Ein"Everything-is-possible-Orchestra"

(ots) - SWR Symphonieorchester stellt Programm für die Spielzeit 2026/2027 vor. Jubilar Beethoven im Fokus. Francesca Verunelli und Philippe Manoury komponieren neue Solokonzerte als Auftragskomposition, kostenlose U26-Konzerte,"Boléro united"als Mehrgenerationenprojekt
Barocke Oper, Sakralmusik der Wiener Klassik und die Uraufführung einer Auftragskomposition für Violoncello und Orchester: Der Start des SWR Symphonieorchesters unter der Leitung seines Chefdirigenten und Künstlerischen Leiters François-Xavier Roth in die Saison 2026/2027 könnte kontrastreicher kaum sein. Für Roth ist das SWR Symphonieorchester ein"Everything-is-possible-Orchestra", das sich in der historischen Aufführungspraxis genauso zu Hause fühlt wie im Umgang mit zeitgenössischen Partituren. Und so ist die Gegenüberstellung von alter und neuer Musik in Roths Programmen der kommenden Spielzeit ein wesentliches Merkmal.
Rameau, Verunelli und Haydn zum Saisonstart
Dies gilt für die Saisoneröffnungskonzerte mit Rameaus Suite aus der Oper"Les Indes galantes", Haydns"Harmoniemesse"und einem neuen Violoncellokonzert von Francesca Verunelli (mit dem Solisten Nicolas Altstaedt) ebenso wie für Konzerte im November, bei denen dem"Heldenleben"von Richard Strauss die Uraufführung eines neuen Violinkonzerts von Philippe Manoury gegenübergestellt wird, oder für Konzerte im Januar, die Sinfonien von Joseph Haydn mit dem Bratschenkonzert von York Höller kombinieren. Als prominente Solistinnen stehen dabei die Geigerin Isabelle Faust und die Bratscherin Tabea Zimmermann dem Symphonieorchester und Roth zur Seite.
Roths Liebe zur französischen Musik spiegelt sich dagegen im letzten Abonnementkonzert der neuen Spielzeit wider. Mit einer französischen Hommage an das südliche Nachbarland Spanien und Werken von Chabrier, Debussy und Ravel schicken Roth und das SWR Symphonieorchester ihr Publikum in die Sommerferien, wobei mit den"Nächten aus spanischen Gärten"von Manuel de Falla eine originär spanische Komposition nicht fehlen darf.
Konzerte zum 200. Todestag von Ludwig van Beethoven
Das Oeuvre Ludwig van Beethovens, an dessen 200. Todestag die Musikwelt im Jahr 2027 erinnert, findet sich in unterschiedlichen Konzertformaten wieder. In den Abonnementkonzerten leitet François-Xavier Roth im Februar 2027 Aufführungen von Beethovens Missa solemnis, Matthew Halls dirigiert im Juni 2027 die"Pastorale"und Antonello Manacorda, ebenfalls im Juni, die"Coriolan"-Ouvertüre. Unterschiedliche Facetten aus dem Schaffen Beethovens beleuchten zudem sämtliche"Linie 2"-Konzerte der neuen Spielzeit. Dabei kann es um eher unbekannte Kammermusik aus der Feder von Beethoven und anderen Komponisten gehen (November 2026) oder auch um Beethovens Ringen mit der Form der Variation durch die Aufführung von Hans Zenders"33 Veränderungen über 33 Veränderungen"unter der Leitung von François-Xavier Roth (März 2027). Im Januar 2027 steht das Klavier im Zentrum des"Linie 2"-Programms, wenn der Pianist Fabian Müller Beethovens drittes Klavierkonzert sowie den Schlusssatz aus Mozarts d-Moll-Konzert interpretiert, für das Beethoven gleich zwei Kadenzen komponierte. Und schließlich steht das vierte"Linie 2"-Programm der neuen Saison unter dem Motto"Beethoven-Resonanz". Hier erklingen das Streichquartett op. 95 in der Orchestrierung von Gustav Mahler,"Ombres"von André Boucourechliev (mit dem Untertitel"Hommageà Beethoven) sowie die"Metamorphosen"von Richard Strauss mit dem bekannten Zitat aus Beethovens"Eroica".
Prominente Solistinnen und Solisten
Neben Isabelle Faust und Tabea Zimmermann darf sich das Publikum auf zahlreiche international gefragte Solist:innen freuen, darunter die Pianist:innen Yulianna Avdeeva (Bartók: 3. Klavierkonzert), Elena Bashkirova (de Falla:"Nächte in spanischen Gärten"), Giorgi Gigashvili (Schumann: Klavierkonzert), Nikolai Lugansky (Brahms: 1. Klavierkonzert) und Anna Vinnitskaya (Tschaikowsky, 1. Klavierkonzert), der Geiger James Ehnes (Korngold: Violinkonzert) sowie der Klarinettist Martin Fröst (Mozart: Klarinettenkonzert).
