InternetIntelligenz 2.0 - Klimaforscher Höhne:"Wir müssen vorangehen und mehr tun"

InternetIntelligenz 2.0

kostenlos Pressemitteilungen einstellen | veröffentlichen | verteilen

Pressemitteilungen

 

Klimaforscher Höhne:"Wir müssen vorangehen und mehr tun"

ID: 2246376

(ots) - Der Klimaforscher Niklas Höhne fordert die Bundesregierung im WDR auf, beim Klimaschutz voranzugehen und mehr zu tun. Höhne, Mitgründer des NewClimate Instituts, sagte dem WDR5 Morgenecho im Kontext des Petersberg Klimadialogs, Klimaschutz habe es ein bisschen schwer gerade. In Deutschland lägen Vorschläge aufdem Tisch, das Verbrenner-Aus oder das Gebäudeenergiegesetz zu kippen. Dabei müsste genau das Gegenteil passieren, so Höhne.

Im Folgenden einige Zitatpassagen aus dem Gespräch:

(...) In der Tat, Klimaschutz hat es ein bisschen schwer gerade. Aber die Energiekrise, die wir jetzt gerade haben, die zeigt ja jetzt wirklich allen, dass es wirklich eine schlechte Idee ist, vollkommen abhängig zu sein vom Import von fossilen Energien.

(...) Bei der internationalen Klimadiplomatie hat sich ein neues Fenster aufgetan, dass in der Tat jetzt in Kolumbien im März erstmals eine Konferenz stattfinden wird, wo nur die dabei sind, die auch wirklich aussteigen wollen und alle anderen eben nicht. Also dass sich sozusagen eine Koalition derjenigen findet, die schneller vorangehen wollen. Und je nachdem, wie viel Druck dann dort entsteht und wie viele Länder da sind, kann das tatsächlich auch einige Kraft entfalten. Die EU ist dabei, aber auch Länder wie Kanada, Australien, aber sogar exportierende Länder wie Angola, Mexiko und Brasilien. Das sind jetzt nicht wenige. Das kann sicherlich zu etwas führen.

(...) Es gibt zwei gegenläufige Trends. Die eine ist eben unabhängig zu werden von fossilen Energien. Da muss man die erneuerbaren Energien ausbauen, so schnell wie möglich. (...) Ägypten hat gerade das Klimaschutzziel oder die erneuerbaren Ziele erhöht. Die EU-Kommission möchte nächste Woche mit einemVorschlag kommen, wie man das noch schneller machen kann. (...) Und auf der anderen Seite gibt es tatsächlich eben die öl-exportierenden Länder, diejenigen, die damit sehr, sehr viel Geld verdienen. Und die verdienen eben in dieser Krise noch mal mehr und haben eben dieses Geld, um jetzt weiter zu investieren. Also es lohnt sich bei diesen hohen Preisen jetzt auch Öl- und Gasfelder anzubohren, die sich vorher gar nicht gelohnt haben. Insofern gibt es beide Bewegungen und die Frage ist immer, welche gewinnt. (...) Die Erneuerbaren sind noch mal günstiger geworden und werden so wahnsinnig schnell ausgebaut, dass diesmal glaube ich dann die Erneuerbaren gewinnen werden. Aber was am Ende passiert, das müssen wir noch abwarten.





(...) Man merkt ja jetzt, dass der Druck hoch ist, vielleicht ein bisschen Klimaschutz weniger zu machen, weil die Wirtschaft schwächelt. Und mal ein bisschen zurückzudrehen und auch einen Tankrabatt zu machen, damit wir alles so machen können wie bisher. Das ist genau das Gegenteil von dem, was wir tun müssen. Wir müssen vorangehen und mehr tun. In Deutschland liegen ja viele Vorschläge auf dem Tisch, Verbrenner-Aus zu kippen oder das Gebäudeenergiegesetz zu kippen oder den erneuerbaren Ausbau ein bisschen langsamer zu machen. Das ist alles natürlich schlecht, weil uns das länger abhängig macht von fossilen Energien. Und da müsste eigentlich genau das Gegenteil passieren: eben schnellerrein in die erneuerbaren Energien, schneller Elektrifizierung, also Elektromobilität, öffentlicher Nahverkehr, Wärmepumpen und Strom in der Industrie. Das ist, was jetzt passieren muss und zwar sehr, sehr, sehr schnell.

Pressekontakt:

WDR Newsroom
newsroom-jetzt(at)wdr.de


Original-Contentvon: WDR Newsroom,übermittelt durch news aktuell


Themen in diesem Fachartikel:


Unternehmensinformation / Kurzprofil:
drucken  als PDF  an Freund senden  
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 22.04.2026 - 12:03 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 2246376
Anzahl Zeichen: 0

Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: ots
Stadt:

Köln



Kategorie:



Dieser Fachartikel wurde bisher 2 mal aufgerufen.


Der Fachartikel mit dem Titel:
"Klimaforscher Höhne:"Wir müssen vorangehen und mehr tun""
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

WDR Newsroom (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).


Alle Meldungen von WDR Newsroom



 

Wer ist Online

Alle Mitglieder: 50.295
Registriert Heute: 0
Registriert Gestern: 0
Mitglied(er) online: 0
Gäste Online: 253


Bitte registrieren Sie sich hier. Als angemeldeter Benutzer nutzen Sie den vollen Funktionsumfang dieser Seite.