Neue Perspektiven bei Spina bifida: Stammzelltherapie ergänzt moderne fetale Chirurgie
Die Diagnose Spina bifida („offener Rücken“) stellt werdende Eltern vor große Herausforderungen. Doch medizinische Fortschritte eröffnen heute neue Behandlungsoptionen: Neben etablierten pränatalen Operationen rücken innovative Stammzelltherapien zunehmend in den Fokus der Forschung.

(IINews) - Leipzig, 18.5. 2026– Die Diagnose Spina bifida („offener Rücken“) stellt werdende Eltern vor große Herausforderungen. Doch medizinische Fortschritte eröffnen heute neue Behandlungsoptionen: Neben etablierten pränatalen Operationen rücken innovative Stammzelltherapien zunehmend in den Fokus der Forschung. Aktuelle Studien zeigen, dass Stammzellen aus Plazenta und Nabelschnur das Potenzial haben, das empfindliche Rückenmark zusätzlich zu schützen und die Prognose betroffener Kinder weiter zu verbessern.
Spina bifida entsteht sehr früh in der Schwangerschaft durch einen unvollständigen Verschluss des Neuralrohrs. In Deutschland ist etwa eines von 1.000 Neugeborenen betroffen. Die schwerste Form, die Myelomeningozele, kann zu Lähmungen, Blasen- und Darmfunktionsstörungen oder einem Hydrozephalus führen. Eine ausreichende Folsäureversorgung vor und zu Beginn der Schwangerschaft senkt das Risiko deutlich, kann die Erkrankung jedoch nicht vollständig verhindern.
Dank moderner Ultraschalldiagnostik wird eine Spina bifida heute häufig bereits zwischen der 18. und 22. Schwangerschaftswoche erkannt. In spezialisierten Zentren ist es möglich, den Rückenmarkdefekt noch im Mutterleib operativ zu verschließen. Studien zeigen, dass diese fetale Chirurgie das Risiko neurologischer Komplikationen reduziert und die Entwicklung des Kindes positiv beeinflussen kann.
Regenerative Medizin als ergänzender Ansatz
Neuere Forschungsansätze gehen einen Schritt weiter: Im Rahmen klinischer Studien wird untersucht, ob Stammzellen – insbesondere mesenchymale Stromazellen aus Plazenta oder Nabelschnurgewebe – während der pränatalen Operation appliziert werden können. Erste Ergebnisse aus internationalen Studien deuten auf eine gute Verträglichkeit und mögliche schützende Effekte auf das Rückenmark hin. Ziel ist es, nicht nur den anatomischen Defekt zu schließen, sondern sekundäre Schädigungen des Nervengewebes zu begrenzen.
Auch nach der Geburt werden Stammzelltherapien erforscht. In einzelnen Studien zeigten sich Hinweise auf verbesserte Muskelkraft sowie eine bessere Blasen- und Darmfunktion. Diese Verfahren befinden sich weiterhin in der wissenschaftlichen Evaluation.
Mehr Wissen, mehr Möglichkeiten
Die Entwicklungen unterstreichen die Bedeutung von Vorsorge, früher Diagnose und spezialisierter Betreuung. Für werdende Eltern bedeutet das vor allem eines: Dank moderner Medizin bestehen heute mehr Behandlungsoptionen und mehr Hoffnung als noch vor wenigen Jahren zur Verfügung. Prävention durch Folsäure, pränatale Diagnostik, fetale Chirurgie und innovative regenerative Ansätze ergänzen sichzu einem umfassenderen Therapiekonzept.
Quellen:
1.Farmer DL, Kumar P, Reynolds E, et al.
Feasibility and safety of cellular therapy for in-utero repair of myelomeningocele (CuRe Trial): a first-in-human phase 1/2a study. Lancet. 2026;407(103xx):867–875.
2.Bamberg C, Tomuschat C, Hecher K, Rüdiger M, Möbius MA, Hagel C, et al.
In vivo therapy for prenatal repair of the ovine fetal myelomeningocele model using human umbilical cord-derived mesenchymal stem cells: proof of principle. J Perinat Med. 2026;54(aop). doi:10.1515/jpm-2025-0577.
3.Boruczkowski D, Zdoli?ska-Malinowska I.
A retrospective analysis of safety and efficacy of Wharton’s jelly stem cell administration in children with spina bifida. Stem Cell Rev Rep. 2019;15:717-729.
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Dr. rer. nat. Marion Bartel
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T: +49 (0)341 48792 96
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Datum: 20.05.2026 - 11:06 Uhr
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