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"phoenix persönlich": Marie-Agnes Strack-Zimmermann (FDP) zu Gast bei Inga Kühn - Samstag, 28.02.2026, 19.30 Uhr

ID: 2234573

(ots) - In der Sendung"phoenix persönlich"spricht Inga Kühn mit der Vorsitzenden des EU-Sicherheitsausschusses Marie-Agnes Strack-Zimmermann über Europa, den Fall Epstein und den Reformbedarf bei den Vereinten Nationen.

Auf die Frage, ob sie lieber mit Donald Trump, Xi Jinping oder Wladimir Putin an einem Tisch Klartext reden würde, entgegnet Strack-Zimmermann, sie würde alle drei an den Tisch holen"in der Hoffnung, dass sie sich gegenseitig zerfleischen".Übrigbleiben würde ihrer Einschätzung nach der chinesische Präsident Xi Jinping. China werde im Westen unterschätzt. Dort zähle nicht der schnelle Erfolg, sondern das langfristige Ziel, so Strack-Zimmermann.

Mit Blick auf US-Präsident Donald Trump warnt Strack-Zimmermann vor einer"Untergrabung der Demokratie"in den Vereinigten Staaten in den vergangenen Monaten. Zugleich betont sie, zwischen dem Weißen Haus und den Vereinigten Staaten müsse unterschieden werden. Die transatlantische Partnerschaft bleibe wichtig.

Gleichzeitig sieht sie Europa in einer strategisch starken Position:"Wir haben eine Riesenchance und wir wären bescheuert, wenn wir sie jetzt nicht ergreifen."Europas Stärke seien die 27 Staaten, so die EU-Abgeordnete. Europa dürfe sich nicht auseinanderdividieren lassen - genau das sei das Ziel autoritärer Akteure. Geschlossenheit sei der entscheidende Machtfaktor."Wir leben in einem starken Europa. Wir haben Geld, wir haben die Menschen, vor allen Dingen haben wir das Know-how. Wir müssen es nur auf die Straße bringen."Das gelinge nur, wenn Europa Regeln reduziere und den Handelöffne.

Ausführlich äußert sich die FDP-Politikerin auch zum internationalen Skandal um den verstorbenen US-Finanzier und verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein. Es gehe nicht nur um einzelne Namen, sondern um"ein Gruselkabinett von Lug, Trug, Missbrauch"sowie um mögliche mafiöse Strukturen. Es sei"naiv", zu glauben, Europa oder Deutschland seien von solchen Netzwerken ausgeschlossen. Hinweise auf internationale Verflechtungen wie auch die Berichteüber zahlreiche Kontoverbindungen bei der Deutschen Bank müssten sorgfältig geprüft werden."Da geht es auch um Erpressbarkeit."Zugleich fordert sie einen Perspektivwechsel:"Ich wünschte mir, dass wir auch mehr über die Opfer sprechen und nicht immer nur über die Täter."





Reformbedarf sieht Strack-Zimmermann zudem bei den Vereinten Nationen:"Der Rahmen ist altbacken, die Idee ist richtig". Aus ihrer Sicht sei die Zeit gekommen, die UN zu reformieren."Aber die Idee als solche ist wichtiger denn je."Souveränität und Völkerrecht müssten verteidigt werden - dafür brauche es moderne Strukturen.

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Datum: 28.02.2026 - 08:09 Uhr
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