Reinraumpressen von Wickert: Schlüsseltechnologie für die Elastomerverarbeitung
· Steigende Nachfrage in der Pharma- und Medizintechnik sowie durch Hersteller von Bipolarplatten und Komponenten in der Halbleiterindustrie
(IINews) - Landau, den 27. Mai 2026. Wickert Maschinenbau verzeichnet eine deutlich steigende Nachfrage nach spezialisierten Hydraulikpressen zur Elastomerverarbeitung im Reinraum. Die Anlagen werden vor allem zur Fertigung von Verschlusssystemen für pharmazeutische Verpackungen, in der Herstellung von Bipolarplatten für Brennstoffzellen oder aber auch in Dichtungs- und Maschinenelementen zur Produktion in der Halbleiterindustrie eingesetzt.
Hintergrund ist das wachsende Interesse an hochwertigen Verpackungskomponenten für teure und sensitiven medizinischen Wirkstoffen. Mehr Reinräume werden zudem benötigt, um den zunehmende Bedarf an personalisierter Medizin, wie vorgefüllte Einwegspritzen für die Selbstmedikation decken zu können. Bereits die COVID-19-Pandemie hatte die Bedeutung der Technologiebei Vakuum-Kompressionspressen für die Herstellung dieser Produkte vor Augen geführt.
Reinraum-Hydraulikpressen werden unter anderem zur Fertigung pharmazeutischer Verschlusssysteme aus Butylkautschuk (IIR) und Brombutylkautschuk (BIIR) eingesetzt. Darüber hinaus dienen sie der Produktion von Dichtungsfolien für Bipolarplatten aus Elastomeren sowie von Ventilmembranen aus Polytetrafluorethylen (PTFE) für Anwendungen in der chemischen und medizinischen Industrie. Auch Gummi-Metall-Verbindungen für die Halbleiterfertigung werden auf diesen Anlagen hergestellt.
Maßgeschneiderte Lösungen
Hydraulikpressen des Weltmarktführers für Reinraumpressen werden in der Elastomerverarbeitung vor allem dann eingesetzt, wenn besonders hohe Qualitätsmaßstäbe gelten. Sie erfüllen höchste Anforderungen an Genauigkeit, Temperaturhomogenität und Prozesssicherheit in sensiblen Anwendungen. Zudem sind sie so ausgelegt, dass sie die präzise Verarbeitung von Elastomeren in Reinräumen bis zur Luftreinheitsklasse 6 nach ISO 14644-1 ermöglichen.
Wickert konzipiert und fertigt die Anlagenüberwiegend als Sondermaschinen oder in sehr kleinen Stückzahlen nach kundenspezifischen Anforderungen. Da sie modular aufgebaut sind, können sie vielfältig konfiguriert werden.
Sie erreichen Verarbeitungstemperaturen bis 500°C, Presskräfte bis 100.000 kN und Planparallelitäten von 0,025 mm/m. Für den Vulkanisationsprozess sensibler Compounds kommen Vakuumkammern mit bis zu 990 mbar Unterdruck zum Einsatz. Dies verhindert Lufteinschlüsse auch bei komplexen Formgebungen und optimiert zudem die Materialausnutzung teurer Compounds.
Ein zentrales Kriterium ist die gleichmäßige Temperaturführung im Werkzeug. Moderne Mehrzonenregelungen und Closed-Loop-Steuerungen sorgen dafür, dass Temperaturabweichungen von mehr als ± 1 K vermieden werden. Denn bei typischen Verarbeitungstemperaturen bis 230°C kann das Überschreiten der engen Toleranzen die Vulkanisierung negativ beeinflussen und führt zu Ausschuss. Eine absolute Kontrolle dieser Key-Performance-Indikatoren (KPIs) ist deshalb ein Garant für gleichbleibende prozesssichere Qualität.
Gekapselte Anlagen
Die vollständig gekapselten Pressen integrieren sich mit Ihrer Edelstahlverkleidung nahtlos in Reinraumkonzepte. Auf den Einsatz von Hilfs- und Schmierstoffen wird möglichst verzichtet. Sind sie doch unverzichtbar, werden nur nicht-toxische und physiologisch unbedenkliche Materialien verwendet. Bewegliche Teile der Maschinen sind so gestaltet, dass der Austritt von Schmier- oder Hilfsstoffen verhindert wird. Dies gelingt mit hochwertigen Dichtungs- und Abstreifersystemen.
Der Wartungsraum, der sogenannte Grauraum, und der Produktionsbereich im Reinraum sind strikt getrennt, so dass eine Kontamination verhindert wird. Hydraulikpumpen, Schaltschränke und Steuerungssysteme befinden sich auf der Pressenrückseite, während der Reinraum, in dem die Compounds verarbeitet werden, ausschließlich der Fertigung vorbehalten bleibt. Die Konstruktion des Presseinnenraums erfüllt dabei alle Anforderungen für eine leichte Reinigung: Sievermeidet Hinterschnitte und tote Ecken, an denen sich potentielle Verunreinigungen ansammeln könnten.
