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Deutschland, 2027: Solvency-II-Review (EU) 2025/2 tritt in Kraft–Validato Regulations automatisiert Governance, ORSA und ESG-Pflichten.

ID: 2251820

Am 8. Januar 2025 erschien die Reform-Richtlinie (EU) 2025/2 im EU-Amtsblatt; Anwendungsbeginn ist der 30. Januar 2027. Versicherungsunternehmen in Deutschland,Österreich und der ganzen EU müssen Governance, Berichterstattung, Nachhaltigkeitsrisiken


(PresseBox) - Solvency II, seit 2016 das Fundament der europäischen Versicherungsaufsicht, erlebt gerade seine tiefgreifendste Weiterentwicklung seit seiner Einführung: Die Änderungsrichtlinie (EU) 2025/2 wurde am 8. Januar 2025 im EU-Amtsblatt veröffentlicht und tritt zum 30. Januar 2027 in Kraft. Gleichzeitig konkretisierte die EU-Kommission am29. Oktober 2025 die Level-2-Anforderungen mit einer Änderung der Delegierten Verordnung. Validato unterstützt Versicherungsunternehmen mit dem Modul"Validato Regulations Solvency II"dabei, die vielschichtigen neuen Anforderungen digital, strukturiert und revisionssicher zu managen.

Deutschland im Fokus: BaFin-Rundschreiben 09/2025 und der Solvency-II-Reformrahmen

Die BaFin hat bereits 2025 auf die bevorstehendenÄnderungen reagiert und die regulatorische Landschaft für deutsche Versicherer neu gestaltet. Zwei Rundschreiben sind besonders praxisrelevant:

BaFin-Rundschreiben 09/2025 (VA)– MaGo für SII-VU: Die überarbeiteten aufsichtsrechtlichen Mindestanforderungen an die Geschäftsorganisation von Solvency-II-Versicherungsunternehmen sind seit dem 14. Oktober 2025 in Kraft. Das Rundschreiben stärkt den risikobasierten Ansatz und führt erstmals einen eigenen Abschnitt zur Risikokultur ein.

BaFin-Rundschreiben 05/2025 (VA)– PPP: Das neue Rundschreiben zum Grundsatz der unternehmerischen Vorsicht (Prudent Person Principle) vom 6. März 2025 schafft erstmals eine verbindliche Verwaltungspraxis zur Nachhaltigkeit im Rahmen der Kapitalanlage. Versicherer müssen Nachhaltigkeitsrisiken explizit im Anlagemanagement berücksichtigen.

In Deutschland sind alle Erst- und Rückversicherungsunternehmen gemäß Versicherungsaufsichtsgesetz (VAG) von Solvency II betroffen. Die Umsetzungsfrist für die neue Änderungsrichtlinie läuft bis zum 29. Januar 2027.

"Die Umsetzungsfrist bis 2027 sollte nicht als Schonfrist verstanden werden, sondern als strategisches Zeitfenster, um Solvency II nicht nur regelkonform, sondern auch wertschaffend in die Unternehmenssteuerung zu integrieren."– BDO Deutschland, Januar 2026





Europas Reform im Detail: Was die Richtlinie (EU) 2025/2 wirklich verändert

Die Richtlinie (EU) 2025/2 bringt keine Revolution, sondern eine gezielte Evolution des bestehenden Drei-Säulen-Systems. Die wesentlichen Änderungsbereiche:

Verhältnismäßigkeit und Proportionalität: Kernstück der Reform ist eine EU-weit einheitliche, risikobasierte Definition kleiner und nicht komplexer Versicherungsunternehmen ("Low-Risk Profile Undertakings"). Diese können von Erleichterungen bei Berichtspflichten, Governance-Anforderungen und der ORSA-Frequenz profitieren.

Berichterstattung: Deutliche Neugestaltung der Meldepflichten. Die wiederholte Nicht-Einhaltung statistischer Berichtspflichten wird künftig sanktioniert. Die BaFin aktualisierte ihre Hinweise zum Berichtswesen im November 2025.

