Neue Kräfte für die Verbindungskommandos in Nordrhein-Westfalen / Ersteinweisung für 20 Reservistinnen und Reservisten im Landeskommando NRW

(ots) - Gut 20 Reservistinnen und Reservisten nahmen an der Ersteinweisung der Bezirks- und Kreisverbindungskommandos (BVKs und KVKs) im Landeskommando Nordrhein-Westfalen teil. Für die meisten von ihnen ist dies der erste Ausbildungsabschnitt für ihren zukünftigen Einsatz in einem der fünf BVKs und 54 KVKs des Bundeslandes. Brigadegeneral Hans-Dieter Müller, Kommandeur des Landeskommandos Nordrhein-Westfalen und damit verantwortlich für inzwischen mehr als600 beorderte Reservistinnen und Reservisten in den Verbindungskommandos, betont die besondere Bedeutung dieser Kräfte:"Diese Soldatinnen und Soldaten sind unser verlängerter Arm in die Fläche. Ihr territoriales Netzwerk ist oft über viele Jahre gewachsen. Sie pflegen den ebenengerechten Austausch mit den Vertretern der Bezirke, Kreise und kreisfreien Städte. Ich freue mich über jeden engagierten Reservisten, der unser Landeskommando in der Fläche verstärkt", so Brigadegeneral Müller.
Verbindung zwischen Bundeswehr und Verwaltung
Die BVKs und KVKs bilden die wichtige Schnittstelle zwischen militärischen und zivilen Stellen. Sie unterstützen ihre zivilen Ansprechpartner beispielsweise bei Krisenlagen oder Großschadensereignissen und koordinieren die Zusammenarbeit zwischen Bundeswehr, Kommunen und Behörden. Gesteuert wird diese Zivil-Militärische Zusammenarbeit (ZMZ) durch das Landeskommando Nordrhein-Westfalen. Insgesamt gibt es in Nordrhein-Westfalen 661 Dienstposten allein in diesen Verbindungskommandos. Nahezu wöchentlich finden dazu auch Ausbildungen und Übungen einzelner KVKs oder BVKs statt.
Vom Grundwehrdienst zurück in die Reserve
Einer der Teilnehmer der aktuellen Ersteinweisung ist Leutnant Martin S. (41), der künftig im KVK Herne eingesetzt wird. Der Dortmunder begann seine Laufbahn 2004 mit dem Grundwehrdienst bei der Bundeswehr."Ich wollte die Bundeswehr kennenlernen, mir einen eigenen Eindruck darüber verschaffen und nicht nur von anderen hören, wie es bei der Bundeswehr läuft", erinnert sich Martin S. Heute, mehr als zwei Jahrzehnte später, blickt er positiv auf diese Zeit zurück:"Den Grundwehrdienst möchte ich nicht missen. Es war eine sehr schöne Zeit. Einige Kontakte zu Kameraden von damals bestehen noch heute."Nach seiner aktiven Dienstzeit kehrte er ins zivile Berufsleben zurück und arbeitet seit 2007 bei der Stadt Dortmund. Dort ist er im Rechnungsprüfungsamt tätig und war während der Corona-Pandemie Mitglied des Krisenstabs sowie Mitorganisator des Impfzentrums."Ich kenne mich sehr gut mit Verwaltungsstrukturen aus", erklärt der 41-Jährige - eine wertvolle Voraussetzung für den Dienst in einem Verbindungskommando.
Heimatnaher Dienst und gelebte Kameradschaft
Ganz losgelassen habe ihn die Bundeswehr jedoch nie:"Manche sagen ja: Einmal Uniform, immer Uniform. Und so ganz hatte ich nie mit der Bundeswehr abgeschlossen."2013 ließ sich Martin S. zunächst in einer Heimatschutzkompanie beordern, um frühere militärische Fähigkeiten wieder aufzufrischen. Karte und Kompass, Orientierung im Gelände, der Umgang mit Waffen und die Kameradschaft gehörten für mehrere Wochen im Jahr erneut zu seinem Alltag. Heute spielt auch die Vereinbarkeit mit Familie und Beruf eine wichtige Rolle."Im KVK Herne bin ich heimatnäher eingesetzt und übe rund vier Wochen im Jahr", erklärt der zweifache Vater."Wer sich in einem KVK oder BVK engagiert,übernimmt Verantwortung für seine Region. Gerade die enge Zusammenarbeit mit Städten, Kreisen und Behörden macht diesen Dienst besonders wertvoll und praxisnah", so Brigadegeneral Müller.
Mehrstufige Ausbildung für den Einsatz in den Verbindungskommandos
Die Ausbildung für Verbindungsoffiziere und -feldwebel beginnt mit der Ersteinweisung im Landeskommando Nordrhein-Westfalen. Anschließend folgen im niedersächsischen Nienburg ein Grundlagenkurs für ZMZ sowie ein Stabsdienstlehrgang. Nach einem weiteren Aufbaulehrgang in Ahrweiler, einer Ersteinweisung und einer Regionaleinweisung sind die Reservistinnen und Reservisten vollständig für ihren Auftrag in den Verbindungskommandos ausgebildet und sehr gut vorbereitet.
Landeskommando sucht weitere Reservistinnen und Reservisten
Für ihre fünf Bezirks- und 54 Kreisverbindungskommandos sucht das Landeskommando Nordrhein-Westfalen weiterhin ehemalige Unteroffiziere mit Portepee sowie Offiziere - also Interessierte ab dem Dienstgrad Feldwebel aufwärts. Interessierte erhalten weitere Informationen beim Landeskommando Nordrhein-Westfalen unter der
Telefonnummer 02 11 / 9 59 35 15 oder per E-Mail an LKdoNWS1Reservistenangelegenheiten(at)bundeswehr.org.
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