Mittagskonzerte als Talentschmiede
Die Mittagskonzerte des SWR Symphonieorchesters in der Stuttgarter Liederhalle erfreuen sich seit vielen Jahren großer Beliebtheit. Die etwa einstündigen Konzerte versammeln ein Publikum von Jung bis Alt. Regelmäßig sorgen einige Hundert Schülerinnen und Schüler für eine ganz besondere Atmosphäre. Dabei sind häufig Dirigent:innen zu erleben, die am Beginn einer vielversprechenden Karriere stehen. Das gilt auch für die Saison 2026/2027: Swann Van Rechem, Jakob Lehman, Gergely Madaras und Anna Handler geben alle ihren Einstand am Pult des SWR Symphonieorchesters. Emmanuel Tjeknavorian bewies zuletzt, dass sich die Mittagskonzerte als wahres Sprungbrett erweisen können: Nach seinem Debüt im Rahmen eines Mittagskonzerts in der Spielzeit 2025/2026 wird er in der kommenden Saison erstmals ein Abonnementkonzert dirigieren.
Gastkonzerte und Festivals
Gastkonzerte führen das SWR Symphonieorchester nach Spanien sowie nach Köln, Hamburg (mit einer Aufführung von Luigi Nonos"Prometeo") und Dortmund. Innerhalb des Sendegebiets des SWR sind Weikersheim, Ludwigsburg und Karlsruhe die Ziele. Auch die traditionellen Auftritte bei den Donaueschinger Musiktagen, den Schwetzinger SWR Festspielen und dem ECLAT Festival in Stuttgart finden in der kommenden Spielzeit ihre Fortsetzung. Gleiches gilt für die Pfingstfestspiele Baden-Baden, deren Residenzorchester das SWR Symphonieorchester seit der Spielzeit 2019/2020 ist. Im Mai 2027 stehen dort unter anderem Aufführungen von Wagners"Fliegendem Holländer"sowie ein Orchesterkonzert mit Musik zum Stummfilmklassiker"Metropolis"auf dem Programm, jeweils unter der Leitung von François-Xavier Roth.
Musikvermittlung
Das Musikvermittlungsprogramm des SWR Symphonieorchester erreicht inzwischen bis zu 20.000 Menschen pro Spielzeit und beinhaltet Angebote für sämtliche Altersgruppen. Neben Kita-, Familien- und Schulkonzerten geht das SWR Symphonieorchester inzwischen auch vermehrt auf Menschen zu, die von sich aus nicht mehr den Weg in die Konzertsäle finden. So finden sich im Programm der neuen Spielzeit auch Konzerte für Senioren, Menschen mit Demenz oder auch geistiger oder körperlicher Behinderung. Gleich zu Beginn der neuen Spielzeit laden bspw. das SWR Symphonieorchester und sein Chefdirigent François-Xavier Roth Menschen mit Demenz und deren Angehörige zu insgesamt vier Konzerten im Raum Freiburg und Stuttgart ein. Fortsetzung finden zudem die vor wenigen Jahren eingeführten U26-Konzerte, zu denen Menschen im Alter von unter 26 Jahren kostenlosen Eintritt erhalten. Beim U26-Konzert in Freiburg dirigiert Vimbayi Kaziboni am 11. April 2027"Die Planeten"von Gustav Holst, bei einer"Spanischen Nacht"am 27. Juli 2027 in der Stuttgarter Liederhalle mit François-Xavier Roth am Pult steht unter anderem Ravels"Boléro"auf dem Programm. Um das wohl längste Crescendo der Musikgeschichte dreht sich auch das generationsübergreifende Mitmachprojekt"Boléro united"(ebenfalls am 27. Juli 2027), bei dem sich Schulklassen, Chöre, Seniorengruppen und/oder Generationenhäuser gemeinsam mit dem SWR Symphonieorchester unter der Leitung seines Chefdirigenten an eine Neuinterpretation von Ravels"Boléro"wagen.
Das vollständige Programm der neuen Spielzeit findet sich auf SWR.de/so. Hier steht auch die Saisonbroschüre als pdf-Datei zum Download bereit.
Kartenvorverkauf
Der Kartenvorverkauf für alle eigenveranstalten Konzerte des SWR Symphonieorchesters (Abonnements und Einzelkarten) beginnt 30. April 2026.
SWR Ticketservice
Hans-Bredow-Str. 9
76530 Baden-Baden
Telefon: 07221 300 100
E-Mail: swrticketservice(at)SWR.de
SWRTicketservice.de
Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag von 10 bis 16 Uhr
Die Konzertabende - vor Ort, im Hörfunk und in kostenlosen Videostreams
Zu erleben ist das SWR Symphonieorchester nicht nur im Konzert und in persönlichen
Begegnungen, sondern auch in SWR Kultur sowie bei kostenlosen Videostreams auf SWR.de/so.
Pressekontakt:
Matthias Claudi, Tel. 0711 929 12219, matthias.claudi(at)SWR.de
Bildkommunikation: Tel. 07221 929 26868, foto(at)SWR.de, ARD-foto.de
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Datum: 29.04.2026 - 14:38 Uhr
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