Kretschmer kritisiert Verbrennen der Hertha-Fahne im Dresden-Stadion/Rechtsextremismus-Vorwurf gegen Ost-Fans beruht auf Vorurteilen

(ots) - Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer hat den Raub und das Verbrennen einer Fahne von Hertha BSC durch Dynamo-Fans im Zweitligaspiel im April in Dresden kritisiert."Nein, das war nicht in Ordnung", sagte Kretschmer im Gespräch mit der"Neuen Osnabrücker Zeitung"(noz)."Fußball lebt von Emotionen, das wissen wir gerade hier in Dresden bei Dynamo. Aber es gibt natürlich Grenzen. Die sollten auch Fans einhalten, um ein friedvolles Miteinander zu ermöglichen."Bei der Begegnung am 4. April war es zu massiven Ausschreitungen gekommen. Die Untersuchung zu den Vorfällen läuft noch. Die Berliner hatten das Skandalspiel mit 1:0 gewonnen.
Auf die Frage, ob der Vorwurf berechtigt sei, bei den Teams aus den neuen Ländern in der 1. und 2. Bundesliga gebe es viele rechtsextreme Fans, sagte Sachsens Regierungschef:"Meine Erfahrung: Die Leute kennen sich viel zu wenig aus und lassen sich von Vorurteilen beeinflussen. Der Fußball schafft tolle Möglichkeiten, die Menschen zusammenzubringen."Durch Auswärtsspiele kämen die Fans in Regionen, die sie vorher überhaupt nicht kannten."Die Osnabrücker werden begeistert sein, was sie in Dresden sehen oder auch wieder in Cottbus, denn die Lausitzer sind ja gemeinsam mit dem VfL in die 2. Liga aufgestiegen. Genau wie ich immer begeistert war, als ich in Osnabrück war."
+++
tob
Die von Michael Kretschmer autorisierte Interviewpassage:
Herr Ministerpräsident, war es ok, dass beim Spiel im April in Dresden eine Fahne der Berliner im Dynamo-Block in Flammen aufging?
Nein, das war nicht in Ordnung. Fußball lebt von Emotionen, das wissen wir gerade hier in Dresden bei Dynamo. Aber es gibt natürlich Grenzen. Die sollten auch Fans einhalten, um ein friedvolles Miteinander zu ermöglichen.
Ich frage auch deshalb, weil der VfL Osnabrück in die 2. Liga aufgestiegen ist und nach dem Sommer ins Rudolf-Harbig-Stadion kommt. Müssen sich die Osnabrücker vor den Dynamo-Fans fürchten?
So ein Unsinn. Ich mag Osnabrück sehr, ich war oft dort. Osnabrück tritt ja nicht zum ersten Mal in Dresden an. Ich bin mir sicher, dass sich die VfL-Fans sich schon auf das Auswärtsspiel in Dresden freuen, denn so eine Stimmung wie im Harbig-Stadion findet man in der 2. Bundesliga wahrscheinlich kein zweites Mal.
Ein Bild, das im Westen verbreitet ist: Die Ossi-Fans sind alle rechtsextrem. Wie hart ist das Problem mit Neonazi-Fans, was daran ist Stigma?
Meine Erfahrung: Die Leute kennen sich viel zu wenig aus und lassen sich von Vorurteilen beeinflussen. Der Fußball schafft tolle Möglichkeiten, die Menschen zusammenzubringen. Durch Auswärtsspiele kommen die Fans in Regionen, die sie vorher überhaupt nicht kannten. Die Osnabrücker werden begeistert sein, was sie in Dresden sehen oder auch wieder in Cottbus, denn die Lausitzer sind ja gemeinsam mit dem VfL in die 2. Liga aufgestiegen. Genau wie ich immer begeistert war, als ich in Osnabrück war.
Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion
Telefon: +49(0)541/310 207
Original-Contentvon: Neue Osnabrücker Zeitung, übermittelt durch news aktuell
Themen in diesem Fachartikel:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 27.05.2026 - 01:00 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 2253459
Anzahl Zeichen: 0
Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: ots
Stadt:
Osnabrück
Kategorie:
Sport
Dieser Fachartikel wurde bisher 1 mal aufgerufen.
Der Fachartikel mit dem Titel:
"Kretschmer kritisiert Verbrennen der Hertha-Fahne im Dresden-Stadion/Rechtsextremismus-Vorwurf gegen Ost-Fans beruht auf Vorurteilen"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Neue Osnabrücker Zeitung (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).



