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Streit oder Rückzug: Jonathan Makkonen und Janine Förster von Das Relationship verraten, warum Paare immer in denselben Mustern feststecken

ID: 2244439

(ots) - Wo in vielen Partnerschaften zunächst Verliebtheit und Nähe dominieren, stehen irgendwann nur noch Termine, To-dos und zunehmende Distanz im Vordergrund. Dabei ist es nicht der Mangel an Liebe, der Beziehungen langfristig zermürbt, sondern vielmehr das Fehlen von Werkzeugen zur Konfliktlösung. Doch was steckt hinter den immer gleichen Streitmustern und wie lässt sich dieser Kreislauf endlich durchbrechen?

Beruflicher Stress, familiäre Verpflichtungen, volle Kalender: Plötzlich drehen sich Gespräche nur noch um Termine und Aufgaben, nicht mehr um Gefühle oder echte Verbindung. Was einst eine emotionale Partnerschaft war, wird schleichend zum Organisationsteam. Bedürfnisse bleiben unausgesprochen, Missverständnisse häufen sich, und irgendwann entsteht ein Muster, das sich immer wieder wiederholt: Ein Partner kritisiert, macht Vorwürfe – der andere zieht sich zurück, schweigt, meidet den Konflikt. Dieses Zusammenspiel aus Angriff und Rückzug löst keine Probleme, es verstärkt sie. Jeder Streit, der nicht wirklich ausgetragen wird, hinterlässt dabei eine emotionale Verletzung. Diese Verletzungen summieren sich, bis die Distanz zwischen zwei Menschen so groß geworden ist, dass sie kaum noch zueinanderfinden. „Wer nicht versteht, warum er immer wieder in denselben Mustern landet, wird sie auch in der nächsten Beziehung wiederholen. Denn die Muster kommen nicht vom Partner, sie kommen von innen“, erklärt Jonathan Makkonen von Das Relationship.

„Das Tragische ist: Die meisten Paare suchen erst dann Hilfe, wenn der Schaden bereits so groß ist, dass eine Trennung unmittelbar droht. Dabei wäre frühes Handeln so viel wirksamer“, ergänzt Janine Förster. Genau hier setzen Jonathan Makkonen und Janine Förster an: Der Sozialpädagoge bringt über zwölf Jahre Erfahrung in der Jugendhilfe mit. Janine Förster ist systemische Therapeutin und Sozialpädagogin mit mehr als 24 Jahren Berufserfahrung. In ihrer gemeinsamen Praxis erlebten beide immer wieder dasselbe: Familien und Paare, deren Konflikte so weiteskaliert waren, dass staatliche Eingriffe drohten oder bereits erfolgten. Diese Erfahrung führte 2019 zur Gründung von Das Relationship. Seither verfolgen sie ein Ziel: bindungsorientiertes Wissen und systemische Methoden für Paare zugänglich zu machen, bevor Beziehungen dauerhaft Schaden nehmen. Wie das konkret gelingt, zeigen sie anhand ihres strukturierten Drei-Phasen-Modells.





Warum Paare immer wieder in dieselben Fallen tappen

Bevor Veränderung möglich ist, braucht es Verstehen. Wer nicht weiß, warum er in Konflikten so reagiert, wie er reagiert, wird sein Verhalten nicht dauerhaft verändern können. Genau deshalb beginnt die Arbeit mit Das Relationship nicht mit Kommunikationstipps oder Streitregeln, sondern mit einer gründlichen Analyse der Beziehungsdynamik. In der entsprechende Explorationsphase wird systematisch sichtbar gemacht, welche Muster in der Partnerschaft ablaufen, wann sie ausgelöst werden und woher sie stammen.

Ein zentrales Werkzeug dabei ist das Genogramm– eine grafische Darstellung von Familienstrukturen und Beziehungsmustern über mehrere Generationen hinweg. Es macht sichtbar, was oft unsichtbar bleibt: wie Verhaltensweisen, Konfliktstrategien und emotionale Prägungen von einer Generation zur nächsten weitergegeben werden. Paare erkennen in dieser Phase, dass viele ihrer heftigsten Reaktionen gar nicht durch den aktuellen Partner ausgelöst werden, sondern durch alte, tief verankerte Erfahrungen. „Wenn zwei Menschen verstehen, dass sie nicht auf den anderen reagieren, sondern auf ihr eigenes inneres Erleben, verändertsich der Blick auf den Konflikt grundlegend und Schuldzuweisungen verlieren ihre Kraft“, verrät Jonathan Makkonen. Dieses gemeinsame Verständnis für emotionale Trigger, also spezifische Auslöser für intensive emotionale Reaktionen, und automatische Verhaltensmuster bildet das Fundament für alles, was folgt.