Automatisierung reduziert Partikellast
Bei rund der Hälfte aller Neuanlagen, die Wickert ausliefert, sind Prozesse teilweise oder vollständig automatisiert. Magnetspannplatten ermöglichen ein schnelles Auswechseln ferromagnetischer Werkzeuge binnen weniger Minuten. Systeme zum automatisierten Auftrag von Trennmitteln gewährleisten reproduzierbare und gleichbleibende Prozesse. Dieser Vorgang findet bei geschlossenem Hubfeld statt, eine integrierte Aerosolabsaugung verhindert zuverlässig, dass Sprühnebel den Produktionsraum kontaminiert.
Gespiegelte Human-Machine-Interfaces (HMI) auf Grauraum- und Reinraumseite verringern den Partikeleintrag zusätzlich. So kann das Rüstpersonal beim Formenwechsel alle notwendigen Tätigkeiten vom Grauraum aus erledigen.
Überwachung nach GMP-Standards
Moderne Anlagen nutzen KPIs und Qualitätsweichen, um fehlerhafte Prozessparameter frühzeitig erkennen zu können. Alle relevanten Daten werden manipulationssicher dokumentiert entsprechend der Good Manufacturing Practice (GMP). Eine Access-Level-Matrix stellt sicher, dass nur autorisiertes Personal Änderungen an Maschinen- oder auch Rezepturdaten vornehmen kann. Mit der Funktion „Audit-Trail“ können die Bedienerhandlungen außerdem überwacht und gelogged werden.
Mehrstockpressen auf engem Raum
Feste Verrohrungen ersetzen herkömmliche Schlauchverbindungen und eliminieren den ansonsten alle sechs Jahre erforderlichen Austausch. Dies reduziert Betriebskosten und erhöht die Maschinenverfügbarkeit. Da Platz im Reinraum ein knappes Gut ist, bieten flächenoptimierte Doppelstockpressen außerdem eine Möglichkeit, Produktionskapazitäten auf gleicher Fläche zu verdoppeln.
In Zukunft wird mehr automatisiert
Wickert erwartet in den kommenden Jahren große Fortschritte in der KI-gestützten Prozessüberwachung und bei der Energieeffizienz. Das Unternehmen rechnet außerdem damit, dass der Fachkräftemangel und die zunehmende Variantenvielfalt bei Bauteilen die Nachfrage nach Automatisierung beflügeln wird. Dank smarter Rüstkonzeptewird sie auch für kleinere Losgrößen immer wirtschaftlicher.
Dank kontinuierlicher Weiterentwicklungen und vielfältiger Retrofit-Möglichkeiten für bestehende Anlagen rechnet Wickert damit, dass Hydraulikpressen in der Elastomerverarbeitung unter Reinraumbedingungen auch zukünftig eine Schlüsselrolle spielen werden.
Themen in diesem Fachartikel:
wickert
hydraulikpressen
reinraumpressen
elastomerverarbeitung
medizintechnik
pharmaindustrie
halbleiterindustrie
bipolarplatten
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Über die Wickert Maschinenbau GmbH
Die Wickert Maschinenbau GmbH ist ein mittelständisches familiengeführtes Unternehmen mit Sitz in Landau/Pfalz. Sie entwickelt und fertigt komplexe, vollautomatische Anlagen, in die ihre hydraulischen Pressen integriert werden. Alle Maschinen und Anlagen sind modular aufgebaut, mit Presskräften zwischen 20 und 100.000 kN verfügbar und werden jeweils kundenspezifisch parametriert. Eingesetzt werden sie zur Verarbeitung von Elastomeren, Composites, Kunststoffen und Pulvermaterialien.
Die Anwendungen sind vielfältig. Die pharmazeutische Industrie, die Medizin-, Luft- und Raumfahrttechnik verwenden Wickert-Pressen genauso wie Unternehmen aus der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie. Daneben finden sich die Anlagen bei Produzenten von sicherheitsrelevanten Komponenten im Fahrzeugbau und in der E-Mobilität sowie in Laboren und Forschungseinrichtungen.
Wickert fertigt ausschließlich in Landau/Pfalz, von wo aus es seine Kunden in Europa, Amerika und Asien beliefert. 2025 erzielten 170 Mitarbeiter rund 50 Mio.€Umsatz. Das Familienunternehmen feiert 2026 sein 125-jähriges Bestehen.
Ansprechpartner:
Wickert Maschinenbau GmbH
Steve Büchner?, Vertriebsingenieur / stellvertretender Leiter Marketing, Wollmesheimer Höhe 2, D-76829 Landau, ?Tel: +49 6341 9343 93, E-Mail: s.buechner(at)wickert-presstech.de
Weitere Informationen finden Sie unter www.wickert-presstech.de.
Belegexemplar erbeten:
auchkomm Unternehmenskommunikation, F. Stephan Auch, Hochstr. 11, D-90429 Nürnberg, fsa(at)auchkomm.de, www.auchkomm.de.
Datum: 01.06.2026 - 10:17 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 2254493
Anzahl Zeichen: 0
Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: Steve Büchner
Stadt:
Landau/Pfalz
Telefon: 06341 9343 93
Kategorie:
Kunststoffverarbeitung
Meldungsart: Produktinformation
Versandart: Veröffentlichung
Freigabedatum: 27.05.2026
Dieser Fachartikel wurde bisher 1 mal aufgerufen.
Der Fachartikel mit dem Titel:
"Reinraumpressen von Wickert: Schlüsseltechnologie für die Elastomerverarbeitung"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Wickert Maschinenbau GmbH (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).




