Wechsel an der Spitze des Amtsgericht Hamburg-Barmbek
Nach knapp 19 Jahren bekommt das Amtsgericht Hamburg-Barmbek mit Frau Dr. Esther Rosenboom eine neue Führung.
Man sagt:„Neue Besen kehren gut“. Und das tut an diesem Amtsgericht wohl auch Not. Der dort, seit 2007 residierende Direktor, Roger Dubbel-Kristen, geht in den Ruhestand.
Seit Jahren sprechen Bürger, Betroffene und Verfahrensbeteiligte in Bewertungsforen und -Beiträgen in ihren gesammelten Eindrücken und Erlebnissenüber das Barmbeker Amtsgericht vor allem von langwierigen Abläufen und einer schwierigen Erreichbarkeit.
(IINews) - Nach knapp 19 Jahren bekommt das Amtsgericht Hamburg-Barmbek mit Frau Dr. Esther Rosenboom eine neue Führung.
Man sagt:„Neue Besen kehren gut“. Und das tut an diesem Amtsgericht wohl auch Not. Der dort, seit 2007 residierende Direktor, Roger Dubbel-Kristen, geht in den Ruhestand.
Seit Jahren sprechen Bürger, Betroffene und Verfahrensbeteiligte in Bewertungsforen und -Beiträgen in ihren gesammelten Eindrücken und Erlebnissen über das Barmbeker Amtsgericht vor allem von langwierigen Abläufen und einer schwierigen Erreichbarkeit. Viele schildern, dass sie sich bei Anfragen wenig unterstützt oder ernst genommen fühlen und bemängeln mangelnde Transparenz sowie fehlende Kommunikationsbereitschaft. Es scheint oft so, als wäre der Umgangston wenig entgegenkommend und als würden Anliegen nicht ausführlich gewürdigt. Zudem gibt es kritische Stimmen zur Organisationund Führung des Gerichts. Demnach besitzen die Bediensteten inzwischen wohl mehr Routine darin, Dienstaufsichtsbeschwerden innerhalb eines Arbeitstages abzuarbeiten, als die steuerzahlenden Bürger dieses Bezirks – in deren Namen eigentlich Recht gesprochen wird – entsprechend ihrerumfangreichen Dienstpflichten angemessen zu betreuen.
Das wundert nicht, denn einmal auf die Missstände angesprochen, äußerte sich Herr Dubbel-Kristen in seiner schriftlichen Antwort, dies sei ihm „ziemlich egal“. Manche Verfahrensbeteiligte haben sogar das Gefühl, diese Haltung könnte auch seiner Dienstpflicht, seinem Richtereid und seinem Verhältnis zu unserem Rechtsstaat gegolten haben.
Dass sich dieses„Dienstverständnis“ auch auf die Bediensteten, Richter/innen und Rechtspfleger/innen an diesem Amtsgericht über die Jahre übertragen haben könnte, mag angesichts der Erlebnisse und Kommentare von Betroffenen nicht unmöglich erscheinen.
Ein Verfahrensbeteiligter eines dort geführten Verfahrens äußerte sich kürzlich:"Es ist unglaublich, wie konfus, scheinbar dienstpflichtverweigernd und fehlerhaft die Sachbearbeitung an diesem Gericht ist. Man hat das Gefühl, in einer „Justizsimulation"oder einer"Matrix"zu sein."
Die neue Direktorinübernimmt wohl ein schweres Erbe und wird alle Hände voll zu tun haben, wieder Recht und Ordnung in dieses Amtsgericht und seine Bediensteten einziehen zu lassen.
Frau Dr. Esther Rosenboom (47), war seit 2009 an verschiedenen Hamburger Amtsgerichten Richterin auf Probe, sowohl in Mietsachen als auch Familiensachen. Für Familiensachen scheint sie ein besonderes Faibel zu haben. Ihre Dissertation und ihr Buch, erschienen 2006, trägt den Namen: „Die familiengerichtliche Praxis in Hamburg bei Gefährdung des Kindeswohls durch Gewalt und Vernachlässigung nach §§ 1666, 1666a BGB“. Die Kernaussage und die Ergebnisse der Studie lauten: Die gesetzlichen Vorgaben geben Richtern einen großen Ermessensspielraum. Dies führt dazu, dass Ablauf und Ergebnisse von Kindesschutzverfahren stark von der persönlichen Haltung des jeweiligen Richters abhängen.
In dem, unter Olaf Scholz als Bürgermeister von 2011 – 2018 geführten Hamburg, eines der wohl kinder- und familienfeindlichsten Bundesländer mit der zweithöchsten Singlerate in Deutschland, nach Berlin, haben erkennbar weder dessen Justiz noch dessen Jugendämter aus der Studie aus diesem Buch, etwas gelernt.
So kam im Januar 2012 die 11-jährige Chantal und im Dezember 2013 die 3-jährige Yagmur aufgrund mutmaßlichem Totalversagens von Justiz und Jugendämtern in dieser Stadt zu Tode. Beide Todesfälle sind umfangreich durch die Medien gegangen.
Zuletzt war Frau Dr. Rosenboom eine von 3 Präsidialrichter/innen des Amtsgericht Hamburg.
Nunübernimmt sie das Amtsgericht Hamburg-Barmbek als Direktorin von ca. 32 Richter/innen, ca. 24 Rechtspfleger/innen und ca. 85 weiteren Bediensteten.
Frau Dr. Rosenboom ist viel Fortune und stets ein glückliches und gerechtes Händchen für ihre neue Aufgabe und Herausforderung und natürlich für die Bürger, Betroffenen und Verfahrensbeteiligten an diesem Amtsgericht zu wünschen.
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