ZAG-MaRisk-Compliance: Umsetzung neuer Anforderungen für Zahlungs- und E-Geld-Institute
Die regulatorischen Anforderungen an Zahlungs- und E-Geld-Institute haben sich mit der Einführung der ZAG-MaRisk deutlich weiterentwickelt. Hintergrund ist insbesondere das BaFin-Rundschreiben 07/2024, das eine stärkere Ausrichtung auf Governance, Risikoorientierung und prüfungssichere Prozesse fordert. Für Institute entsteht daraus die Notwendigkeit, bestehende MaRisk-Strukturen zuüberprüfen und auf die spezifischen Anforderungen des Zahlungsdiensteaufsichtsgesetzes (ZAG) anzupassen. Das Seminar„ZAG-MaRisk-Compliance“ordnet diese Entwicklungen ein und beleuchtet deren praktische Umsetzung.

(IINews) - Regulatorische Neuausrichtung und aufsichtliche Erwartungen
Die ZAG-MaRisk stellen keinen vollständigen Systemwechsel dar, sondern bauen auf den bekannten MaRisk-Strukturen auf. Gleichzeitig verändern sich die Erwartungen der Aufsicht deutlich. Insbesondere seit den regulatorischen Konsequenzen aus Marktentwicklungen im Zahlungsverkehr wird eine stärker risikoorientierte und dokumentationssichere Ausgestaltung der Compliance-Funktion gefordert.
Institute müssen nachvollziehbar darlegen, wie sie regulatorische Anforderungen identifizieren, bewerten und in interne Kontrollprozesse überführen. Dabei spielt das Proportionalitätsprinzip eine zentrale Rolle, um Anforderungen angemessen an Größe, Geschäftsmodell und Risikoprofil anzupassen.
Herausforderungen bei der Umsetzung der ZAG-MaRisk-Compliance
Die praktische Umsetzung der ZAG-MaRisk-Compliance bringt vielfältige Herausforderungen mit sich. Dazu zählen insbesondere die Übertragung bestehender MaRisk-Compliance-Strukturen auf ZAG-Institute sowie die klare Abgrenzung von Rollen und Verantwortlichkeiten innerhalb der Governance-Struktur.
Hinzu kommen Anforderungen an eine belastbare Normeninventur, die Entwicklung einer risikoorientierten Compliance-Risikolandkarte sowie die Integration von Monitoring- und Reporting-Prozessen. Auch Schnittstellen zu IT-Projekten, Auslagerungen und regulatorischen Anforderungen wie DORA gewinnen an Bedeutung. Die ZAG-MaRisk-Compliance erfordert daher ein strukturiertes Zusammenspiel verschiedener Kontrollfunktionen.
Inhalte des Seminars zur ZAG-MaRisk-Compliance
Im Seminar werden unter anderem folgende Themen behandelt:
• Hintergrund und Zielsetzung der ZAG-MaRisk sowie aktuelle aufsichtliche Entwicklungen
• Rolle, Aufgaben und Verantwortung der Compliance-Funktion in ZAG-Instituten
• Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen MaRisk- und ZAG-MaRisk-Compliance
• Umsetzung des Proportionalitätsprinzips in der Praxis
• Aufbau einer Compliance-Governance einschließlich Normeninventur und Risikolandkarte
• Anforderungen an Risk Assessment, Monitoring und Reporting
• Einbindung der Compliance-Funktion bei wesentlichen Änderungen, IT-Projekten und Auslagerungen
Darüber hinaus werden typische Prüfungsfeststellungen sowie praxisnahe Lösungsansätze zur Sicherstellung einer prüfungssicheren Dokumentation behandelt.
Relevanz für betroffene Zielgruppen
Die ZAG-MaRisk-Compliance ist insbesondere relevant für Compliance-Officer und Mitarbeitende in Zahlungs- und E-Geld-Instituten. Ebenso betroffen sind Fach- und Führungskräfte aus den Bereichen Risk, Governance und interne Revision sowie Verantwortliche in FinTechs, Payment Service Providern und digitalen Zahlungsdienstleistern. Auch Projektleitende, die regulatorische Umsetzungsprojekte begleiten, profitieren von einer fundierten Einordnung der Anforderungen.
Fachliche Expertise der Referierenden
Die Referierenden verfügen über umfassende Erfahrung in der MaRisk- und ZAG-Compliance sowie in der praktischen Umsetzung regulatorischer Anforderungen in Finanzinstituten. Sie verbinden langjährige Tätigkeit in der Compliance-Funktion mit fundierter Expertise in Governance, Risikomanagement und aufsichtsrechtlichen Fragestellungen.
Das Seminar findet am 24. Juni 2026 als Online-Veranstaltung statt.
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Datum: 20.04.2026 - 12:30 Uhr
Sprache: Deutsch
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Freigabedatum: 22.04.2026
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