Warum viele Pflegeleistungen ungenutzt bleiben: Maxim Dorn von der ADG Seniorenservice GmbHüber Fehlannahmen, Pflegegeld-Logik und verschenktes Potenzial
(ots) - Trotz bestehendem Anspruch verzichten zahlreiche Familien auf professionelle Pflegeunterstützung – oft aus Angst, das Pflegegeld zu verlieren, oder weil sie glauben, ambulante Pflege sei bürokratisch kaum zugänglich. Dabei wäre Hilfe nicht nur möglich, sondern dringend nötig: Angehörige stoßen an ihre Grenzen, während vorhandene Leistungen der Pflegeversicherung ungenutzt bleiben. Was aber steckt wirklich hinter diesen Hemmschwellen und wie lässt sich das ändern?
Ein Angehöriger braucht Unterstützung im Alltag, der Pflegegrad ist vorhanden, die Leistungen wären abrufbar – und dennoch wird keine professionelle Hilfe beauftragt. Die Gründe dafür sind selten fehlender Wille, sondern fast immer fehlende Information. Wer nicht weiß, wie ambulante Pflege funktioniert, wie sie finanziert wird und was sie im Alltag leisten kann, trifft Entscheidungen auf Basis von Fehlannahmen. Viele Menschen gehen zudem davon aus, dass professionelle Unterstützung bedeutet, die eigene Häuslichkeit aufzugeben oder zumindest erhebliche finanzielle Einbußen hinzunehmen. Dabei ist genau das Gegenteil das Ziel: Ambulante Pflege soll Menschen ermöglichen, so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden zu bleiben. „Wer zu lange wartet und auf notwendige Hilfe verzichtet, riskiert auch die Qualität der Versorgung des pflegebedürftigenMenschen – und am Ende bleibt oft keine andere Wahl mehr als der Wechsel in eine stationäre Einrichtung, obwohl das niemand wollte“, mahnt Maxim Dorn, Geschäftsführer der ADG Seniorenservice GmbH.
„Dabei gibt es durchaus gute Finanzierungsmodelle für Pflege zu Hause. Natürlich ist sie nicht gratis, aber sie ist für viele Familien deutlich zugänglicher, als sie denken“, fügt er hinzu. Den Anstoß zur Gründung seines Pflegedienstes im Jahr 2021 gab ein persönliches Erlebnis: Seine Mutter verunglückte in der Freizeit, brach sich den Arm und schlug mit dem Kopf gegen eine Litfaßsäule. Auf der Suche nach einem Pflegedienst stellte die Familie fest: Alle waren ausgelastet, niemand konnte helfen. Diese Erfahrung ließ Maxim Dorn nicht los. Er kündigte seinen Job, arbeitete sich eigenständig in das Thema ein und baute sein Unternehmen von null an auf – beginnend mit den ersten Kunden, die er selbst betreute. Heute unterstützt sein Dienst knapp 800 Haushalte, beschäftigt über 70 Angestellte und hat sein Angebot um Wohngruppenfür Menschen mit Behinderungen sowie eine geplante Tagespflege erweitert. Was betroffene Familien darüber wissen sollten, verrät Maxim Dorn von der ADG Seniorenservice GmbH hier.
Wenn das Pflegegeld zur Falle wird
Ein zentrales Problem, das Maxim Dorn in seiner täglichen Arbeit immer wieder beobachtet, ist die sogenannte Pflegegeld-Logik. Demnach ist Pflegegeld historisch eng mit der häuslichen Versorgung durch Angehörige verbunden. Wenn zwei Menschen gemeinsam zu Hause gelebt und einander unterstützt haben, wurde das Pflegegeld über lange Zeit als laufende finanzielle Unterstützung wahrgenommen und fest eingeplant. Wird nun professionelle Hilfe notwendig, kollidiert dieser Gewöhnungseffekt mit dem tatsächlichen Unterstützungsbedarf: Wer einen Pflegedienst beauftragt, muss damit rechnen, dass das Pflegegeld ganz oder teilweise entfällt. Viele Betroffene empfinden das als Verlust und verzichten lieber auf notwendige Hilfe, als auf die entsprechende Einnahmequelle zu verzichten.
Die Entscheidung für oder gegen professionelle Unterstützung wird so häufig nicht nach dem tatsächlichen Hilfebedarf getroffen, sondern danach, ob das Pflegegeld erhalten bleibt. Hinzu kommt, dass in Deutschland grundsätzlich niemand einer Unterversorgung ausgesetzt ist: Reichen die eigenen finanziellen Mittel für einen höheren Pflegebedarf nicht aus, können zusätzliche Sozialleistungen beantragt werden, die gemeinsam mit dem Pflegedienst organisiert werden. Dabei spielt auch die individuelle Einkommenssituation eine Rolle: In niedrigeren oder mittleren Einkommensverhältnissen wirddie eigene Zeit häufig geringer bewertet als das Pflegegeld – man arbeitet lieber weniger oder setzt private Zeit ein, um die finanzielle Entschädigung zu behalten. In höheren Einkommensverhältnissen hingegen wird eher gerechnet, ob die eigene Arbeitszeit wirtschaftlich sinnvollereingesetzt ist als die eigenständige Übernahme der Pflege. „Die Hürde ist oft nicht der fehlende Anspruch auf Leistungen, sondern die Sorge vor finanziellen Nachteilen, die in vielen Fällen gar nicht so eintreten, wie befürchtet“, erklärt Maxim Dorn von der ADG Seniorenservice GmbH.
