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Deutschland heizt um: Brandenburg bei Wärmepumpen führend, im Norden größtes Ausbaupotenzial

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(ots) - Steigende Heizkosten und volatile Energiepreise bringen immer mehr Haushalte in Deutschland dazu, auf effiziente und nachhaltige Heizlösungen wie Wärmepumpen umzusteigen. Laut Statistischem Bundesamt* wurden 2024 bereits 69,4 Prozent der neuen Wohngebäude mit Wärmepumpen ausgestattet, bei Einfamilienhäusern sogar 74,1 Prozent.

Besonders verbreitet ist die Technologie in Ein- und Zweifamilienhäusern in Wohn- und Mischgebieten, von denen es nach einer Analyse des Customer-Intelligence-Unternehmens Acxiom rund 22 Millionen gibt. Sechs Millionen dieser privat genutzten Ein- und Zweifamilienhäuser sind aufgrund ihres Flächenpotenzials sehr gut für Monoblock-Wärmepumpen geeignet.

Unterschiedliche Faktoren in Neubau und Bestand

Als vergleichsweise junge Heiztechnologie kommen Wärmepumpen bislang deutlich häufiger in Neubauten als im Gebäudebestand zum Einsatz. Unabhängig vom Baualter gilt jedoch: Einfamilienhäuser haben wesentlich häufiger Wärmepumpen als Mehrfamilienhäuser.

Die Einflussfaktoren für eine Installation unterscheiden sich jedoch zwischen Neubau und Bestand. Mit Blick auf die finanziellen Spielräume zeigt sich, dass sich in Neubauten eine höhere Kaufkraft leicht positiv auf die Verbreitung von Wärmepumpen auswirkt. Im Gebäudebestand dagegen spielt vor allem die vorhandene Energieinfrastruktur eine Rolle: Gebäude mit Photovoltaikanlage haben deutlich häufiger Wärmepumpen, unabhängig von der Kaufkraft.

Brandenburg ist Spitzenreiter bei installierten Wärmepumpen

Brandenburg ist das Bundesland mit der höchsten Dichte an Wärmepumpen in Deutschland. Nach Acxioms Analyse liegt das Land mit einem Indexwert von 190** deutlich vor Bayern und Sachsen. Weitere Bundesländer mit hoher Wärmepumpendichte sind Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz. Am unteren Ende der Skala liegen Bremen, das Saarland und Thüringen.

Ranking der Bundesländer nach Dichte installierter Wärmepumpen (Index, Deutschland = 100)






1. Brandenburg (190)
2. Bayern (144)
3. Sachsen (140)
4. Mecklenburg-Vorpommern (114)
5. Nordrhein-Westfalen (111)
6. Rheinland-Pfalz (105)
7. Baden-Württemberg (95)
8. Hamburg (94)
9. Hessen (85)
10. Sachsen-Anhalt (85)
11. Schleswig-Holstein (85)
12. Niedersachsen (81)
13. Berlin (72)
14. Thüringen (70)
15. Saarland (39)
16. Bremen (30)



Das größte Wärmepumpenpotenzial liegt im Norden

Während Brandenburg bundesweit bei der Verbreitung von Wärmepumpen führend ist, zeigt die Analyse von Acxiom, dass das größte Potenzial für Monoblock-Wärmepumpen vor allem im Norden liegt. Da diese Geräte für die Außenaufstellung mehr Fläche benötigen als Split-Anlagen (bei denen die Wärmepumpe in ein Innen- und ein Außengerät aufgeteilt ist), hängt ihr Potenzial stark von der Grundstückssituation ab.

In Schleswig-Holstein sind rund 40 Prozent der Gebäude für eine Installation sehr gut geeignet. Auch Brandenburg, Hamburg und Niedersachsen erreichen mit knapp 40 Prozent hohe Werte. Trotz des großen Potenzials liegt Schleswig-Holstein bei den tatsächlich installierten Anlagen bisher unter dem Bundesdurchschnitt, während Brandenburgdas Potenzial deutlich stärker ausschöpft.

Am unteren Ende der Skala liegt das Saarland, wo nur 14,4 Prozent der Gebäude ideale Bedingungen aufweisen. In Berlin haben rund 35 Prozent der Gebäude ein sehr hohes Potenzial. Auf Kreisebene zeigt der niedersächsische Landkreis Lüchow-Dannenberg besonders hohe Werte: 61 Prozent der Gebäude sind sehr gut für eine Monoblock-Wärmepumpe geeignet.

"Unsere Potenzialanalyse zeigt, dass in vielen Regionen Deutschlands weiterhin erhebliche Ausbaureserven bestehen. Sie bietet eine objektive Entscheidungsgrundlage für die Energiewende und verdeutlicht, in welchen Gebieten ein weiterer Ausbau effizienter Heiztechnologien möglich ist", so Christian Reuß, Vice President Data Accounts bei Acxiom.

Zur Methodik: Für die Analyse des Wärmepumpenpotenzials wurden alle Grundstücke in Deutschland bewertet. Berücksichtigt wurden Faktoren wie Grundstücksgröße, Grundstücksgrenze, bestehende Bebauung, Garageneinfahrten, Sichtachsen und Nachbargebäude, die die Aufstellung einer Monoblock-Wärmepumpe beeinflussen können. Acxiom klassifiziert das Potenzial für jedes Grundstück in Deutschland (mit Ausnahme von Bayern) auf einer Skala von 1 (kein Potenzial) bis 5 (sehr hohes Potenzial). Dabei legt Acxiom die strengstmöglichen Maßstäbe an und berücksichtigt ausschließlich unbebaute Flächen mit einem Abstand von 3m zu den Flurstückgrenzen.

* Destatis, 2025. Pressemitteilung Nr. N031 vom 4. Juni 2025. Abgerufen am 16.3.26. https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2025/06/PD25_N031_31_51.html

** Die Indexwerte basieren auf einer Stichprobe von 4 Mio. Gebäuden.

Über Acxiom

Acxiom setzt Daten gezielt ein, um komplexe Herausforderungen für weltweit führende Unternehmen und Agenturen zu lösen. Als daten- und technologiebasiertes Fundament der Omnicom Group (NYSE: OMC) vereinheitlicht, verknüpft und bereitet Acxiom Daten für KI-gesteuerte Marketing und Entscheidungsfindungen auf. So wird der maximale Nutzen aus der Technologie gezogen. Als führendes Unternehmen im Bereich Datenschutzkonformität und -governance bietet Acxiom einen datenschutzfreundlichen Ansatz, um seine Kunden auf der ganzen Welt zu unterstützen. Acxiom hat Niederlassungen in den USA, Großbritannien, Deutschland, China, Polen und Mexiko.

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Pressekontakt:

markengold PR GmbH
Anja Wiebensohn / Franziska Naumann
Torstraße 107, 10119 Berlin
Tel.: +49(0)30 / 219 159-60
acxiom(at)markengold.de


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Datum: 23.04.2026 - 10:01 Uhr
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