Langfristige Garantien (LTG-Maßnahmen): Anpassungen bei der Extrapolation der risikofreien Zinskurve und der Volatilitätsanpassung, um das veränderte Zinsumfeld besser abzubilden.

Makroprudenzielle Instrumente: Neue Werkzeuge für Aufsichtsbehörden, um systemischen Risiken im Versicherungssektor entgegenzuwirken.

Nachhaltigkeitsrisiken (ESG): Versicherer müssen Nachhaltigkeitsrisiken kurz-, mittel- und langfristig identifizieren, steuern und in Strategie, Governance und Kapitalanlage integrieren. ESG-Berücksichtigung ist damit Pflicht, nicht mehr Kür.

Gruppenaufsicht und grenzüberschreitende Aufsicht: Verbesserte Koordination zwischen nationalen Aufsichtsbehörden und EIOPA, besonders relevant für Versicherungsgruppen mit Tochtergesellschaften in mehreren EU-Staaten.

Österreich und Liechtenstein: Solvency II in der DACH-Region

Österreichische Versicherungsunternehmen unterliegen Solvency II unter Aufsicht der FMA (Finanzmarktaufsicht). Das österreichische VAG (Versicherungsaufsichtsgesetz) setzt die EU-Richtlinie in nationales Recht um. Die Reform-Richtlinie (EU) 2025/2 muss auch in Österreich bis Ende Januar 2027 in nationales Recht überführt werden.

Besonderheit in der DACH-Region: Das Fürstentum Liechtenstein, als EWR-Mitglied ohne EU-Mitgliedschaft, übernimmt Solvency-II-Anforderungen über das EWR-Abkommen. Schweizer Versicherungsunternehmen unterliegen dem Schweizer Solvenztest (SST), der FINMA-reguliert ist und strukturelle Parallelen zu Solvency II aufweist – jedoch eigene nationale Anforderungen stellt. Für grenzüberschreitend tätige Versicherungsgruppen entstehen damit Multi-Jurisdiktion-Compliance-Anforderungen, die ein zentrales Managementsystem erfordern.

Frankreich, Luxemburg und die Niederlande: Captive-Versicherungen und Solvency-II-Wettbewerb

Ein interessanter Aspekt der europäischen Solvency-II-Landschaft: Mehrere EU-Mitgliedstaaten – darunter Frankreich, Luxemburg und Irland – haben ihre nationalen Rahmenbedingungen für firmeneigene Versicherungen (Captives) in den vergangenen Jahren attraktiver gestaltet. Die Reform-Richtlinie (EU) 2025/2 schafft mit dem Proportionalitätsprinzip für kleine und nicht komplexe Versicherungsunternehmen nun einen einheitlicheren EU-weiten Standard, der auch für Captive-Strukturen relevant ist. Für Compliance-Teams, die in diesen Ländern aktiv sind, bedeutet Validato Regulations Solvency II die Möglichkeit, länderspezifische Anforderungen und EU-weite Standards in einer einzigen Plattform zu verwalten.

Validato Regulations Solvency II: Digitale Compliance für alle drei Säulen

Das Modul"Validato Regulations Solvency II"ist auf die gesamte Regelungsstruktur von Solvency II ausgerichtet und unterstützt alle drei Säulen:

Säule I – Quantitative Anforderungen: Strukturierte Erfassung und Überwachung der Solvabilitätskapitalanforderung (SCR) und Mindestkapitalanforderung (MCR). Automatische Benachrichtigungen bei Annäherung an Schwellenwerte.

Säule II – Governance und Risikomanagement: Vollständige Abbildung der MaGo-Anforderungen aus BaFin-Rundschreiben 09/2025. Management der vier Schlüsselfunktionen (Risikomanagement, Compliance, Interne Revision, versicherungsmathematische Funktion). Integrierter ORSA-Workflow mit ESG-Szenarien und Klimarisikoanalysen.

