Heiztechnik im Bestand: Erweiterung statt Systemwechsel

(ots) - Während Neubauten auf bestimmte Heizkonzepte ausgelegt werden, müssen Planer und Bauherren im Rahmen einer Modernisierung mit den vorhandenen baulichen und technischen Rahmenbedingungen arbeiten, denn der überwiegende Anteil der Wohngebäude in Deutschland wurde vor Jahrzehnten gebaut. Hinzu kommen wirtschaftliche Aspekte, die eine vollständige Neuinstallationen häufig unattraktiv machen oder vom Eigentümer schlichtweg nicht finanzierbar sind.
Vor diesem Hintergrund gewinnen hybride Heizsysteme in der Praxis zunehmend an Bedeutung. Statt bestehende Zentralheizungen vollständig zu ersetzen, werden sie gezielt ergänzt. Moderne Einzelraumfeuerstätten spielen dabei eine besondere Rolle. Sie ermöglichen eine bedarfsgerechte Beheizung einzelner Wohnbereiche, ohne dass das gesamte Gebäude auf ein neues Heizsystem umstellt werden muss.
Die schnelle Lösung: Hybride Systeme
"In Bestandsgebäuden geht es um praktikable Lösungen", betont Frank Kienle, Geschäftsführer des HKI Industrieverband Haus-, Heiz- und Küchentechnik e. V."Moderne Einzelraumfeuerstätten lassen sich überall dort aufstellen, wo zusätzliche Wärme gewünscht wird und ein Schornsteinzug für den Anschluss der Feuerstätte vorhanden ist. Sie können klassische Gas- oder Ölheizungen ebenso wie moderne Luftwärmepumpen sinnvoll entlasten."
Als Ergänzung zur Zentralheizung tragen Holzfeuerungen dazu bei, den Einsatz fossiler Brennstoffe zu reduzieren. Sie übernehmen einen Teil der Wärmeerzeugung direkt im Wohnraum und senken damit die Laufzeiten der Zentralheizung. In Kombination mit einer Wärmepumpe entstehen hybride Lösungen,bei denen unterschiedliche Wärmeerzeuger je nach Bedarf und Situation eingesetzt werden können. Während die Wärmepumpe die Grundlast abdeckt, liefert die Feuerstätte in der kalten Jahreszeit zusätzliche Wärme, was den Stromverbrauch der Wärmepumpe reduziert. Zudem greifen Holzfeuerungen auf die regionale Brennstoffversorgung zurück, was unabhängiger von geopolitischen Ereignissen und strombasierten Infrastrukturen macht.
Effiziente Verbrennungstechnik
Moderne Geräte verfügen über einen optimierten Feuerraum mit entsprechender Luftführung, sodass ein sauberer Abbrand gewährleistet ist. Gegenüber Altgeräten aus den 1990er Jahren erzeugen sie um bis zu 85 Prozent geringere Emissionen. Hinzu kommen optionale Partikelabscheider, Katalysatoren und eine elektronische Steuerung der Verbrennungsluft, die die Emissionen nochmals reduzieren. Ein weiterer Pluspunkt: Neue Öfen benötigen für die gleiche Wärmeleistung bis zu 30 Prozent weniger Brennstoff, was wiederum unsere Holzressourcen schont.
Weiterführende Informationen unter www.ratgeber-ofen.de, www.bundesverband-brennholz.de sowie www.ratgeber-hybridheiztechnik.de
Pressekontakt:
HKI Industrieverband Haus-, Heiz- und Küchentechnik e.V.
Thomas Schnabel
Referent Politik und Wirtschaft
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Datum: 13.04.2026 - 15:34 Uhr
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