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Stadtwerke: IT ist größte Herausforderung für die Versorgungssicherheit

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(ots) - Die Versorgungssicherheit in Deutschland bleibt stabil. Sie steht jedoch unter wachsendem Druck durch Cyberrisiken. Das zeigt eine aktuelle repräsentative Umfrage unter den bundesweit 150 Stadtwerken und Regionalversorgern der Thüga-Gruppe. Das klare Ergebnis: Cyberangriffe sind mit Abstand die größte Bedrohung für die kritische Infrastruktur. Die Befragung wurde im Februar und März 2026 durchgeführt.

Nahezu alle Befragten (97 Prozent) nennen Cyberangriffe als zentrales Risiko für die Versorgungssicherheit. Mit deutlichem Abstand folgen physische Angriffe (42 Prozent) sowie Störungen in den Versorgungsketten (41 Prozent). Mit Blick auf Angriffe auf die Versorgungsinfrastruktur sind die Teilnehmenden, auch nach dem jüngsten Vorfall in Berlin, besonnen:"Physische Angriffe sind nicht zu vermeiden - es gibt keine hundertprozentige Sicherheit", heißt es in einer der Stimmen aus der Befragung. Vielmehr gehe es darum, die Versorgung in solchen Fällen so schnell wie möglich wiederherzustellen. Dank Erfahrung, professionellem Risikomanagement und enger Zusammenarbeit mit lokalen Behörden sehen sich kommunale Netzbetreiber dafür gutgerüstet.

Gefährdungslage: Wachsam, aber nicht alarmiert

Die Mehrheit der Befragten schätzt die aktuelle Bedrohungslage als mittel (43 Prozent) oder hoch (30 Prozent) ein. Ein Viertel sieht die Lage hingegen als niedrig bis sehr niedrig. Dies zeigt: Die Betreiber kritischer Infrastruktur haben Sicherheit fest im Tagesgeschäft verankert - Panik ist nicht zu beobachten.

Cybersicherheit treibt Kosten

85 Prozent der Unternehmen haben ihre Investitionen in Schutzmaßnahmen bereits erhöht. Besonders die Cybersicherheit verursacht steigende Kosten, getrieben durch hohe gesetzliche Anforderungen und den Mangel an qualifiziertem IT-Fachpersonal. Eine Aussage aus der Umfrage bringt es auf den Punkt:"IT-Sicherheit: Immer komplexer werdende Themen, sehr personalintensiv."

Regulierung als Herausforderung





Trotz steigender Anforderungen planen jedoch nur 15 Prozent der Unternehmen, zusätzliches Personal aufzubauen - fast ausschließlich im Bereich IT-Sicherheit, ISMS oder aufgrund der NIS2-Richtlinie. Insbesondere die Regulierung erlaubt keine großangelegten Neuanstellung: Nicht alle Kosten werden anerkannt.

Die Umfrageteilnehmenden bemängeln, dass"immer kritischere gesetzliche Vorgaben pragmatische, wirtschaftlich vertretbare Lösungen erschweren". Der Appell der Branche:"Eine absolute Sicherheit gibt es nicht. Es darf hierfür nicht wieder ein Bürokratiemonster aufgebaut werden."

Das Fazit

Die kommunalen Energieversorger in Deutschland sind gut vorbereitet und handlungsfähig - stehen jedoch vor wachsenden Herausforderungen durch Cyberbedrohungen, Fachkräftemangel und regulatorischen Druck. Die zentrale Aufgabe der kommenden Jahre wird sein, Sicherheit, Wirtschaftlichkeit und Umsetzbarkeit in ein ausgewogenes Verhältnis zu bringen.

Über Thüga:

Die Thüga Aktiengesellschaft (Thüga) bildet den Kern des größten Netzwerks kommunaler Energie- und Wasserversorger in Deutschland. Mehr als 100 Unternehmen sind in der Thüga-Gruppe vernetzt. Die Expertinnen und Experten der Thüga bieten Beratung, teilen Best Practices, forcieren skalierbare Lösungen und fördern Kooperationen. Thüga bündelt die Herausforderungen und Interessen der Partnerunternehmen und macht sich für ihre Anliegen stark. Ziel ist es, die kommunale Energie- und Wasserversorgung sicher, nachhaltig und bezahlbar zu gestalten - Besser gemeinsam. Gemeinsam besser!Die Unternehmen der Thüga-Gruppe verantworten mit ihren Marken und Produkten den Markt vor Ort und sind Partner der Kommunen bei der Energie- und Wärmewende. Im Jahr 2023 erzielte die Thüga-Gruppe einen Umsatz von über 53 Milliarden Euro. Damit zählt sie deutschlandweit zu den drei umsatzstärksten Energieversorgern. Mit rund 23.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist die Thüga-Gruppe drittgrößte Arbeitgeberin unter den deutschen Energieversorgern. Die Thüga-Gruppe ist bundesweit die Nummer 1 in der Wasserversorgung (1 Million Kunden), gehört zu den größten Wärmeversorgern in Deutschland (rund 9000 GWh p.a.) und ist mit rund 9.300 Ladepunkten größte Betreiberin von Ladeinfrastruktur für E-Mobilität. Darüber hinaus ist die Thüga-Gruppe an Erneuerbaren-Energien-Anlagen mit einer Gesamtleistung von knapp 5 Gigawatt beteiligt - und gehört damit zu den führenden Ökostrom-Produzenten in Deutschland.

Pressekontakt:

Dennis Sahl,
Pressesprecher Thüga
Dennis.Sahl(at)thuega.de
+49 89 38197 1504


Original-Content von: Thüga AG, übermittelt durch news aktuell


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Datum: 07.04.2026 - 10:26 Uhr
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