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Tarifverhandlungen in der Ernährungswirtschaft Sachsen-Anhalt: Arbeitgeber machen Angebot zur schrittweisen Anpassung der Löhne an Westniveau

ID: 2252669

(ots) - In der vierten Verhandlungsrunde der Tarifrunde der Ernährungswirtschaft in Sachsen-Anhalt hat die Tarifgemeinschaft im Verband der Ernährungswirtschaft e. V. (VdEW) der Gewerkschaft NGG ein weitreichendes Angebot zur Tarifeinigung vorgelegt.

Ziel: Vollständige Lohnangleichung innerhalb von acht Jahren.

Das Angebot verfolgt ein klares Ziel: die vollständige Angleichung der Löhne der Beschäftigten in der sachsen-anhaltischen Ernährungswirtschaft an das Westniveau, konkret an die Lohntabelle der obst- und gemüseverarbeitenden Industrie, der Fruchtsaftindustrie, sowie der Mineralbrunnen in Niedersachsen und Bremen. Innerhalb von achtJahren soll der Lohn der Beschäftigten um mindestens 35 Prozent steigen und dann das vergleichbare Lohnniveau erreicht haben.

Konkret sieht das Angebot alleine für 2026 eine Erhöhung von insgesamt 4 Prozent in zwei Schritten vor: 3,5 Prozent ab dem 1. Juli 2026 und weitere 0,5 Prozent ab dem 1. Dezember 2026. Ab 2027 orientieren sich die jährlichen Lohnerhöhungen an der Lohnentwicklung des niedersächsischen Tarifabschlusses - Annahme von rund2,5 Prozent pro Jahr - ergänzt um einen festen jährlichen Angleichungswert von zusätzlich 1,55 Prozent. So wird der verbleibende Lohnabstand zwischen Sachsen-Anhalt und dem Westen Schritt für Schritt abgebaut, bis spätestens in acht Jahren (zum 31.12.2033) die vollständige Angleichung erreicht ist.

Es gibt bereits Einigkeit in zentralen Punkten.

Beide Seiten sind sich bereits in wesentlichen Punkten einig: Die Lohnerhöhung für die erste Erhöhung 2026 sowie die Orientierung an der Lohnentwicklung des niedersächsischen Abschlusses als Grundlage für die schrittweise Angleichung der Ost-Löhne sind zwischen VdEW und NGG abgestimmt. Das ist eine belastbare Grundlage für eine schnelle Einigung.

Arbeitgeberangebot geht an die Grenze des wirtschaftlich Machbaren.

Dieses Angebot bedeutet für die Betriebe eine erhebliche finanzielle Anstrengung. Die Unternehmen der Ernährungswirtschaft in Sachsen-Anhalt stehen unter erheblichem Kostendruck: gestiegene Rohstoffpreise, hohe Energiekosten sowie erhöhte Transport- und Logistikkosten belasten die Betriebe. Gleichzeitig bleibt diePreisdurchsetzung gegenüber Handel und Verbrauchern begrenzt. Die Arbeitgeber gehen mit diesem Angebot an die Grenze des wirtschaftlich Machbaren.





"Mindestens 35 Prozent mehr Lohn in den nächsten acht Jahren sind ein starkes Signal der Arbeitgeber an ihre Beschäftigten. Eine noch schnellere Angleichung und noch höhere Lohnsteigerungen wären wirtschaftlich nicht vertretbar und würden Unternehmen und damit auch Arbeitsplätze gefährden.", sagt Vehid Alemi?, Hauptgeschäftsführer des VdEW. Entsprechend sind aus Sicht des Arbeitgeberverbandes auch die aktuell anhaltenden Streikaufrufe der Gewerkschaft kontraproduktiv."Wer jetzt weiter streikt, obwohl ein so weitreichendes Angebot auf dem Tisch liegt, verzögert erst einmal eine Einigung, die im Interesse aller wäre", ergänzt Alemi?.

Der VdEW ist zuversichtlich, dass eine schnelle Einigung möglich ist. Denn beide Seiten verfolgen dieselben Ziele: eine deutliche und kontinuierliche Steigerung der Löhne sowie die Angleichung an das Westniveau. Die Arbeitgeber stehen bereit, diesen Weg gemeinsam zu gehen.

Pressekontakt:

Verband der Ernährungswirtschaft e.V. (VdEW)
Mengendamm 16 D, 30177 Hannover
Tel. +49 511 6262 946 | Fax +49 511 6262 9470
E-Mail: vdew(at)vdew.online | https://vdew.online


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Datum: 21.05.2026 - 12:09 Uhr
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