Konkrete Werkzeuge für den Alltag

Doch auch Wissen allein verändert nichts. Zusätzlich braucht es Übung, Wiederholung und Methoden, die im Alltag tatsächlich funktionieren. In der Arbeitsphase des Drei-Phasen-Modells werden genau diese Werkzeuge vermittelt und trainiert. Im Mittelpunkt steht zunächst die Emotionsregulation: Paare lernen, ihre eigenen Gefühle differenziert wahrzunehmen, einzuordnen und in Konfliktsituationen bewusst zu steuern, statt impulsiv zu reagieren. Parallel dazu wird Kommunikation durch den Einsatz von Ich-Botschaften, bei denen eigene Gefühle und Bedürfnisse formuliert werden, ohne den Partner anzugreifenoder zu beschuldigen, neu erlernt.

Ergänzt wird das durch aktives Zuhören und das sogenannte Spiegeln: Ein Partner gibt das Gehörte in eigenen Worten wieder, um sicherzustellen, dass Inhalte wirklich verstanden wurden und Missverständnisse gar nicht erst entstehen. Zwischen den Sitzungen erhalten Paare zudem konkrete Aufgaben, die sie im Alltag umsetzen. Deren Ergebnisse werden in der nächsten Sitzung gemeinsam reflektiert. „Veränderung entsteht nicht im Gespräch mit uns, sondern im Alltag. Deshalb ist die praktische Umsetzung zwischen den Sitzungen genauso wichtig wie die Sitzungen selbst“, betont Janine Förster von Das Relationship. „So werden neue Verhaltensweisen nicht nur verstanden, sondern wirklich verankert.“

Wenn neue Muster auch unter Druck halten

Das Erlernen neuer Verhaltensweisen ist dabei eine Sache. Sie auch dann aufrechtzuerhalten, wenn der Alltag stressig wird und alte Muster wieder an die Oberfläche drängen, ist eine andere. Genau hier setzt die Stabilisierungsphase an: In diesem letzten Abschnitt des Drei-Phasen-Modells geht es darum, die neu erlernten Kommunikations- und Verhaltensmuster so zu festigen, dass sie auch in belastenden Situationen stabil bleiben. Dafür werden zunächst potenzielle Rückfallrisiken identifiziert: Welche Situationen könnten dazu führen, dass alte Konfliktmuster wieder auftauchen? Und was kann das Paar in genau diesen Momenten konkret tun, um nicht in alte Reaktionen zurückzufallen?

Für jedes dieser Szenarien werden individuelle Strategien entwickelt. Das übergeordnete Ziel ist dabei klar: Paare sollen am Ende in der Lage sein, Konflikte eigenständig und konstruktiv zu lösen, ohne dauerhaft auf externe Unterstützung angewiesen zu sein. „Wir wollen nicht, dassPaare uns brauchen. Wir wollen, dass sie sich selbst befähigen, ihre Beziehung eigenständig weiterzuentwickeln“, fasst Jonathan Makkonen zusammen.

Fazit: Eine Beziehung, die wirklich trägt

Wer die drei Phasen durchläuft, erlebt grundsätzlich konkrete Veränderungen: Konflikte eskalieren seltener, weil beide Partner früher anders reagieren. Die Kommunikation wird klarer und weniger von Vorwürfen geprägt. Das gegenseitige Verständnis wächst, weil beide die Hintergründe der Reaktionen des anderen kennen. Und die emotionale Nähe, die im Alltag so leicht verloren geht, kann wieder aufgebaut werden. Doch die Wirkung reicht noch weiter: Wer transgenerationale Muster durchbricht, verändert nicht nur die eigene Beziehung, sondern verhindert auch, dass Kinder dieselben Muster übernehmen und in ihre eigenen späteren Beziehungen tragen. Ohne gezielte Veränderung hingegen bleibt das Risiko bestehen: Konflikte eskalieren weiter oder werden dauerhaft vermieden, emotionale Distanz wächst, und dieselben Dynamiken tauchen in der nächsten Beziehung wieder auf.

Sie wollen sich aus festgefahrenen Mustern befreien und in Ihren familiären Beziehungen glücklicher werden? Dann melden Sie sich jetzt bei Jonathan Makkonen und Janine Förster von Das Relationship (https://dasrelationship.com/) und vereinbaren Sie ein kostenloses Erstgespräch!

Pressekontakt:

Das Relationship Jonathan Makkonen und Janine Förster Coaching GbR
E-Mail: info(at)dasrelationship.com
Web: https://dasrelationship.com


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