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Leverkusener Rheinbrücke: Stahlteile aus China waren wohl reparierbar

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(ots) - Fehler an den Stahlbauteilen, die von der Baufirma Porr für die Leverkusener Rheinbrücke vorgesehen waren, hätten allesamt repariert werden können. Das ist das Ergebnis eines bislang unveröffentlichten Gutachtens, das dem WDR vorliegt.

Das Papier dürfte ein wichtiger Faktor werden in dem Streit um mehrere hundert Millionen Euro, den sich die öffentliche Hand und die Baufirma Porr liefern. Verfasst hat es der renommierte Stahlbau-Experte Martin Mensinger von der Technischen Universität München. In seiner Untersuchung stellt er zwarimmer wieder an den Bauteilen Mängel fest, die gegen Vorschriften verstoßen. Es sei aber möglich, alle diese Fehler fachgerecht zu reparieren, betont Mensinger.

Die Frage"reparieren oder neu bauen?"ist wichtig in dem millionenschweren Streit, den Porr und das Land seit vielen Jahren führen, unter anderem vor Gericht. Das Land hatte immer argumentiert, eine Reparatur sei nicht möglich. Das Gutachten zeigt nun das Gegenteil. Damit gibt es neue, deutliche Zweifel an der Verteidigungslinie der Landesregierung.

Zum Hintergrund: Porr bekam im Herbst 2017 von Straßen.NRW den Auftrag, für 362 Millionen Euro die seit langem marode A1-Rheinbrücke neu zu bauen. An den Stahlbauteilen für die Brücke, die aus China kamen, wurden jedoch Fehler festgestellt. Deshalb kündigte Straßen.NRW im April 2020 den Vertrag mit Porr aus"wichtigem Grund". Porr hatte immer den Standpunkt vertreten, die Stahlteile habe man reparieren können. Das Mensinger-Gutachten stützt diese Haltung nun.

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