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Ausbildung in der Pflege: 8 % mehr neue Auszubildende im Jahr 2025

ID: 2238550

(ots) -
- Rund 64 300 neue Ausbildungsverträge zur Pflegefachfrau beziehungsweise zum Pflegefachmann im Jahr 2025
- 71 % der Auszubildenden mit Neuvertrag sind Frauen, 29 % Männer
- Insgesamt rund 158 000 Auszubildende und 1 800 Studierende in der Pflege

Rund 64 300 Auszubildende haben 2025 einen neuen Ausbildungsvertrag zur Pflegefachfrau beziehungsweise zum Pflegefachmann abgeschlossen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach vorläufigen Ergebnissen mitteilt, sind das etwa 8 % beziehungsweise 4 900 Auszubildende mehr als im Vorjahr (2024: 59 400). Dabei handelt es sich um die Auszubildenden mit Neuvertrag, die sich zum 31. Dezember 2025 noch in Ausbildung befanden. Auch die Zahl der Auszubildenden insgesamt zum 31. Dezember 2025 stieg im Vergleich zum Vorjahr an. Mit rund 158 000 Auszubildenden befanden sich so viele Personen in einer Ausbildung zur Pflegefachfrau oder zum Pflegefachmann wie noch nie seit Einführung der generalistischen Pflegeausbildung nach dem Pflegeberufegesetz.

Männeranteil steigt, aber noch immer sind 71 % der neuen Pflegeauszubildenden Frauen

Es beginnen weiterhin vor allem Frauen eine Ausbildung zur Pflegefachfrau. Von den neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen wurden rund 71 % von Frauen (45 800) und 29 % von Männern (18 500) geschlossen. Frauen sind somit weiterhin in der Überzahl, auch wenn die Zahl der Männer in Pflegeausbildung von 16 200 im Vorjahr auf 18 500 im Jahr 2025 mit +15 % deutlich stärker zugenommen hat als die der Frauen (+6 %). Im längerfristigen Vergleich nahm der Anteil von Männern, die eine Ausbildung zum Pflegefachmann beginnen, im Vergleich zum Start der neuen Ausbildungsform im Jahr 2020 um 5 Prozentpunkte zu (2020: 24 % Männer und 76 % Frauen).

1 800 Studierende befanden sich im Jahr 2025 in einem Pflegestudium

Im Jahr 2025 haben nach vorläufigen Ergebnissen rund 800 Studierende ein Pflegestudium begonnen. Mit diesem 2024 eingeführten Studium erreichen sie neben dem akademischen Grad eines Bachelors auch den Ausbildungsabschluss Pflegefachfrau beziehungsweise Pflegefachmann. Unter den Studierenden mit Neuvertrag befinden sich ebenfalls vor allem Frauen: 77 % der Pflegestudierenden sind Frauen und lediglich 22 % Männer. Zum 31. Dezember 2025 lag die Anzahl der Pflegestudierenden insgesamt bei rund 1 800.





Hintergrundinformationen zur Pflegeausbildung und zum Pflegestudium:

In der Ausbildung zur Pflegefachperson, die mit dem Pflegeberufereformgesetz (PflBRefG) von 2017 begründet wurde, wurden die bis dahin getrennten Ausbildungen in den Berufen Gesundheits- und Krankenpfleger/-in, Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger/-in sowie Altenpfleger/-in zum Berufsbild Pflegefachfrau/-mann zusammengeführt. Die Ausbildung wird seit 2020 angeboten und dauert in Vollzeit drei Jahre. Die Ausbildung findet an Pflegeschulen und in Krankenhäusern sowie in stationären oder ambulanten Pflegeeinrichtungen statt. Wie bei den meisten Gesundheits- und Pflegeberufen handelt es sich nicht um eine Berufsausbildung innerhalb des dualen Ausbildungssystems.

Neben der beruflichen Pflegeausbildung gibt es die Möglichkeit eines Pflegestudiums an Hochschulen, welches nach dem Pflegestudiumstärkungsgesetz seit 2024 vergütet und finanziert wird. An einigen Hochschulen konnte das Pflegestudium bereits vor dem Jahr 2024 begonnen werden, ab 2024 setzte die Finanzierung ein. Das duale Studium verbindet praktische und theoretische Inhalte und schließt mit dem akademischen Grad eines Bachelors ab. Die staatliche Prüfung zur Erlangung der Berufszulassung ist Bestandteil der hochschulischen Prüfung. Die Berufsbezeichnung"Pflegefachfrau"beziehungsweise"Pflegefachmann"kann mit dem akademischen Grad geführt werden.

Weitere Informationen:

Die vorliegenden Ergebnisse entstammen der amtlichen Datenerhebung auf Grundlage der Pflegeberufe-Ausbildungsfinanzierungsverordnung (PflAFinV). Endgültige Ergebnisse zu den Auszubildenden und Studierenden in der Pflege zum Stichtag 31. Dezember 2025 und zu weiteren Merkmalen sind voraussichtlich im Juli 2026 verfügbar.

Weitere Ergebnisse zur Pflegeausbildungsstatistik bietet die Themenseite"Berufliche Bildung"im Internetangebot des Statistischen Bundesamtes. Einen Gesamtüberblick über die Bildungssituation in Deutschland von der Schule über die Berufsbildung bis zur Hochschule bietet die Themenseite"Bildungsindikatoren".

Diese Pressemitteilung ist, gegebenenfalls ergänzt mit weiteren Informationen und Verlinkungen zum Thema, veröffentlicht unter www.destatis.de/pressemitteilungen.

Weitere Auskünfte:
Berufsbildungsstatistik
Telefon: +49 611 75 3737
www.destatis.de/kontakt

Pressekontakt:

Statistisches Bundesamt
Pressestelle
www.destatis.de/kontakt
Telefon: +49 611-75 34 44


Original-Content von: Statistisches Bundesamt,übermittelt durch news aktuell


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