Die Wittener Tage im Sog der Gegenwart

(ots) - 21 Premieren in drei Tagen // Musiktheater-Uraufführung von Chaya Czernowin // Neue Musik im Stadtraum
Bei den am Freitag beginnenden 58. Wittener Tagen für neue Kammermusik (24.–26. April) drängt sich die Realität mitten ins Zentrum des künstlerischen Schaffens. Unter dem Motto „Gegenwart. Unentrinnbar“ präsentiert das Festival eine Fülle neuer Werke, die erkennbar unter dem Eindruck aktueller politischer und gesellschaftlicher Konflikte stehen. Neben den Kriegen im Nahen Osten und in der Ukraine sind es vor allem die autoritären und rechtsextremen Tendenzen in Europa, die sich in die Werke einschreiben.
In insgesamt 13 Veranstaltungen präsentiert das renommierte Uraufführungsfestival Komponist*innen aus rund 20 Ländern. 14 Ur- und sieben Erstaufführungen zeigen, wie stark die weltpolitischen Umwälzungen unserer Tage die kreativen Energien der Komponierenden lenken. Im Zentrum steht Chaya Czernowin, eine der bedeutendsten Komponistinnen unserer Zeit, die mit fünf gewichtigen Werken vertreten ist. Mit ihrem neuen Musiktheater The Redheaded Man, bei dem sie erstmals auch Regie führt, nimmt die Wittener Porträtkomponistin auf die Absurdität einer von willkürlicher Gewalt bestimmten Conditio humana Bezug.
Zu den Mitwirkenden zählen international führende Ensembles wie das Klangforum Wien, das Quatuor Diotima, das Ensemble hand werk, die Basel Sinfonietta und das WDR Sinfonieorchester. Um die Live-Elektronik kümmern sich das Pariser IRCAM sowie das SWR Experimentalstudio.
Im IEMA ATELIER mit dem Ensemble der Internationalen Ensemble Modern Akademie richtet sich der Blick nach vorn: Sechs Uraufführungen junger Komponist*innen, ausgewählt aus rund 130 Einreichungen, schlagen neue Wege bei der Behandlung des gemischten Ensembles ein.
Auch der Stadtraum wird Teil des Festivals: Zwei musikalische Umzüge mit der Marching Band der Neuen Musik, der TRAVEL MUSICA – CHING DONG Band, sorgen im Stil einer künstlerischen Intervention für überraschende Begegnungen mit den Menschen in der Wittener City.
Seit 1969 veranstalten der Westdeutsche Rundfunk und die Stadt Witten gemeinsam die Wittener Tage für neue Kammermusik – eines der international wichtigsten Foren für zeitgenössische Musik.
„Der WDR ist seit 75 Jahren international einer der wichtigsten Taktgeber für die Neue Musik. Das Festival ist ein Leuchtturm mit Strahlkraft weit über das Ruhrgebiet hinaus“, sagt WDR-3-Programmchef Matthias Kremin.
Tickets sind im Online-Shop und an der Saalbaukasse Witten (saalbaukasse(at)stadt-witten.de) erhältlich, WDR 3 überträgt das Festival im Radio und online als Stream on demand.
Die WDR-3-Sendetermine:
Freitag, 24.04.2026, 20.03–0.00 Uhr: WDR 3 Konzert
Samstag, 25.04.2026, 18.04–23.00 Uhr: WDR 3 Konzert
Sonntag, 26.04.2026, 20.03–0.00 Uhr: WDR 3 Konzert
Alle aktuellen Informationen finden Sie im Internet unter www.wdr3.de und www.wittenertage.de sowieüber das WDR 3 Hörertelefon unter 0221-56789 333.
Fotos finden Sie unter ARD-Foto.de
Besuchen Sie auch die WDR-Presselounge: presse.wdr.de (http://presse.WDR.de)
Pressekontakt:
Ihre Fragen richten Sie bitte an:
WDR Kommunikation
Telefon 0221 220 7100
kommunikation(at)wdr.de
Original-Contentvon: WDR Westdeutscher Rundfunk,übermittelt durch news aktuell
Themen in diesem Fachartikel:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 20.04.2026 - 13:37 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 2245716
Anzahl Zeichen: 0
Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: ots
Stadt:
Köln
Kategorie:
Medien & Unterhaltung
Dieser Fachartikel wurde bisher 2 mal aufgerufen.
Der Fachartikel mit dem Titel:
"Die Wittener Tage im Sog der Gegenwart"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
WDR Westdeutscher Rundfunk (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).




