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KfW Research: Iran-Krieg drückt auf die Stimmung im Mittelstand

ID: 2242194

(ots) -
- Geschäftsklimaindex sinkt in allen Wirtschaftsbereichen
- Hauptgrund für den Rückgang sind die unsicheren Geschäftsaussichten
- Bei den Großunternehmen fällt die Stimmung noch etwas tiefer als im Mittelstand

Bis Ende Februar deuteten viele Indikatoren auf einen wirtschaftlichen Aufschwung in Deutschland hin. Doch der Krieg im Iran hat nun fast alles in Frage gestellt. Das Geschäftsklima der kleinen und mittleren Unternehmen ist im März um 3,6 Zähler auf minus 18,2 Punkte gefallen. Damit liegt die Stimmung in den Unternehmen deutlich unter der Nulllinie, die für den langfristigen Durchschnitt steht.

Haupttreiber dieser negativen Entwicklung des KfW-ifo-Mittelstandsbarometers waren die Geschäftserwartungen auf Sicht von sechs Monaten, die um 7,6 Zähler auf nun minus 19,2 Punkte absackten. Ihre aktuelle wirtschaftliche Lage bewerteten die mittelständischen Unternehmen dagegen sogar leicht besser als noch im Februar. Die KfW wertet für den Geschäftsklimaindex Ergebnisse der ifo-Konjunkturumfrage aus, unterteilt nach Größenklassen der Unternehmen und Hauptwirtschaftsbereichen.

"Die Verunsicherung in den Unternehmen ist groß. Solange der Krieg im Iran anhält, wird das auch so bleiben. Der Aufschwung in Deutschland wird sich verzögern und weniger stark ausfallen als erhofft", sagte Dr. Dirk Schumacher, Chefvolkswirt der KfW.

Der Rückgang des mittelständischen Geschäftsklimas zog sich im März durch alle Wirtschaftsbereiche. Am stärksten trübte sich die Stimmung im Verarbeitenden Gewerbe ein. Allein das Bauhauptgewerbe zeigte sich mit nur einem minimalen Rückgang relativ robust.

Bei den Großunternehmen fiel das Geschäftsklima noch etwas stärker als im Mittelstand, nämlich um 4,7 Zähler auf minus 21,1 Punkte. Auch hier waren alle Wirtschaftsbereiche betroffen.

Die Daten zeigen zudem, dass die durch den Nahost-Konflikt gestiegenenÖl- und Gaspreise dazu führen, dass die Unternehmen deutlich höhere Erwartungen an künftige (Absatz-)Preise haben. Dies ist sowohl bei den mittelständischen als auch bei den Großunternehmen der Fall. Das Ausmaß des Anstiegs erinnert an die Zeit der Corona-Pandemie 2020/21. Allerdings sind die internationalen Lieferketten anders als vor fünf Jahren noch weitgehend intakt und der Konflikt regional begrenzt. Im schlechtesten Fall könnte es aber zu einer selbsterfüllenden Prophezeiung kommen, sollte die Nachfrage nach vermutet knappen Gütern kurzfristig in die Höhe schnellen und die Preise treiben.





Das aktuelle Mittelstandsbarometer ist abrufbar unter: KfW-ifo-Mittelstandsbarometer | KfW (https://www.kfw.de/%C3%9Cber-die-KfW/Service/Download-Center/Konzernthemen/Research/Indikatoren/KfW-ifo-Mittelstandsbarometer/?redirect=80065)

Die KfW unterstützt im Auftrag des Bundes den Mittelstand mit zahlreichen Förderprogrammen. Weitere Informationen unter Wir stärken den Mittelstand (https://www.kfw.de/%C3%9Cber-die-KfW/Newsroom/Aktuelles/Mittelstand-st%C3%A4rken.html?kfwmc=kk.o.kfwon.presse.na.na.na.allgemein-sonstiges.mittelstand-staerken.pressemitteilung.na.na.journalisten.na)

Pressekontakt:

KfW, Palmengartenstr. 5 - 9, 60325 Frankfurt
Konzernkommunikation und Markensteuerung (KK), Nina Luttmer,
Tel. +49 69 7431 41336
E-Mail: nina.luttmer(at)kfw.de, Internet: www.kfw.de


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