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Carve-outs: Sprungbrett zur Wertsteigerung bei richtiger Kostenplanung

ID: 2247723

(ots) -
- Kostenfalle Verflechtung: Nicht die Größe, sondern der Grad der Verflechtung mit der Muttergesellschaft treibt die Einmalkosten - bei komplexen Strukturen können diese über 15 Prozent des Umsatzes betragen
- Dauerhafte Effekte: Nach der Ausgliederung steigen die laufenden Kosten im Schnitt um 11 Prozent, insbesondere in IT, Finanzen und HR - der Wegfall von Skaleneffekten macht sich bemerkbar
- Value Creation durch Transformation: Wer die Zielorganisation nicht nur kopiert, sondern transformiert, legt den Grundstein für nachhaltige Wertsteigerung und Wettbewerbsvorteile

Carve-outs sind für viele Unternehmen ein zentrales Instrument zur strategischen Neuausrichtung und Wertsteigerung. Dabei müssen sie die tatsächlichen Kosten und Komplexitäten solcher Separationsprojekte berücksichtigen, um kostspielige Überraschungen zu vermeiden und nachhaltige Wertschöpfung zu erzielen. Das zeigt der aktuelle Report"The true price of carve-outs"von Roland Berger, für die mehr als 50 internationale Carve-out-Experten aus verschiedenen Branchen befragt wurden.

Bei stark verflochtenen Ausgliederungen, wie beispielsweise solchen, die eine physische Trennung, eine eigenständige IT-Infrastruktur oder erhebliche personelle Veränderungen erfordern, entstehen mitunter hohe einmalige Trennungskosten. Diese können bis zu 15 Prozent des Umsatzes der neuen Gesellschaft ausmachen.

Dabei ist es besonders der Grad der organisatorischen und strukturellen Abhängigkeiten, der hohe einmalige Kosten bei Ausgliederungen verursacht. Rund 92 Prozent der Umfrageteilnehmenden nennen diesen Punkt als Hauptkostentreiber - vor allem mit Blick auf IT, HR und Einkauf.

Unternehmensgröße nur selten als Kostentreiber gesehen

Auf den weiteren Plätzen folgen mit Zeitdruck (80,8%), geografischer Präsenz (78,8%) und branchenspezifischen Merkmalen (73,1%) zusätzliche Faktoren, die laut der Umfrageteilnehmenden die Kosten in die Höhe treiben. Dagegen sind nur 19 Prozent der Meinung, dass die Unternehmensgröße der neuen Gesellschaft als Kostentreiber fungiert.





Ein eigenständiger Betrieb ist strukturell teurer, die Unabhängigkeit hat ihren Preis. Wenn Skaleneffekte wegfallen und kritische Aktivitäten, die zuvor die Muttergesellschaft erbracht hat, ersetzt werden müssen, steigen die wiederkehrenden Kosten in allen Bereichen im Durchschnitt um 11 Prozent. Zu nennen sind hier insbesondere die IT (+19,8 %), Finanzen&Rechnungswesen (+15,6 %) sowie HR (+12,7 %).

Zentrale Hebel zur Wertsteigerung bei Carve-outs

"Carve-outs sorgen für eine Wertsteigerung - aber nur, wenn Unternehmen die Trennungskosten von Anfang an realistisch planen und konsequent steuern. Wer nur Bestehendes repliziert, verschenkt Potenzial. Transformation ist der Schlüssel zur Value Creation", sagt Dr. Patrick Heinemann, Senior Partner bei Roland Berger.

Für eine nachhaltige Wertsteigerung bei Carve-outs sollten Unternehmen frühzeitig Transparenz schaffen, indem sie Abhängigkeiten und zentrale Kostentreiber systematisch identifizieren. Darauf aufbauend ist ein transformativ gestaltetes Separationsdesign entscheidend: Die Zielorganisation sollte nicht nur kopiert, sondern gezielt auf Effizienz und Wertschöpfung ausgerichtet werden. Ebenso wichtig ist eine stringente Steuerung mit klaren Verantwortlichkeiten und konsequenter Umsetzung, um den Separationserfolg nachhaltig abzusichern.

Über die Studie

Die Ergebnisse basieren auf einer Umfrage unter mehr als 50 erfahrenen Carve-out-Experten aus verschiedenen Branchen in Europa und den USA. Jeder von ihnen hat in den vergangenen drei Jahren mindestens ein Carve-out-Projekt in leitender Funktion verantwortet.

Die vollständige Studie können Sie hier herunterladen: https://mailing.rolandberger.com/hubfs/Roland%20Berger_Carve-out%20Studie.pdf

Über Roland Berger

Roland Berger ist eine weltweit führende Strategieberatung mit einem breiten Leistungsangebot für alle relevanten Branchen und Unternehmensfunktionen. Roland Berger wurde 1967 gegründet und hat seinen Hauptsitz in München. Die Strategieberatung ist vor allem für ihre Expertise in den Bereichen Transformation, industrieübergreifende Innovation und Performance-Steigerung bekannt und hat sich zum Ziel gesetzt, Nachhaltigkeit in all ihren Projekten zu verankern. Roland Berger erzielte 2024 einen Umsatz von rund 1 Milliarde Euro.

Pressekontakt:

Philipp Topitsch
Corporate Communications&PR
Tel.: +49 40 37631-4452
E-Mail: philipp.topitsch(at)rolandberger.com
www.rolandberger.com


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Datum: 28.04.2026 - 14:37 Uhr
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