Dürre in Somalia: Kinder sterben bereits an Unterernährung / SOS-Kinderdörfer: Hilfe muss dringend ausgeweitet werden

(ots) - Aufgrund der anhaltenden Dürre und unzureichender Hilfsleistungen sterben in Somalia bereits Kinder an Unterernährung. Das geben die SOS-Kinderdörfer weltweit bekannt. Bashir Said, nationaler Programmleiter der SOS-Kinderdörfer in Somalia, sagt:"Die Situation ist erschütternd. Wasserquellen sind ausgetrocknet, Felder verdorrt, ganze Orte von Hunger betroffen. Die Kinder haben dem am wenigsten entgegenzusetzen. Es zerreißt einem das Herz."Said warnt vor einer weiteren Eskalation:"Wenn nicht bald mehr Hilfe kommt, werden weitere Kinder sterben."Laut UN sind fast 5 Millionen Menschen in Somalia von der Dürre betroffen. 1,8 Millionen Kinder sind von Unterernährung bedroht.
Somalia gehört zu den Ländern, die am meisten vom Klimawandel betroffen sind. Immer wieder hat das Land mit Wetterextremen wie aufeinander folgende Dürre-Perioden oder Überschwemmungen zu tun. Besonders dramatisch aktuell: Aufgrund der drastischen Mittelkürzungen vieler Geberländer, vor allemden USA, kann nicht genügend Hilfe geleistet werden. Said sagt:"Es ist eine riesige Lücke entstanden. Viele humanitäre Organisationen vor Ort haben ihre Arbeit komplett eingestellt, und die wenigen verbliebenen sind zunehmend überfordert."
Auch Helfer der SOS-Kinderdörfer kommen an ihre Grenzen
Aufgrund der großen Not haben die SOS-Kinderdörfer ihre humanitäre Hilfe deutlich ausgeweitet. Sie unterstützen Kinder und Familien mit Lebensmitteln, Gesundheitsleistungen, Hygieneartikeln, Schutz und Bildung."Schon jetzt helfen wir in allen Regionen mehr Betroffenen als ursprünglich geplant, aber auch wir kommen an unsere Grenzen", sagt Bashir Said.
Die verheerende Dürre hat noch weitere Auswirkungen auf das Leben der Kinder: Zahlreiche Schüler und Schülerinnen brechen ihre Bildung ab. Aufgrund der extremen Not nehmen Familien ihre Kinder, insbesondere Mädchen, aus der Schule. Vielerorts bleiben ganze Bildungseinrichtungen geschlossen. Zudem fliehenFamilien aus ihren Dörfern und suchen Schutz in den bereits jetzt überfüllten Geflüchtetenlagern. Für Kinder ist dies mit großen Gefahren verbunden. Ihre Sicherheit kann unter diesen Umständen nur schwer garantiert werden. Mädchen und Frauen sind besonders betroffen: In vielen Regionen des Landes ist bereits ein deutlicher Anstieg von Fällen sexueller und geschlechtsspezifischer Gewalt zu verzeichnen.
Die SOS-Kinderdörfer fordern die internationale Gemeinschaft auf, Kinder und Familien in Somalia zu unterstützen. Bashir Said sagt:"Wir brauchen deutlich mehr finanzielle Mittel und Ressourcen, um zumindest die akute Not lindern zu können. Für viele der Betroffenen geht es um Leben oder Tod."
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Datum: 27.03.2026 - 04:30 Uhr
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