Zur Verkehrssicherheitskonferenz: Breites Bündnis fordert Tempolimit für mehr Verkehrssicherheit und weniger Abhängigkeit vonÖl-Importen

(ots) -
- Tempolimit auf Autobahnen, Tempo 80 außerorts und Tempo 30 innerorts rettet jedes Jahr hunderte Menschenleben und ist wichtigste Klimaschutzmaßnahme im Verkehrssektor
- Tempolimit spart bis zu 4,7 Milliarden Liter Sprit pro Jahr und kann Abhängigkeit von Öl-Importen deutlich reduzieren und Geldbeutel entlasten
- Gesellschaftliches Bündnis fordert: Verkehrsminister Schnieder muss das Tempolimit als Sofortmaßnahme auf den Weg bringen
Im Vorfeld der Nationalen Verkehrssicherheitskonferenz fordert ein von der Deutschen Umwelthilfe (DUH) koordiniertes breites gesellschaftliches Bündnis Verkehrsminister Schnieder auf, endlich ein Tempolimit als zentrale Sofortmaßnahme für mehr Verkehrssicherheit einzuführen. Während auf der morgigen Konferenz im Verkehrsministerium über Strategien für sichere Mobilität diskutiert werden soll, fehlt bis heute der politische Wille für das einfachste, günstigste und wirksamste Maßnahmenpaket für mehr Verkehrssicherheit: Ein generelles Tempolimit auf Autobahnen, die Absenkung der Höchstgeschwindigkeit außerorts auf 80 km/h und mehr Tempo 30 innerorts. Diese Maßnahmen sind nahezu kostenfrei, sofort umsetzbar und würden jährlich hunderte Verkehrstote und tausende Schwerstverletzte vermeiden. Dazu sparen die Tempolimits jährlich bis zu 11,7 Millionen Tonnen CO2 und bis zu 4,7 Milliarden Liter Sprit und reduzieren so die Abhängigkeit von Öl-Importen.
Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der DUH:"Diese Verkehrssicherheitskonferenz ist eine reine Schaufensterveranstaltung, solange Minister Schnieder nicht bereit ist, die wirksamste Sicherheitsmaßnahme endlich umzusetzen: das Tempolimit. Auch für das vollkommen unzureichende und damit rechtswidrige Klimaschutzprogramm braucht es ein Tempolimit von 100 km/h auf Autobahnen, 80 km/h außerorts und 30 km/h innerorts. Durch die Einsparung von Milliarden Litern Sprit werden die CO2-Emissionen sofort gesenkt und gleichzeitig sinkt der Spritpreis durch eine geringere Nachfrage. Während erste Staaten den Verbrauch von Diesel und Benzin rationieren, darf auf deutschen Autobahnen weiterhin mit 300 km/h und mehr gerast werden - zulasten des Klimas und der Sicherheit. Bürgerinnen undBürger laden wir ein, sich unserer Forderung nacheinem Tempolimit anzuschließen und unsere Petition zu unterschreiben."
Wulf Hoffmann, Vorstandsmitglied der Verkehrsunfall-Opferhilfe Deutschland:"Mit den Foren bei der Nationalen Verkehrssicherheitskonferenz werden wichtige Themen aufgegriffen. Es fehlt aus ideologischen Gründen allerdings die wirksamste Maßnahme zur Reduzierung von Verkehrsopfern - eine Reduzierung der Regelgeschwindigkeit auf 80 km/h auf Landstraßen, wie sie von den drei wesentlichen Verkehrssicherheitsorganisationen Deutsche Verkehrswacht, Deutscher Verkehrssicherheitsrat und Deutscher Verkehrsgerichtstag gefordert wird."
Tina Löffelsend, Abteilungsleiterin Klimaschutz beim BUND:"Das Tempolimit ist eine wirksame Antwort auf die aktuelle Krise und für mehr Sicherheit im Straßenverkehr. Die Argumente für ein Tempolimit sind glasklar: Weniger Kraftstoffverbrauch und weniger schwere Unfälle. Ein generelles Tempolimit auf Autobahnen sowie niedrigere Höchstgeschwindigkeiten im übrigen Straßennetz sind überfällig, einfachumzusetzen und von einer Mehrheit der Bevölkerung gewollt. Die Fakten sprechen eine deutliche Sprache - jetzt braucht es den politischen Willen, Energie und Kosten zu sparen."
Roland Stimpel, Vorstand FUSS e.V.:"Innerorts geschehen rund 80 Prozent aller tödlichen Verkehrsunfälle auf Straßen mit Tempolimit 50. Das ist einfach zu hoch, wo Menschen zu Fuß über die Fahrbahn müssen."
Hintergrund:
Das von der DUH initiierte Aktionsbündnis besteht aus den folgenden Organisationen:
Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Changing Cities e.V., FUSS e.V., Gewerkschaft der Polizei (GdP), Greenpeace Deutschland, Hannovair, Initiative für sichere Straßen, Klimaschutz im Bundestag, Naturschutzbund Deutschland (NABU), Robin Wood e.V., Verbund Service und Fahrrad (VSF),Verkehrsclub Deutschland (VCD), Verkehrsunfall-Opferhilfe Deutschland (VOD).
Links:
DUH-Aktion für ein Tempolimit: https://www.duh.de/mitmachen/tempolimit-jetzt/
Pressekontakt:
Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer DUH
0171 3649170, resch(at)duh.de
Wulf Hoffmann, Vorstandsmitglied VOD
039222 2085, 0176 61634519, wulf.hoffmann(at)fevr.ngo
Jens Hilgenberg, Leiter Verkehrspolitik BUND
030 27586467, jens.hilgenberg(at)bund.net
Roland Stimpel, Vorstand FUSS e.V.
0163 1833508, roland.stimpel(at)fuss-ev.de
DUH-Newsroom:
030 2400867-20, presse(at)duh.de
www.duh.de
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Datum: 13.04.2026 - 13:00 Uhr
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