen prägen die Tiefkühlwirtschaft

Die Tiefkühlwirtschaft ist aufgrund ihrer Technologieintensität von größeren betrieblichen und kapitalintensiveren Strukturen geprägt: Hohe Investitionen in Anlagen erfordern eine entsprechende Auslastung, um Skaleneffekte zu realisieren. Rund 44,8 Prozent der TK-Unternehmen haben mehr als 250Beschäftigte. Weitere 32,7 Prozent sind mittelständische Unternehmen mit 50 bis 249 Beschäftigten. In der Ernährungsindustrie dominieren dagegen kleinere Strukturen: 55,2 Prozent der Betriebe haben zehn bis 50 Beschäftigte, und nur rund 9,8 Prozent erreichen die Größenklasse ab250 Beschäftigten. Die Analyse der TK-Unternehmen zeichnet das Bild eines Sektors, der fest im Mittelstand verankert ist, zugleich aber eine hohe Konzentration und internationale Verflechtung aufweist. Zusammen beschäftigt die Branche rund 150.000 Mitarbeiter.

Familienunternehmen - Rückgrat der Branche

Ihre Stärke zieht die Tiefkühlwirtschaft aus der Vielfalt und einer gesunden Wirtschaftsstruktur: Ihr Rückgrat bilden traditionsreiche Familienunternehmen, zusammen mit international aufgestellten Konzernen und vielen mittelständischen, regional verankerten Unternehmen. Fast die Hälfte der Unternehmen ist in Familienbesitz (44,6 Prozent). Diese langfristig geprägte Unternehmenskultur steht für hohe Identifikation mit Produkt und Standort und spiegelt sich auch in einem ausgeprägten Nachhaltigkeitsengagement wider: Nachhaltigkeit, insbesondere der Klimaschutz, ist eine wichtigestrategische Säule der Tiefkühlwirtschaft. Das Engagement folgt einem ganzheitlichen Ansatz - von Energieerzeugung und -effizienz über die Gestaltung der Lieferketten bis hin zu Verpackungslösungen und sozialen Aspekten.

Investitionen, Innovation und Transformation - Branche vor strategischen Herausforderungen

Das Branchenporträt beschreibt die Tiefkühlwirtschaft als kapital- und technologieintensiven Sektor, der für die Zukunft gut aufgestellt ist. Dennoch spielt der Faktor Mensch auch in hochautomatisierten Werken die wichtigste Rolle. Als Innovationstreiber investiert die Branche gezielt und mit hohem Kapitaleinsatz in Automatisierung, Digitalisierung und Nachhaltigkeit. Die Investitionen bewegen sich dabei häufig im zwei- bis dreistelligen Millionenbereich.

Zugleich steht die Branche vor strategischen Herausforderungen: Rohstoff- und Energiepreisvolatilität, veränderte Konsummuster, die Umsetzung der digitalen und nachhaltigen Transformation, wachsende regulatorische Komplexität und der Fachkräftemangel prägen strategische Entscheidungen.

Politischer Rahmen: Energie und Wettbewerbsfähigkeit sichern

Damit die Tiefkühlwirtschaft auch weiterhin ihre wichtige Rolle für die Lebensmittelversorgung erfüllen kann, fordert das dti wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen, die die Produktivität und Transformation verbessern:"Planungs- und Rechtssicherheit für Investitionen, praxistaugliche Regulierung und weniger Bürokratie, bezahlbare und sichere Energie mit konsequentem Ausbau der Erneuerbaren sowie offene, internationale Marktzugänge für Import und Export sind Voraussetzung dafür, dass die Unternehmen der Tiefkühlwirtschaft ihre Rolle für eine verlässliche Versorgung weiter ausüben können", sagt dti-Geschäftsführerin Sabine Eichner.

Methodik: Datenerhebung und Experteninterviews

Das Branchenporträt kombiniert einen zweistufigen Ansatz: Quantitativ wurden 186 TK-Unternehmen aus Herstellung und Handel auf Basis einer Unternehmensdatenbank aggregiert und anonymisiert ausgewertet, ergänzt durch lange Zeitreihen der dti-Absatzstatistik sowie HS-Code-Außenhandelsauswertungen zur internationalen Beschaffung, durchgeführt durch HGS Research. Qualitativ flossen fünf strukturierte Experteninterviews (Retail, Außer-Haus-Markt, Supply Chain, Nachhaltigkeit, Kältetechnik) ein, um die Ergebnisse zu kontextualisieren und Praxistrends abzuleiten.

Maximilian Waltmann, Geschäftsführer AFC Management Consulting:"Unser Ansatz macht die Tiefkühlwirtschaft als zusammenhängenden Wirtschaftsbereich erstmals greifbar - über Unternehmensstrukturen, Märkte und Trends hinweg. Damit liegt eine belastbare Datengrundlage vor, die künftig weiter verfeinert und aktualisiert werden kann."

Diese Pressemeldung sowie Infografiken zur honorarfreien Verwendung finden Sie auf www.tiefkuehlkost.de.

Die Broschüre"-18 Grad. Die Tiefkühlwirtschaft in Deutschland. Ein Branchenporträt."erhalten Sie auf Anfrage per E-Mail an Nina Kollas, kollas(at)tiefkuehlkost.de.

Auf der Seite"Tiefkühlprodukte - Frische Vielfalt, unbeschwerter Genuss"(https://www.tiefkuehlkost.de/tk-fuer-alle/nachhaltigkeit-qualitaet/produktqualitaet/tiefkuehlprodukte-frische-vielfalt-unbeschwerter-genuss) finden Verbraucher ein Informationsangebot und Antworten auf häufige Fragen zu Tiefkühlprodukten.

Das Deutsche Tiefkühlinstitut e.V. (dti) ist die Interessenvertretung und Kommunikationsplattform der Tiefkühlwirtschaft in Deutschland und vertritt als Spitzenverband über 150 überwiegend mittelständische Unternehmen aus allen Teilen der Tiefkühlkette, von Industrie über Logistik und Handel. DieTiefkühlwirtschaft, mit einem Gesamtumsatz von über 23 Milliarden Euro einer der wichtigsten Zweige der Lebensmittelindustrie, versorgt täglich über 82 Millionen Menschen in Deutschland mit frischen, tiefgekühlten Lebensmitteln und ist ein wichtiger Lieferant für den Handel, die Gastronomie und die Gemeinschaftsverpflegung. 2025 stieg der Pro-Kopf-Verbrauch von Tiefkühlprodukten in Deutschland laut dti-Absatzstatistik auf einen Rekordwert von 51,6 kg. Der Gesamtabsatz lag 2025 bei über vier Millionen Tonnen.

Pressekontakt:

Deutsches Tiefkühlinstitut e.V. (dti)
Nina Kollas
Leitung Kommunikation
Tel.: +49 (0)30 280 93 62-12
E-Mail: kollas(at)tiefkuehlkost.de
www.tiefkuehlkost.de


Original-Contentvon: Deutsches Tiefkühlinstitut e.V., übermittelt durch news aktuell


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Datum: 03.06.2026 - 13:12 Uhr
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