rbb besetzt neue Führungspositionen - journalistische Qualität und relevantes Programm als zentraler Auftrag

(ots) - Der Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) setzt nach der Stabilisierung seiner Finanzen die umfassendste inhaltliche und strukturelle Erneuerung des Senders seit seiner Gründung um. Dafür ersetzt eine völlig neue Struktur die zweite Führungsebene unterhalb des staatsvertraglich definierten Direktoriums aus Intendantin Ulrike Demmer, Verwaltungs-, Produktions- und Betriebsdirektorin Nicole Küchler-Stahn sowie Programmdirektor Robert Skuppin. Sie macht den rbb durch vernetztes Arbeiten und kürzere Entscheidungswege schneller und flexibler. Zugleich führt sie mittelfristig zu einer deutlichen Verringerung des außertariflichen Personalaufwands. Künftig gliedert sich der rbb auf der zweiten Führungsebene in sieben statt bislang 12 Bereiche: Chefredaktion, Programmmanagement, Programmentwicklung und Innovation, Operatives Geschäft, Technologie und Infrastruktur, Ressourcenplanung sowie Immobilienstrategie.
Ulrike Demmer:"Hierübernehmen exzellente Fachleute und ausgewiesene Teamplayer Verantwortung im rbb. Wir stehen gemeinsam vor der weitreichendsten Veränderung in unserer Geschichte und starten aus einer guten Position: Unsere Programme sind reichweitenstark und relevant, wir haben in einer gemeinsamen Kraftanstrengung die Finanzen des Senders so geordnet, dass dem Programm zusätzliche Mittel zur Verfügung stehen. Dazu hat gute Zusammenarbeit mit Arbeitnehmervertretungen und unseren Gremien beigetragen. Dank gilt vor allem denen, die den rbb an verantwortlicher Stelle im Haus bis hierhergeführt haben und jetzt zurückstehen. Die neue, schlankere Organisation baut auf deren wirksamer Arbeit auf und wird durch sie erst möglich - das nehmen wir mit in die neuen Abläufe."
Die Grundlagen für die neue Organisationsstruktur entstehen im Projekt"Neue Zusammenarbeit"als Teil des"Zielbild rbb 2028". Auf dieser Basis erarbeiten die neuen Führungspersonen die Neuaufstellung des rbb für alle Bereiche des Senders.
Neuer Chefredakteur des rbb wird Georg Heil. Er ist seit 2021 Redaktionsleiter des ARD-Politikmagazins Kontraste vom rbb, davor arbeitete er unter anderem als Investigativ-Reporter im Rahmen der Recherchekooperation NDR/WDR/Süddeutsche Zeitung, beim MDR und bei SPIEGEL TV Magazin. Er ist Träger des Grimme Preis und des Marler Medienpreis für Menschenrechte. Als Chefredakteur steht Heil als"Erster Journalist"für die publizistische Qualität und die Steuerung der publizistischen Linie über alle Ausspielwege des rbb.
Das Programmmanagement des rbbübernimmt Jana Cebulla. Sie wechselt als Leiterin der Hauptredaktion Kultur und Jugend vom MDR zum rbb, zuvor war sie dort Hauptredaktionsleiterin Junge Angebote sowie Redaktionsleiterin von MDR SPUTNIK. Ihre berufliche Laufbahn begann in der privaten Hörfunklandschaft, unter anderem als Chefredakteurin bei 94,3 rs2 (Regiocast). Im öffentlich-rechtlichen Rundfunk verfügt sie über rund 15 Jahre Führungserfahrung. Als Leiterin Programm-Management sichert sie die organisatorische Grundlage für ein starkes, flexibles Programm, übersetzt die strategischen Ziele des rbb in redaktionelle Prozesse und fördert die vernetzte Zusammenarbeit der journalistischen Fachteams.
Die Leitung Programmentwicklung&Innovationübernimmt Torsten Amarell. In dieser Funktion verantwortet er das strategische Programmportfoliomanagement des Senders und treibt dabei Innovationen in Formaten, Ausspielwegen und Technologien voran. Amarell kam im Jahr 2020 zum rbb und baute die crossmediale Hauptabteilung Gesellschaft auf. Dazugehören unter anderem die Radioprogramme Antenne Brandenburg, rbb88.8 und Fritz sowie die Angebote für junge, digitale Zielgruppen des rbb und funk ebenso wie das Vorabend-Magazin DER TAG. Er war bis 2020 Redaktionsleiter Talk&Journalistische Unterhaltung beim MDR und davor Redaktionsleiter der täglichen Sendung DAS! beim NDR.
