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Wolframpreis auf Rekordkurs: Exportlimits aus China und Rüstungsnachfrage verschärfen Engpass

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Wolfram wird zum Engpassrohstoff–Preise explodieren


(PresseBox) - Wolfram ist binnen kurzer Zeit zu einem der auffälligsten Engpassrohstoffe am Markt geworden. Das Metall, das sowohl in Halbleitern als auch in Waffen, Bohrtechnik und verschleißfesten Industrieanwendungen eingesetzt wird, hat sich nach den vorliegenden Angaben in diesem Jahr mehr als verdoppelt.Maßgeblich ist dabei der europäische APT-Benchmark von Fastmarkets, der inzwischen bei 2.250 US-Dollar je metrischer Tonnen-Einheit liegt. Seit Peking bestimmte Wolframprodukte im Februar des Vorjahres auf eine Exportkontrollliste gesetzt hat, summiert sich der Anstieg damit auf 557 %!

Damit rückt Wolfram nicht nur preislich, sondern auch geopolitisch stärker in den Vordergrund. Denn der Markt wird von China dominiert, während gleichzeitig die Nachfrage aus dem Verteidigungssektor steigt und westliche Abnehmer ihre Lagerbestände zunehmend aufgebraucht haben. Vor allem die jüngste Eskalation im Nahen Osten hat den Blick auf den militärischen Bedarf zusätzlich geschärft. Aus einem eher kleinen und wenig liquiden Spezialmetallmarkt ist damit ein Rohstoff geworden, an dem sich Versorgungsrisiken, Industriepolitik und geopolitische Spannungen besonders deutlich zeigen.

Wolfram wird vom Nischenmetall zum strategischen Engpass

Im Gegensatz zu großen Rohstoffmärkten wie Kupfer, Öl oderGoldbleibt Wolfram ein vergleichsweise kleines Segment. Project Blue schätzt den Marktwert in diesem Jahr auf rund 16 Milliarden US-Dollar. Das entspräche nur etwa 5 % des Kupfermarktes zu aktuellen Preisen. Gleichzeitig ist der Markt deutlich intransparenter und illiquider, da Wolfram nicht an großen Börsen gehandelt wird. Gerade diese Struktur macht Preissprünge in einem angespannten Umfeld besonders wahrscheinlich.

Die aktuelle Verknappung hat mehrere Ursachen. Hersteller suchen seit der Verschärfung chinesischer Exportregeln nach alternativen Bezugsquellen. Nach Angaben der Experten von Project Blue lagen chinesische Ausfuhren der betroffenen Wolframprodukte im vergangenen Jahr etwa 40 % niedriger. Da China die weltweite Produktion dominiert, lassen sich solche Ausfälle nur schwerkurzfristig ausgleichen. Hinzu kommt, dass sich der Markt laut BMO Capital Markets derzeit in einer außergewöhnlich engen Lage befindet. Anders als in früheren Rohstoffbooms gibt es bei Wolfram offenbar keine große Pipeline an Projekten, die kurzfristig auf den Markt kommen könnte.





Besonders deutlich wird diese Lage daran, dass sich der Preisanstieg zuletzt weiter beschleunigt hat. Käufer greifen auf Bestände zurück, während sich zugleich die Aufmerksamkeit auf militärische Anwendungen verstärkt. Das sorgt dafür, dass Wolfram nicht mehr allein nach industrieller Logik bewertet wird, sondern zunehmend auch unter dem Blickwinkel strategischer Verfügbarkeit.

China prägt Angebot und Preisbildung bei Wolfram

Die Schlüsselrolle Chinas ist für den Wolfram-Markt zentral. Nach Angaben des US Geological Survey entfielen im vergangenen Jahr 79 % der 85.000 Tonnen weltweiter Minenproduktion auf China. Hinzu kommt, dass China nicht nur der größte Produzent, sondern auch der Staat mit den größten Wolframreserven ist. Diese Kombination verleiht Peking erheblichen Einfluss auf Förderung, Verarbeitung und Export.

Westliche Hersteller profitierten lange von günstigen Importen aus China. Diese Preisvorteile waren auch Ausdruck staatlicher Unterstützung in China, die eine dominante Stellung in der globalen Lieferkette ermöglichte. In den USA wurde seit 2015 kein Wolfram mehr kommerziell abgebaut. Genau diese Abhängigkeit wird nun zum Problem.Denn mit der Verschärfung der Exportregeln ist Wolfram stärker in den geopolitischen Konflikt zwischen China und dem Westen geraten.

