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Bundeskanzlerin Merkel im SAT.1-Interview vorm Halbfinale gegen Spanien: "Es wird ein schweres Spiel

ID: 224147


(ots) - 7. Juli 2010. Dauerstreit in der Koalition,
Kritik am Sparpaket und Ärger um Gesundheitsreform und AKW-Laufzeiten
- Bundeskanzlerin Angela Merkel hat in diesen Tagen mit vielen
Problemen zu kämpfen. Für Ablenkung sorgt die Nationalmannschaft, die
heute gegen Spanien antritt. Im Interview mit SAT.1-Anchorman Peter
Limbourg setzt die Kanzlerin auf Sieg: "Es wird ein sehr schweres
Spiel. Und ich drücke natürlich der Mannschaft nicht nur beide
Daumen, sondern hoffe, wie viele, viele andere auch, dass es gut
klappt. Mein Tipp ist 2:1. Aber ich sage noch mal, es wird ein sehr
schweres Spiel." Diesmal ist sie allerdings nicht selbst vor Ort:
"Ich war beim Viertelfinale. Wir haben jetzt in der letzten
parlamentarischen Woche viele Entscheidungen zu treffen. Da werde ich
hier gebraucht."

Über die Kontroversen zur Gesundheitsreform sagt Merkel: "Es hat
noch keinen Tag gegeben, an dem eine Gesundheitsreform von allen
Seiten bejubelt wurde. (...) Deutschland ist das Land mit dem besten
oder einem der besten Gesundheitssysteme der Welt. Wenn wir das
erhalten wollen, werden wir mehr Geld ausgeben müssen. Das bedeutet
dann natürlich, dass ich immer wieder auch gucken muss, wo ich sparen
kann. Wir werden die Forderungen der Ärzte nicht erfüllen. Wir werden
bei den Apotheken etwas tun. Dort werden wieder neue Beschränkungen
eingeführt im Zusammenhang mit den Preisen für Arzneimittel. Die
Apotheker haben viele solcher Runden durchgemacht. Wir werden etwas
tun bei den Honoraren der Ärzte. Im Krankenhausbereich dürfen die
Kosten nur weniger steigen als man das eigentlich möchte. Und wir
werden bei den Krankenkassen verlangen, dass in den nächsten beiden
Jahren die Verwaltungskosten überhaupt nicht steigen dürfen."

Über die Kritik des hessischen Bundestagsabgeordneten Michael
Brand an ihrer Person: "Ich habe dazu gestern Stellung genommen. Ich




werde mich mit ihm auch noch mal darüber unterhalten, was ihn
beschwert. Ich glaube, insgesamt ist klar, dass wir ein sehr enges
Verhältnis auch gerade zu den Mitgliedern des Deutschen Bundestages
haben. Ich spreche sehr, sehr viel. Es ist natürlich auch in den
letzten Monaten sehr viel Abstimmungsbedarf gewesen. Wir haben zum
Beispiel zweimal Rettungsaktionen für den Euro machen müssen - einmal
mit Griechenland, einmal bei dem Gesamt-Euro-Schirm. Dort waren sehr
viele und vor allem sehr schnelle Entscheidungen durch das Parlament
gefordert. Ich bin sehr dankbar, dass die Parlamentarier dort immer
mitgezogen haben. Aber manchmal ist das dann eben eine sehr hohe
Taktzahl."

Das Interview zeigt SAT.1 heute Abend in den "SAT.1 Nachrichten"
um 20.00 Uhr.



Pressekontakt:
ProSiebenSat.1 TV Deutschland GmbH
Kommunikation/PR
Sandra Scholz
Sandra.Scholz(at)ProSiebenSat1.com
Telefon +49/89/9507-1121

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Datum: 07.07.2010 - 16:21 Uhr
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