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Wiedereinstieg in Atomenergie ist teurer Irrweg

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(ots) - Nina Scheer, energiepolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion:

Die aktuell wieder lauter diskutierten Vorschläge zur Atomenergie zurückzukehren sind absurd. Kernenergie ist die teuerste Form der Energiegewinnung und nur mit massiven staatlichen direkten wie indirekten Subventionen möglich. Unabhängig von der Größe der Kraftwerke bleibt sie eine Hochrisikotechnologie. Angesichts sich weltweit zuspitzender militärischer Konflikte, sind Atomenergiepläne auch sicherheitspolitisch ein unverantwortbares Risiko.

"Erneuerbare Energien sind bereits heute die günstigste Form der Energiegewinnung. Es muss nun mit voller Kraft neben dem weiteren Ausbau der Erneuerbaren um den Hochlauf von Speichern und Flexibilitäten gehen, um den benötigten systemischen, also auch netztechnischen Umstieg auf die Erneuerbaren zu vervollständigen - für garantiert dauerhaft bezahlbare, sichere und saubere Energie für alle.

Eine Rückkehr zur Atomenergie bedeutet neue Abhängigkeiten und Kostensteigerungen sowie angesichts der jahre- bis jahrzehntelangen Bauzeiten absehbar keine Energiegewinnung. Dabei sind kleine Atomkraftwerke noch risikoreicher als große Atomkraftwerke, da sie an noch mehr Orten Sicherheitsvorkehrungen benötigen und zudem ein Vielfaches an Atommüll erzeugen. Sie sind weder heute einsetzbar noch ökonomisch wie ressourcentechnisch verantwortbar. Sie stehen für neue Ressourcen-Abhängigkeiten, diesen Weg werden wir nicht erneut einschlagen.

Angesichts der aktuellen kriegsbedingten Preissprünge bei fossilen Rohstoffen, brauchen wir Lösungen, die uns schnell mehr Resilienz und Unabhängigkeit bringen. Diese Lösungen sind Erneuerbare Energien, Speicher und mehr Flexibilitäten. Vorschläge zum Wiedereinstieg in die Atomenergie sind ein teurer Irrweg und werden durch weltweite reale Entwicklungen bei der Energieversorgung widerlegt: 2025 wurde weltweit vierhundertmal mehr an Erneuerbaren Energien als an Atomenergie zugebaut. Pilotprojekte in den USA zu kleinen Atomkraftwerken, SMR, wurden wegen zu hoher Kosten und Verzögerungen beim Bau wieder eingestellt.





Ein Wiedereinstieg in Atomenergie verstößt in Deutschland nicht zuletzt gegen geltendes Recht. Die SPD-Bundestagsfraktion wird an einer solchen Geisterfahrt-Gesetzesänderung nicht mitwirken."

Pressekontakt:

SPD-Bundestagsfraktion
- Die Pressestelle -

Telefon: 030 227 52728
E-Mail: presse(at)spdfraktion.de
Website: www.spdfraktion.de


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Datum: 17.03.2026 - 08:35 Uhr
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