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44 Prozent der Altbatterien werden falsch entsorgt: Deutsche Umwelthilfe fordert Kurswechsel im Batteriegesetz

ID: 2254819

(ots) -
- DUH-Berechnung zeigt noch immer geringe Sammelquoten von 56 Prozent für Alt-Gerätebatterien und 25 Prozent für Lithium-Ionen-Akkus im Jahr 2025 auf
- Unbefriedigende Entsorgung führt zum Verlust wertvoller Ressourcen, Freisetzung von Schadstoffen und Bränden durch falsch entsorgte Batterien
- DUH fordert nationales Anreizsystem zur Steigerung der Sammelmengen, bessere Aufklärung durch Hersteller sowie EU-weites Pfand auf Lithium-Ionen-Batterien

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) kritisiert die niedrige Sammelmenge ausgedienter Gerätebatterien für das Jahr 2025: Berechnungen der DUH ergeben lediglich eine Sammelquote von 56,0 Prozent. Das bedeutet, dass mehr als 40 Prozent der Altbatterien in Deutschland falsch entsorgt werden - mit fatalen Folgen für die Umwelt. So werden Ressourcen verschwendet, Schadstoffe freigesetzt und teils gefährliche Brände ausgelöst. Die niedrigen Sammelquoten sind auch deshalb besorgniserregend, da ab 2027 eine verpflichtende und deutlich höhere Sammelquote von 63 Prozent gilt. Bei den besonders problematischen Lithium-Ionen-Akkus lag die Sammelquote mit 25 Prozent sogarnoch deutlich niedriger. Die Berechnungen der DUH erfolgten auf Grundlage der kürzlich erschienenen Mengenmeldungen von Batteriesammelsystemen.

Die DUH fordert von Umweltminister Carsten Schneider, die Sammelquoten für Batterien durch Nachbesserungen im Batterierecht-Durchführungsgesetz schnellstmöglich zu steigern. Zusätzlich sollte sich die Bundesregierung bei aktuellen Verhandlungen auf EU-Ebene für ein europaweites Pfandsystem auf Lithium-Ionen-Batterien stark machen.

Barbara Metz, Bundesgeschäftsführerin der DUH:"In Deutschland werden mehr als 40 Prozent der Altbatterien falsch entsorgt, beispielweise im Hausmüll, der gelben Tonne oder in der Umwelt. Diese Batterien können nicht recycelt werden und sind zudem gefährlich, da Lithium-Ionen-Batterien häufig Brände auslösen. Die bisherige Sammelsystematik führt bei der Erreichung gesetzlicher Quoten für das jeweilige Jahr faktisch zueinem Ende der Bemühungen, Batterien zu erfassen, obwohl noch viel mehr gesammelt werden könnte. Jede über gesetzliche Vorgaben hinaus gesammelte Batterie kostet Geld, welches die Betreiber der Sammelsysteme nicht ausgeben wollen. Um dies zu ändern, fordern wir einen sogenannten Lastenausgleich. Sammelsysteme, die mehr Batterien als gesetzlich vorgeschrieben sammeln, sollen die Kosten dafür auf andere Systeme umlegen können. So haben besonders ambitionierte Sammelsysteme keine wirtschaftlichen Nachteile mehr und der ökologische Wettbewerb um größtmögliche Erfassungsmengen wird angeheizt."





Für die Steigerung der Sammelmengen für Altbatterien ist die Aufklärung von Verbraucherinnen und Verbrauchern ganz entscheidend. Bisherige gesetzliche Regelungen, die Hersteller zur Aufklärungsarbeit verpflichten, reichen nicht aus. Die DUH fordert, dass Hersteller für schlagkräftige Kampagnen mehr Geld zur Verfügung stellen müssen. Insbesondere sollte dabei ein Fokus auf die besonderen Gefahren durch Lithium-Ionen-Batterien gelegt werden, denn häufig werden diese Batterien gemeinsam mit Elektrogeräten falsch entsorgt. Lithium-Ionen-Batterien sind unter Umwelt- undGesundheitsaspekten besonders problematisch, da sie viele kritische Rohstoffe wie Lithium, Kobalt und Nickel enthalten und bei falscher Entsorgung Brände verursachen können.

Link:

Mehr Infos: https://www.duh.de/inf...batterien/ (https://www.duh.de/informieren/ressourcen-und-abfall/geraetebatterien/)

Pressekontakt:

Barbara Metz, Bundesgeschäftsführerin
0170 7686923, metz(at)duh.de

DUH-Newsroom:
030 2400867-20, presse(at)duh.de

www.duh.de


Original-Contentvon: Deutsche Umwelthilfe e.V.,übermittelt durch news aktuell


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Datum: 02.06.2026 - 09:47 Uhr
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