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Sudan im Fokus: Nahostkonflikt treibt Eid-Kosten auf Rekordniveau und verschärft den Hunger

ID: 2252531

(ots) - Die anhaltende Krise im Nahen Osten und die Störungen der globalen Lieferketten führen laut Islamic Relief zum teuersten Eid al-Adha aller Zeiten, was den Hunger verschärft und die Hilfslieferungen in einigen der ärmsten Länder der Welt erschwert. Im Sudan sind die Kosten für die jährlichen Kurban-Lebensmittelverteilungen von Islamic Relief um über 60 Prozent gestiegen, der Brotpreis hat sich verdoppelt und die Kraftstoffpreise haben sich in den letzten drei Monaten fast verdreifacht.

Während sich Muslime weltweit darauf vorbereiten, nächste Woche das sogenannte Opferfest namens Eid al-Adha zu feiern, führt Islamic Relief Kurban-Verteilungen durch und versorgt schutzbedürftige Familien mit Fleisch. Für viele ist dies das einzige Fleisch, das sie in diesem Monat zu essen bekommen - und es ist unerlässlich, um Unterernährung vorzubeugen. Im Jahr 2025 verteilte das internationale Islamic Relief Hilfsnetzwerk Kurban an 3,2 Millionen Menschen in 29 Ländern.

Im Sudan, wo drei Jahre Krieg zur weltweit größten Hungerkrise geführt haben, verteilt Islamic Relief Kurban-Fleischkonserven an vertriebene Familien und hatte ursprünglich vor, mehr als 92.500 Menschen zu versorgen. Aufgrund der rapide steigenden Kosten müssen jedoch die Zahl der Begünstigten oder die Fleischmenge pro Familie möglicherweise erheblich reduziert werden, sofern die finanziellen Mittel nicht ansteigen.

Shihab Mohamed Ali, leitender Programmmanager von Islamic Relief im Sudan, sagt zur Lage vor Ort:

"Der Krieg im Nahen Osten verschärft das Leid der Menschen hier im Sudan, da er den Handel und die Importe zum Erliegen bringt. Für viele vulnerable Familien ist dies das teuerste Eid-Fest, das sie je erlebt haben, und die Menschen machen sich Sorgen, wie sie ihre Kinder ernähren sollen."

"Vor einigen Monaten konnten wir mit 1.000 sudanesischen Pfund noch sechs Brote kaufen, heute sind es nur noch drei. Die Kraftstoffpreise sind um 182 Prozent gestiegen, was automatisch zu einem Anstieg der Preise für andere Güter führt. Der Preis für die Verteilung von Kurban-Fleisch ist von 4,3 Euro (5 Dollar) pro Dose auf 6,8 Euro (8 Dollar) in die Höhe geschossen. Auch die lokale Nahrungsmittelproduktion wird beeinträchtigt, da Düngemittel, Saatgut und landwirtschaftliche Betriebsmittel auf den Märkten knapp werden. Die Auswirkungen betreffen Menschen im gesamten Sudan, sind jedoch in Regionen wie Kordofan und Darfur am schlimmsten, wo heftige Kämpfe toben und die Unterernährung am höchsten ist.





"Aufgrund der steigenden Kosten und der Finanzierungslücken müssen wir möglicherweise die Zahl der Menschen, die wir erreichen können, oder die Fleischmenge, die jede Familie erhält, reduzieren."

Aufgrund steigender Preise und stark schwankender Wechselkurse weigern sich die Lieferanten, mit denen Islamic Relief normalerweise zusammenarbeitet, um die Versorgung im Sudan sicherzustellen, Verträge zu unterzeichnen.

Neue Kämpfe in Darfur und Kordofan treiben Hunderttausende Menschen in Richtung der Hauptstadt Khartum und anderer sicherer und stabiler Bundesstaaten, wobei vertriebene Familien in Gemeinschaftsküchen namens Takaaya um Hilfe bitten. Doch Küchen wie jene in Khartum müssen Menschen abweisen, daihnen die Mittel fehlen, um die immer teurer werdenden Lebensmittel zu kaufen. Gemeinschaftsküchen, die für die Menschen im Sudan eine Lebensader waren, schließen in den letzten sechs Monaten zu über 40 Prozent.

Die Teams von Islamic Relief sehen sich in anderen Ländern, die von schweren Hungerkrisen betroffen sind, mit ähnlichen Herausforderungen konfrontiert. In Teilen Somalias, wo die Dürre viele Familien an den Rand der Hungersnot getrieben hat, haben sich die Kraftstoffkosten von etwa 0,52 Euro (0,60 Dollar) pro Liter auf 1,29 Euro (1,50 Dollar) mehr als verdoppelt, was die Lebensmittelpreise in die Höhe treibt und die Hilfslieferungen behindert. Im Libanon, wo anhaltende Angriffe ganze Gemeinden vertrieben haben, ist der Preis für einen 20-Liter-Tank von 16,3 auf 23,23 Euro (von 19 auf 27 US-Dollar) gestiegen, was andere Preise unddie Kosten für grundlegende Dienstleistungen in die Höhe treibt.

Islamic Relief Deutschland und ihr globales Hilfsnetzwerk fordern weiterhin eine diplomatische Lösung der Krise im Nahen Osten sowie dringende Maßnahmen, um sicherzustellen, dass humanitäre Hilfe und lebenswichtige Lieferungen von Treibstoff, Lebensmitteln, Medikamenten und anderen wichtigen Gütern ungehindert durchgelassen werden.

Anmerkungen


- Kurban bedeutet Opfer oder Opfergabe. Während des islamischen Monats Dhul Hijjah opfern Muslime auf der ganzen Welt ein Tier - eine Ziege, ein Schaf, eine Kuh oder ein Kamel -, um die Bereitschaft des Propheten Ibrahim zu symbolisieren, seinen Sohn Ismail um Gottes willen zu opfern. Nachdem das Tier geschlachtet wurde, wird sein Fleisch an bedürftige Menschen verteilt, damit diese an Eid al-Adha eine nahrhafte Mahlzeit zu sich nehmen.
- Im Sudan verteilt Islamic Relief anlässlich des Opferfestes (Eid al-Adha) im Rahmen seiner Kurban-Hilfsaktionen in der Regel entweder lebende Bullen oder Konserven mit Kurban-Fleisch; eine fünfköpfige Familie erhält dabei üblicherweise 10 Dosen à 450 Gramm.

Islamic Relief Deutschland ist eine gemeinnützige humanitäre Hilfs- und Entwicklungsorganisation, die vulnerable Gemeinschaften unterstützt, die von Armut, Konflikten und Katastrophen betroffen sind. Sie ist seit ihrer Gründung 1996 in Köln ansässig und unterhält darüber hinaus Niederlassungen in Berlin und Essen.

Pressekontakt:

Sara Ahmed Martinez, Pressereferentin
Telefon: 01512 205 05 77
E-Mail: presse(at)islamicrelief.de


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Datum: 21.05.2026 - 08:24 Uhr
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