Für die Rolle Technologie&Infrastruktur soll Julian Hecker die Verantwortungübernehmen. Er wechselt aus der Produktionsleitung Digitale Transformation im rbb, davor war er unter anderem für das Anforderungsmanagement und die technische Konzeption des Crossmedialen Newscenters im rbb verantwortlich. Erfahrungen sammelte er als langjähriger Produktionsleiter im ARD-Studio London und bei der Gesamtproduktionsleitung des Deutschen Radiopreises beim NDR. Er initiierte und verantwortete zudem senderübergreifende Kooperationen und die Entwicklung neuer Produktionslösungen. In seine Zuständigkeit fallen künftig der Betrieb und die Weiterentwicklung der technischen Systeme sowie die technologische Strategie des rbb.
Leiter der Ressourcenplanung im rbb wird Robert Knaack. Er ist seit 2022 Abteilungsleiter Business Solutions&Performance / Contract Origination in der Mercedes-Benz Bank Service Center GmbH in Berlin, damit unter anderem zuständig für die strategische Weiterentwicklung und die übergreifende Performance-Steuerung. Seine berufliche Laufbahn führte ihn zuvor in verantwortliche Positionen bei der Mercedes-Benz Banking Service GmbH in Saarbrücken und bei der Mercedes-Benz Bank AG Stuttgart. Im rbb plant und steuert er künftig Personal-, Finanz- und Sachmittelressourcen strategisch und schafft ein zentrales Ressourcenmonitoring, das dem Haus bislang fehlt.
Die Leitung Operatives Geschäft liegt in den Händen von Elke Werba. Sie studierte an der Hochschule für Film und Fernsehen"Konrad Wolf"in Potsdam erfolgreich"Montage"und leitete seit 2017 den Bereich Schnitt im rbb. 2019 wurde sie Abteilungsleiterin Postproduktion&Gestaltung. In ihrer neuen Rolleübersetzt Elke Werba die strategischen Entscheidungen des Senders in effiziente und wirtschaftliche Produktions- und Serviceprozesse und entwickelt die Abläufe des täglichen Betriebs weiter.
Die Immobilienstrategie des rbb verantwortet Silke Borkmann, bislang und seit 2003 Leiterin der Hauptabteilung Gebäudemanagement im rbb. Gemeinsam mit ihrem Team hat sie die aktuelle, einsparorientierte Immobilien-Strategie des Senders entwickelt sowie erfolgreich erste Maßnahmen zur Flächenoptimierung und komplexe Umbau-, Sanierungs- und Modernisierungsvorhaben umgesetzt. Künftig stehen weitere, umfangreiche Umsetzungsmaßnahmen, u. a. die Umbaumaßnahmen im Haus des Rundfunks sowie am Standort Potsdam sowie die Verwertung nicht betriebsnotwendiger Immobilien, im Mittelpunkt.
Noch eine Besonderheit: Fünf von sieben Positionen werden von Kolleginnen und Kollegen mit ostdeutscher Biografie übernommen. Sie werden zunächst Regeln der Zusammenarbeit untereinander entwerfen und dann mit den Mitarbeitenden des Senders die bisherigen Arbeitsabläufe überprüfen und an die neuen Strukturen anpassen. Dafür ist zunächst ein Zeitrahmen bis zum Jahresende vorgesehen. Ulrike Demmer:"Unser wichtigster Auftrag ist journalistische Qualität und relevantes Programm, dem müssen alle Strukturen dienen. Ob und wie das geht, wissen unsere Kolleginnen und Kollegen im Haus am besten. Ihr Beitrag wird entscheidend für die weiteren Schritte sein. Ein rbb-weites Projekt dazu ist bereits aufgesetzt, gelingen kann uns der umfassende Umbau nur gemeinsam."
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Datum: 14.04.2026 - 12:05 Uhr
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