Säule III – Berichterstattung und Offenlegung: Unterstützung bei der Erstellung des Berichts über die Solvabilität und Finanzlage (SFCR) sowie des regelmäßigen aufsichtlichen Berichts (RSR). Verwaltung der XBRL-Meldepflichten über die BaFin-MVP-Plattform.

ESG- und Nachhaltigkeitsmanagement: Dediziertes Modul für die Integration von Nachhaltigkeitsrisiken gemäß BaFin-Rundschreiben 05/2025 (PPP) und den EIOPA-Leitlinien zu Klimaszenarien im ORSA.

Gap-Analyse für den Solvency-II-Review: Automatischer Abgleich des Ist-Zustands mit den neuen Anforderungen der Richtlinie (EU) 2025/2. Identifikation von Handlungsbedarf vor dem Anwendungsbeginn 30. Januar 2027.

Revisionssicherer Audit-Trail: Alle Aktivitäten, Entscheidungen und Nachweise werden mit Zeitstempel protokolliert – prüfungsbereit für BaFin-Inspektionen und EIOPA-Supervisory Reviews.

Automatische Regulatory Updates: Neue EIOPA-Leitlinien, BaFin-Rundschreiben und Level-2-Maßnahmen werden zeitnah in die Plattform eingespielt.

Zahlen, Daten, Fakten: Solvency II 2025–2027 auf einen Blick

Januar 2025: Richtlinie (EU) 2025/2 im EU-Amtsblatt veröffentlicht – tiefgreifendste Solvency-II-Reform seit Einführung 2016.

März 2025: BaFin-Rundschreiben 05/2025 (VA) zu Prudent Person Principle und Nachhaltigkeit veröffentlicht.

Oktober 2025: BaFin-Rundschreiben 09/2025 (VA)– neue MaGo für SII-VU tritt in Kraft.

Oktober 2025: EU-Kommission verabschiedetÄnderung der Delegierten Verordnung (Level 2) – Konkretisierung auf Level-2-Ebene abgeschlossen.

Januar 2027: Anwendungsbeginn der neuen Solvency-II-Vorschriften in der gesamten EU. Umsetzungsfrist für nationale Gesetzgeber: 29. Januar 2027.

3.200 Versicherungsunternehmen in Deutschland,Österreich und der EU unterliegen Solvency II und sind von der Reform betroffen.

90 Mrd. Euro: Geschätzte Entlastung der freien Eigenmittel europäischer Versicherer unmittelbar nach Inkrafttreten der Reform (Quelle: EU-Kommission).

Erstmals 2028: Veröffentlichung der Nachhaltigkeitsrisikoberichte für das Geschäftsjahr 2027 im SFCR verpflichtend.

"Mit der Richtlinie (EU) 2025/2 erfährt Solvency II die tiefgreifendste Weiterentwicklung seit seiner Einführung. Ab 2027 gelten neue Vorgaben – weniger one size fits all , dafür mehr Differenzierung bei zugleich höherem Anspruch an Steuerung und Transparenz."– BDO Deutschland, Januar 2026

Validato ist ein führender Anbieter für digitale Background Checks und Human Risk Management mit Sitz in Zürich. Die Plattform unterstützt Unternehmen dabei, Bewerberinnen sowie bestehende Mitarbeitende strukturiert und effizient auf Integrität, Interessenskonflikte und potenzielle Risiken zu prüfen– datenschutzkonform, modular und skalierbar.

Validato ist speziell auf die Anforderungen im DACH-Raum ausgerichtet, verzichtet auf Set-up-Gebühren, Jahresgebühren oder Mindestanzahl an Screenings und lässt sich flexibel in bestehende HR- oder Recruiting-Prozesse integrieren.

Mehr unter: www.validato.com

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Bereitgestellt von Benutzer: PresseBox
Datum: 19.05.2026 - 08:00 Uhr
Sprache: Deutsch
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Softwareindustrie



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