Neben den Exportkontrollen spielen auch strukturelle Faktoren in China selbst eine Rolle. Die Minenproduktion liegt unter dem Niveau von vor zehn Jahren, was unter anderem mit sinkender Erzqualität und strengeren Förderquoten zusammenhängt. Das verschärft den Druck auf einen Markt, in dem ohnehin nur wenige Anbieter aktiv sind. Zugleich konnten sich die Preise nach Einschätzung des angehenden Wolframproduzenten von Almonty Industries zuletzt stärker an Angebot und Nachfrage orientieren, weil die bisherigen Verzerrungen durch chinesische Billigexporte zurückgegangen sind.

Rüstungsnachfrage und Halbleiter verschärfen die Knappheit

Die aktuelle Marktlage wird zusätzlich durch die Nachfrageentwicklung verschärft. Project Blue erwartet, dass der militärische Verbrauch von Wolfram in diesem Jahr um 12 % steigt. Das betrifft Anwendungen in Helikoptern, Kampfflugzeugen und Munition. Gerade die Entwicklungen im Nahen Osten haben die Aufmerksamkeit daraufgelenkt, wie stark moderne Kriegsführung auf eine Vielzahl metallintensiver Systeme angewiesen ist.

Gleichzeitig bleibt der Verteidigungsbereich nur ein Teil des Gesamtmarkts. Nach Angaben des US Geological Survey gehen rund 60 % des US-Verbrauchs in Hartmetallkomponenten für Schneid-, Bohr- und Verschleißanwendungen, etwa im Bauwesen und in der Metallbearbeitung. Hinzu kommen Anwendungen in Luftfahrtlegierungen, Chemikalien und Halbleitern. Diese breite industrielle Basis sorgt dafür, dass Wolfram nicht nur durch geopolitische Krisen, sondern auch durch normale industrielle Nachfrage eng bleibt.

Ein Teil der Abnehmer ist gegen die aktuellen Lieferprobleme etwas besser abgesichert. So verweisen Unternehmen wie Ceratizit aus der Plansee-Gruppe oder Sandvik auf Recycling und Schrottaufbereitung als wichtige Instrumente zur Risikobegrenzung. Auch der USGS weist darauf hin, dass Sekundärmaterial einen Teil des Drucks auf das Primärangebot abfedern kann. Dennoch dürfte Recycling allein nicht ausreichen, um die strukturelle Knappheit bei Wolfram zu beseitigen.

Neue Wolframproduktion im Westen braucht Zeit

Kurzfristige Lösungen sind nicht in Sicht. Zwar könnten zusätzliche Mengen perspektivisch aus Spanien, Brasilien, Australien oder den USA kommen. Doch selbst bei anhaltend hohen Preisen würde neue westliche Produktion laut Einschätzung aus dem Bereich kritischer Rohstoffinvestitionen rund zwei Jahre benötigen, um tatsächlich verfügbar zu werden. Diese Zeitspanne ist in einem so knappen Markt erheblich.

Almonty Industries selbst hat nach eigenen Angaben im Dezember die Produktion in Südkorea aufgenommen und arbeitet zugleich an der Entwicklung der ersten US-Wolframmine seit einem Jahrzehnt. Ein Teil der südkoreanischen Produktion ist bereits für Pennsylvania vorgesehen, wo das Material in Munition eingesetzt wird. Das zeigt, wie eng sich der Wolfram-Markt inzwischen mitsicherheitspolitischen Fragen verknüpft hat.

Die– noch – nicht börsennotierte Wolframgesellschaft Pure Tungsten rückt nach eigener Aussage mit der historischen Ssangjon-Mine in Südkorea näher an den geplanten Produktionsstart heran. Pure Tungsten plant einen Börsengang in Kanada noch in der ersten Hälfte des Jahres 2026 und auch der Neustart der Ssangjon-Mine des Unternehmens in Südkoreasoll bald erfolgen, sollen doch bereits im Juni 2026 die erste Lieferung von Wolframkonzentrat erfolgen.

Ob sich die Wolframpreise auf dem aktuellen Niveau einpendeln oder noch weiter steigen, bleibt offen. Klar ist jedoch, dass Wolfram derzeit zu jenen kritischen Rohstoffen zählt, bei denen Angebot, Verteidigungsnachfrage und geopolitische Rivalität besonders direkt aufeinandertreffen. Genau daraus speist sich die ungewöhnliche Marktenge, die den Rohstoff 2026 in den Mittelpunkt rückt.

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Datum: 17.03.2026 - 11:08 Uhr
Sprache: Deutsch
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Kategorie:

Energie & Umwelt



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