Was ambulante Pflege wirklich bedeutet– und was nicht
Neben der Pflegegeld-Logik sind es vor allem hartnäckige Vorurteile über den Alltag ambulanter Pflege, die Familien von professioneller Unterstützung abhalten. Viele stellen sich vor, ein Pflegedienst sei nur kurz vor Ort, verschwinde nach wenigen Minuten wieder und reduziere seine Arbeit auf reine Körperpflege im Akkordtakt. Dieses Bild entspricht jedoch nicht der Realität – zumindest nicht dort, wo Pflege gut organisiert ist. Denn Pflege findet im Zuhause der Menschen statt, in einem sehr persönlichen Umfeld. Genau das prägt den Anspruch an die Arbeit. Pflegehandlungen werden mit persönlicher Ansprache verbunden: beim Erwärmen einer Mahlzeit, bei der Medikamentengabe, beim An- und Ausziehen. Es wird nach dem Befinden gefragt, nach dem Schlaf, der Tagesform, dem Wohlbefinden.
Persönliches Interesse am Klienten ist dabei kein Bonus, sondern gelebter Bestandteil der Arbeit. Hinzu kommt, dass Pflegekräfte medizinisches Grundwissen mitbringen müssen: Kenntnisse über Krankheitsbilder, Verhalten in Notsituationen, Medikamente und deren Einsatz. Pflege ist damit weit mehr als körperliche Unterstützung – sie hat einen stark seelsorgerischen und motivierenden Anteil. „Pflege bedeutet auch, Menschen Perspektive zu geben und ihre Teilhabe am Leben zu erhalten. Wer das unterschätzt, hat noch nie erlebt, was ein verlässlicher, vertrauter Mensch imAlltag eines pflegebedürftigen Menschen bewirken kann“, so Maxim Dorn.
Verlässlichkeit als Grundlage: Wie gute Pflege organisiert wird
Für viele Familien ist neben dem inhaltlichen Anspruch vor allem eines entscheidend: Verlässlichkeit. Pflegebedürftige Menschen und ihre Angehörigen richten ihren gesamten Tagesablauf nach den Einsatzzeiten des Pflegedienstes aus – sei es wegen der Medikamentengabe, des Frühstücks oder der Körperpflege. Lange Warte- oder stark schwankende Einsatzzeiten führen deshalb zu erheblicher Unzufriedenheit. Die ADG Seniorenservice GmbH plant ihren Einsatz daher immer so, dass ausreichend Zeit vorhanden ist. Im Regelfall wird ein Zeitfenster von etwa 15 Minuten Abweichung eingehalten.
Ein weiteres zentrales Merkmal ist, dass Einsätze nicht vom Unternehmen abgesagt werden – daraus leitet Maxim Dorn eine Versorgungsgarantie ab, die er als wesentliches Unterscheidungsmerkmal gegenüber anderen Diensten sieht. Ebenso wichtig ist personelle Kontinuität: Klienten sollen nicht bei mehreren Einsätzen am Tag ständig wechselnde Mitarbeiter erleben. Das Ziel ist, die Zahl der eingesetzten Personen pro Klient klein zu halten, um emotionale Bindung, Vertrauen und Gewöhnung zu erleichtern. Wenn die persönliche Passung zwischen Klient und Mitarbeitern nicht stimmt, wird organisatorisch umgesteuert. Hektik gilt dabei nicht als unvermeidliches Merkmal von Pflege, sondern als Folge schlechter Planung.
Wie Familien den Einstieg finden und was dabei wirklich zählt
Die Anfragen, die bei Maxim Dorns Dienst eingehen, entstehen typischerweise in drei Konstellationen: oft bei Entlassungen aus dem Krankenhaus, wenn ein Pflegedienst Voraussetzung für die Rückkehr nach Hause ist, bei Unzufriedenheit mit einem bisherigen Anbieter, oder wenn Angehörige die Pflege im Alltag nicht mehr mit Beruf und Familie vereinbaren können. Gerade die erste Konstellation ist oft von Zeitdruck, Frust und anfänglichem Widerstand geprägt: Die Betroffenen wollen oder akzeptieren die Notwendigkeit professioneller Unterstützung zunächst nicht. Umso wichtiger ist ein offenes Aufnahmegespräch, in dem realistisch über Versorgungszeiten und -intervalle gesprochen wird.
Maxim Dorn betont dabei ausdrücklich, dass nur aufgenommen wird, was tatsächlich geleistet werden kann – keine Zusagen, die im Alltag nicht eingehalten werden. Für Familien ist entscheidend, welche Hilfe konkret übernommen werden kann und wie weit die Entlastung reicht. Das übergeordnete Ziel bleibt dabei stets dasselbe: Pflegebedürftige Menschen sollen so lange wie möglich in ihrer Häuslichkeit bleiben können, während Angehörige ihre eigene Arbeit und Familie nicht aufgeben müssen. „Niemand soll gegen den eigenen Willen in eine stationäre Einrichtung wechseln müssen, nur weil die Versorgung zu Hause nicht mehr gesichert werden konnte. Dafür braucht es Größe, Fachpersonal und verlässliche Organisation – genau daran arbeiten wir jeden Tag“, fasst Maxim Dorn zusammen.
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Datum: 09.04.2026 - 12:43 Uhr
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