Brüsseler Wettbewerbsaufsicht prüft städtisches Fußballstadion
Die Bundesrepublik Deutschland hat die Beihilfemaßnahme für den VfB Oldenburg bei der DG Competition eingereicht

(IINews) - Oldenburg.– Wie die Stadt Oldenburg jetzt bestätigte, wurde nun die finale Fassung der Meldeunterlagen am 4. Februar 2026 an die Europäische Kommission versandt. Vorausgegangen war ein drei Jahre langer Kampf der Initiative KEIN StadionBau gegen den unzulässigen Eingriff in den europäischen Binnenmarkt. „Wir hatten befürchtet, dass der scheidende Oberbürgermeister Jürgen Krogmann (SPD) sich an den von ihm als Beispiele ausgewählten Stadien in Regensburg und Offenbach orientiert“, sagt Klaas Brümann, Sprecher der Oldenburger Initiative: „Unser Eindruck ist,dass auch diese Städte ihre Fußballstadien regelwidrig bezuschussen.“
Teure Hospitality, VIP-Logen und Rasenheizung statt Schwimmbäder und Schulsport
„Viele Stadtoberhäupter treiben ihre Prestigebauten voran, wie kleine Könige“, erklärt Brümann: „Besonders viel Steuergeld geben sie für Fußballstadien aus, denn Politiker glauben offenbar, sich damit volksnah zu geben.” Gleichzeitig klagen dieselben Politikerüber eine finanzielle Schieflage ihrer Kommunen. Die Wählerinnen und Wähler leiden im wirklichen Leben unter gestrichenen Geldern für die Klimaanpassung, mangelnder Kinderbetreuung, maroden Schulen, bröckelnden Brücken und sanierungsbedürftigen Straßen. Brümann: „Jüngste Wahlergebnisse, etwa aus Kaiserslautern, zeigen, wie tief eine Stadt mit einem großen Fußballstadion sinken kann.”
Fußballunternehmen im Wettbewerb um Talente und Sponsoren
Der gewerbliche Fußball steht im Wettbewerb um die potentesten Sponsoren und die besten Talente. Mit Steuergeld bezuschusste Fanshops, VIP-Hospitalities und -Logen sollen die Heimspielstätten attraktiver machen, damit Sponsoren mehr Geld geben. Das Fernsehflutlicht und der Klimakiller „Rasenheizung” dienen dazu, Spiele für die TV-Liveübertragungen immer pünktlich anzupfeifen, damit es bei den Fernsehgeldern keine Abzüge gibt.
Mit der durch städtische Zuschüsse verbesserten Rentabilität können die Fußballunternehmen teurere Berufsfußballer einwerben. Um die Talente stehen auch Fußballunternehmen unter anderem aus Dänemark, Norwegen oder Österreich im Wettbewerb. Allerdings bekommen die Konkurrenten meist weitaus weniger öffentliche Mittel für ihre Arenen. Der Sprecher von KEIN StadionBau verurteilt das deutsche Steuerdoping: „Kaum ein Land profitiert so sehr vom freien Binnenmarkt wie Deutschland.” Es sei unsportlich und schädlich, dass deutsche Politiker mit der Stadtkasse die Prinzipien des fairen Wettbewerbs aushebeln. „Auch wenn es eine Mammut-Aufgabe ist, setzen wir uns dafür ein, den Geldhahn wieder zu zudrehen und damit einen marktwirtschaftlichen und fairen Fußball herzustellen“.
Hallo Essen, Kiel und Osnabrück! Euer Eingriff in den Binnenmarkt ist meldepflichtig
Immer wenn Arenen für den gewerblichen Unterhaltungssport geplant werden, dürfen öffentliche Gelder erst dann fließen, wenn geklärt wurde, ob eine Infrastrukturmaßnahme mit den Regeln des europäischen Binnenmarktes vereinbar ist. Städten wie Bielefeld, Fürth und Nürnberg steht das geradebevor. Wegen der geplanten Sanierung des Stadions der VfL Osnabrück GmbH&Co. KG aA hat der Oberbürgermeisterkandidat Prof. Dr. Thomas Groß (Die Linke) diese Woche sogenannte Marktinformationen bei der Brüsseler Wettbewerbsaufsicht eingereicht. Laut dem Sprecher der Oldenburger Initiative geht daraus hervor, dass die geplante Sanierung des Osnabrücker Stadions „Bremer Brücke” die Schwellenwerte überschreitet. Groß sieht in der Maßnahme eine unzulässige Beihilfe., Die Initiative KEIN StadionBau hatte nach eigenen Angaben der aktuellen Oberbürgermeisterin mehrfach empfohlen, umgehend das EU-Notifizierungsverfahren einzuleiten. Dabei wird unter anderem geprüft, ob das Nutzungskonzept die Anforderungen erfüllt und wie die Maßnahme gegebenenfalls angepasst werden kann, um sie wettbewerbskonform auszugestalten.
Bekommt der deutsche Männerfußball jährlich gut 380 Millionen Euro aus leeren Stadtkassen?
Die Stadt Oldenburg plant, der VfB Oldenburg Fußball GmbH ein neues Stadion komplett aus Steuergeld zu finanzieren. Das Drittligastadion soll nach der Fertigstellung mit jährlich 2,6 Millionen Euro bezuschusst werden. Wenn alle Städte und Gemeinden die Arenen der ersten vier Fußball-Ligen so bezuschussen würden, wie Oldenburg dasplant, wären das mindestens 380 Millionen Euro pro Jahr. Laut BI-Sprecher Brümann zahlen die meisten Kommunen deutlich geringere Zuschüsse. „Gegen das Finanzdoping werden wir vorgehen.” Denn es könne nicht sein, dass ein System, in dem Millionen für Transfers bewegt werden und deren Stars unermesslich reich werden können, aus klammen Stadtkassen bezuschusst wird.
Die Bürgerinitiative KEIN StadionBau will verhindern, dass die Stadt Oldenburg ein zweites Fußballstadion, das zu 100 Prozent von Steuergeld finanziert werden soll. errichtet. Die geplanten Kosten belaufen sich vor Beginn des Baus auf mehr als 50 Millionen Euro. Auf dem Weg dahin haben wir uns mit den Tricks der Fußballindustrie beschäftigt, die die klammen Kassen deutscher Kommunen um viele Millionen erleichtert.
In unter 30 Minuten erklärt: Worum geht es bei der staatlichen Beihilfe für Infrastrukturen des Profisports? Was ist der europäische Binnenmarkt? Wieso kann ein städtisches Fußballstadion ein unrechtmäßiger Eingriff in den freien Binnenmarkt sein? Was macht die europäische Wettbewerbsaufsicht, wann greift sie ein und was sind die Folgen?
Video: youtu.be/qIxXTHUvlMQ
Unzulässige Beihilfe in Oldenburg:
keinstadionbau.de/unzulassige-beihilfe-fur-den-stadionneubau-in-oldenburg
Datum: 25.03.2026 - 11:16 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 2240317
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Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: Klaas Brümann
Stadt:
Oldenburg
Telefon: 0441 72508
Kategorie:
Fussball
Meldungsart: Unternehmensinfos
Versandart: Veröffentlichung
Freigabedatum: 25.03.2026
Anmerkungen:
Diese Pressemitteilung im Netz: https://bit.ly/DGCompetition
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